Verkehrsgeschichte und Kulturwissenschaft

Analysen an der Schnittstelle von Technik, Kultur und Medien

Die globale Vernetzung moderner Verkehrs- und Nachrichtensysteme – von Eisenbahn und Dampfschifffahrt über Telegrafie und Telefonie bis hin zu Raumfahrt und Internet – macht auf einen fundamentalen Zusammenhang aufmerksam: Verkehr war und ist für alle Gesellschaften konstitutiv. Einrichtungen des Transports, des Austauschs und der Kommunikation sowie die damit verbundenen Infrastrukturen formen mediale Ensembles, in denen sich Parameter von Kultur und Technik genuin verbinden. Die Verkehrsgeschichte macht diesen Zusammenhang greifbar.

Der Band versammelt exemplarische Analysen, die das Feld der Verkehrsgeschichte für eine kultur- und medienwissenschaftliche Betrachtung öffnen.

34,80 € *

2012-12-12, 322 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1092-5

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Christoph Neubert

Christoph Neubert, Universität Paderborn, Deutschland

Gabriele Schabacher

Gabriele Schabacher, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz, Deutschland

... mit Christoph Neubert und Gabriele Schabacher

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil die ›Welt‹ selbst ein Verkehrszusammenhang ist. Das zeigt bereits die alltägliche Erfahrung, und das Buch will zur Reflexion dieses Umstands beitragen. Es versammelt erstmalig in dieser Form Beiträge, die sich mit der Verkehrsgeschichte aus medien- und kulturwissenschaftlicher Sicht beschäftigen. Uns geht es um eine Sondierung des Feldes.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Eine Revision der gängigen Auffassung, wonach die Verkehrs- und Mediengeschichte eine Fortschrittsgeschichte der Raumüberwindung und der Globalisierung ist. Dieser modernen Sichtweise, die Transport- und Kommunikationsinfrastrukturen einer instrumentellen Logik unterstellt, setzen die Beiträge des Bandes alternative Analysen entgegen, die ›Verkehr‹ als komplexen Zusammenhang unter epistemischen, politischen, sozio-technischen, kulturhistorischen und ästhetischen Gesichtspunkten untersuchen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In der jüngeren Kultur- und Medienforschung vollzieht sich eine Umorientierung: Die Faszination für Phänomene der Virtualität und Simulation, die mit den digitalen Informationsmedien ins Spiel kommen, wird zunehmend durch ein komplementäres Interesse an Materialitäten, sozialen Praxen und konkreten Raumbezügen ergänzt. Die Verkehrsgeschichte ist damit an der für die Medienforschung bedeutsamen Schnittstelle zwischen Globalem und Lokalem, zwischen Transport und Kommunikation, zwischen Dingen, Zeichen und Menschen situiert.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Vertretern/-innen möglichst vieler Disziplinen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Untersuchungsfeld des Verkehrs bringt Technik-, Kultur- und Mediengeschichte produktiv in Austausch.

»Eine wirklich lohnende Lektüre.«
Anette Schlimm, sehepunkte, 13/9 (2013)
»Der methodisch anregende Sammelband zeigt an sehr unterschiedlichen [...] Beispielen, wie sich kulturwissenschaftliche Fragen und Methoden für die verkehrshistorische Forschung nutzen lassen.«
Christopher Kopper, H-Soz-u-Kult, 03.05.2013
Besprochen in:
Planerin, 2 (2013)
Autor_in(nen)
Christoph Neubert / Gabriele Schabacher (Hg.)
Buchtitel
Verkehrsgeschichte und Kulturwissenschaft Analysen an der Schnittstelle von Technik, Kultur und Medien
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
322
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1092-5
DOI
10.14361/transcript.9783839410929
Warengruppe
1557
BIC-Code
TBX HBTB JFD
BISAC-Code
TEC056000 HIS054000 SOC052000
THEMA-Code
TBX NHTB JBCT
Erscheinungsdatum
2012-12-12
Auflage
1
Themen
Technik, Kulturgeschichte, Medien
Adressaten
Kultur- und Medienwissenschaften, Literaturwissenschaft, Geschichtswissenschaft
Schlagworte
Verkehr, Logistik, Medien, Technik, Geschichte, Kultur, Kulturgeschichte, Technikgeschichte, Medientheorie, Kulturgeographie, Geschichtswissenschaft

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