Forschungsprojekte

Zum Organisationswandel in der Wissenschaft

Projekte sind in der heutigen Wissenschaft allgegenwärtig. Von Projekten wird erwartet, dass sie die Forschung zugleich kontrollierbarer und flexibler machen. Halten sie diese Versprechen?

Diese Studie untersucht Funktionen und Folgen des Projekts als Organisationsform in Universitäten und Forschungsinstituten und fragt, inwiefern Forschungsprojekte die moderne Wissenschaft verändern. Darüber hinaus wird ein begrifflicher Rahmen entwickelt, um das Verhältnis zwischen Organisationen der Wissenschaft und wissenschaftlicher Wahrheit systemtheoretisch denken zu können.

39,80 € *

2009-05-27, 452 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1097-0

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Cristina Besio

Cristina Besio, Technische Universität Berlin, Deutschland

... mit Christina Besio

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil mein Buch die Frage der Organisation der Wissenschaft ins Zentrum rückt und zeigt, dass Organisation für die heutige Wissenschaft zwar unabdingbar ist, aus dem Versuch, eine offene Tätigkeit wie die Forschung zu organisieren, aber unvermeidlich Paradoxe entstehen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Projekte erobern stillschweigend die meisten Forschungsfelder, ihre Folgen für die Wissenschaft bleiben aber unterbelichtet. Ich zeige, welche Typologien von Forschungsvorhaben leicht in Projekte verwandelbar sind, und deswegen von dieser Form begünstigt werden, und welche dagegen nur mit Kunstgriffen projektierbar gemacht werden können und deswegen benachteiligt werden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Projekte sind in allen möglichen Gesellschaftsbereichen zu finden. Projekte sind deshalb beliebt, weil sie zugleich Kontrolle und Flexibilität versprechen. Am Fall der Wissenschaft zeigt meine Analyse, dass gerade diese Erwartungen hauptsächlich rhetorische Funktionen haben und nicht eingelöst werden. Nichtsdestotrotz haben Projekte charakteristische Folgen für die Wissensproduktion.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Fragen der Wechselwirkung zwischen Organisations-, Interaktions- und Wissenschaftsdynamiken würde ich mit Wissenschaftssoziologen und insbesondere mit Systemtheoretikern diskutieren. Zudem fände ich es interessant, mit Innovationsforschern aus der Soziologie und aus der Managementlehre über alternative Formen der Organisation von kreativen bzw. innovativen Tätigkeiten zu reden.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Mein Buch untersucht, welche Funktionen Projekte erfüllen und welche Risiken sie bergen, wenn sie als Form der Organisation der Wissenschaft angewandt werden.

»Besios Leistung besteht darin, einen begrifflichen Rahmen zu entwickeln, welcher die Rolle von Organisationen in Forschungsprozessen sowie die Verortung der Projektstruktur in der Organisation systematisch möglich macht.«
Insa Pruisken, Soziologische Revue, 35 (2012)
»Festzuhalten bleibt, dass es Christina Besio mit ihrer Studie überzeugend gelungen ist, zu zeigen, wie Projekte funktionieren, welche Funktion sie erfüllen, aber auch, dass die einseitige Fokussierung auf Projekte in kaum einem Bereich die langfristig optimale Variante sein dürfte.«
Torsten Kahlert, H-Soz-u-Kult, 27.05.2011
Autor_in(nen)
Cristina Besio
Buchtitel
Forschungsprojekte Zum Organisationswandel in der Wissenschaft
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
452
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1097-0
Warengruppe
1724
BIC-Code
PDR KJU
BISAC-Code
SCI075000 BUS085000 SOC026000
THEMA-Code
PDR KJU
Erscheinungsdatum
2009-05-27
Auflage
1
Themen
Wissenschaft
Adressaten
Soziologie, Science Studies, Management
Schlagworte
Projekt, Organisation der Forschung, Wissensproduktion, Forschungsfinanzierung, Wissenschaftsmanagement, Systemtheorie, Wissenschaft, Wissenschaftssoziologie, Organisationssoziologie, Soziologie

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