Projizierte Kunstgeschichte

Mythen und Images in den Filmbiografien über Jackson Pollock und Jean-Michel Basquiat

Künstlergenies entfalten eine facettenreiche Strahlkraft – besonders auf der Filmleinwand. Sie wirken auf unsere Vorstellungen vom Künstlerdasein und von künstlerischer Produktion. Der Fokus der »projizierten Kunstgeschichte« liegt auf biografischen Spielfilmen (Biopics), in denen die Lebensgeschichten von Künstlerinnen und Künstlern auf dramatisierende Weise inszeniert und von Schauspielstars verkörpert werden. Anhand der Biopics »Pollock« (2000) und »Basquiat« (1996) untersucht dieses Buch aus kunsthistorischer und filmwissenschaftlicher Sicht die Künstler_innenmythen und Starlegenden, die textlichen und visuellen Vorlagen und ihre Repräsentationspolitik. Künstlergenie ade – oder: es lebe das Künstlergenie?

Auszeichnung

Förderpreis »Geisteswissenschaften International – Preis zur Förderung der Übersetzung geisteswissenschaftlicher Literatur« des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels 2011

33,80 € *

2009-02-27, 334 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1082-6

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Doris Berger

Doris Berger, Getty Research Institute Los Angeles, USA

... mit Doris Berger

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Spielfilme über Künstler/innen haben eine starke emotionale Wirkung und prägen unsere Vorstellungen von Kunst und Künstler/innen. Diese soll nicht unerforscht bleiben! In diesem Buch werden die historische Rezeption mit der filmischen Darstellung von Künstler/innen verglichen sowie die Prozesse untersucht, die es möglich machen, dass wir einen Film über einen bestimmten Künstler auf der Leinwand sehen. Die Filme Pollock und Basquiat dienen als Fallbeispiele der »projizierten Kunstgeschichte«.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es eröffnet ein neues Forschungsfeld, das ich unter dem Begriff der ›populärkulturellen Kunstgeschichte‹ zusammenfasse. In diesem Feld werden zwar kunsthistorische Inhalte wie Schaffensprozesse, Autorschaft oder Künstlerbiografie behandelt, jedoch meist in vereinfachter Form wiedergeben und massenmedial vermittelt. Dadurch werden kunsthistorische Erzählformen je nach verwendetem Medium (Spielfilm, Dokumentarfilm, Kinderbuch, etc.) immer wieder neu für ein breites Publikum interpretiert.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Es bereichert das Feld der Künstler/innenforschung um ein neues Medium, den Spielfilm. Die Forschung ist interdisziplinär: Kunsthistorisches, film- und medienwissenschaftliches Instrumentarium wird eingesetzt, um die Polysemien in Spielfilmen über Künstler/innen zu deuten. Neben der Untersuchung der medialen Spezifität, kunsthistorischen Rezeption, eingesetzten Künstler/innenmythen und biografischen Erzählung werden zudem immer wieder die Gender Studies als Folie angelegt.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit jedem!

5. Ihr Buch in einem Satz:

»Projizierte Kunstgeschichte« untersucht, auf welche Weise Kunstgeschichte in der populären Sprache des Spielfilms vermittelt wird.

Autor_in(nen)
Doris Berger
Buchtitel
Projizierte Kunstgeschichte Mythen und Images in den Filmbiografien über Jackson Pollock und Jean-Michel Basquiat
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
334
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-1082-6
DOI
Warengruppe
1582
BIC-Code
ACX JFD APFA
BISAC-Code
ART015110 PER004030
THEMA-Code
AGA JBCT ATF
Erscheinungsdatum
2009-02-27
Auflage
1
Themen
Kunst, Film
Adressaten
Kunstgeschichte, Filmwissenschaft, Kulturwissenschaft, Medienwissenschaft, Gender Studies
Schlagworte
Film, Biografie, Künstlermythos, Jackson Pollock, Jean-Michel Basquiat, Kunst, Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts, Kunstgeschichte des 21. Jahrhunderts, Kunstwissenschaft

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