Gefährliche Körper an gefährlichen Orten

Eine Studie zum Verhältnis von Körper, Raum und Marginalisierung

Wie werden Körper gefährlich? Dieser Frage liegt die These zugrunde, dass soziale Prozesse der In- und Exklusion, der Normalisierung und Marginalisierung von Menschen und Gruppen immer auch eine körperliche Dimension haben.

Das Buch verknüpft erstmals die für die Soziologie seit längerem virulente Frage nach der Bedeutung des Körperlichen mit Theorien zu sozialer Ungleichheit, zu Stadt und Raum sowie zur Sicherheitsgesellschaft und illustriert diese auch empirisch an einem innerstädtischen »gefährlichen Ort«. Auf diesem Wege wird eine Öffnung der körperlichen Dimension des Sozialen für eine kritische Gesellschaftstheorie erreicht.

27,80 € *

2009-04-27, 270 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1115-1

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Imke Schmincke

Imke Schmincke, Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschland

... mit Imke Schmincke

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil die Welt auch Bücher braucht, die Fragen stellen, Probleme reflektieren und letztlich die Welt nicht nur spiegeln, sondern auch verändern wollen. In diesem Sinn soll die im Buch erarbeitete Perspektive auf die Dimension des Körperlichen in der Herstellung und Reproduktion sozialer Ungleichheit die Sicht auf die Welt erweitern helfen. Gefährliche Orte und Körper werden ›gesellschaftlich gemacht‹.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch zeigt einen Weg auf zu verstehen, wie gesellschaftliche Prozesse der Normalisierung und Marginalisierung durch menschliche Körper hindurch wirken. Es macht deutlich, dass Räume, zumal öffentliche, immer stärker von Aspekten der Sicherheit und Kontrolle bestimmt sind und dass sich soziale Ordnungsmuster an Körpermustern und körperlichen Bewegungen festmachen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Zum einen ist das Buch als Beitrag zu aktuellen Diskussionen um Kontrolle von Raum, wie beispielsweise in der Videoüberwachung von Räumen, der Privatisierung und Reglementierung von Räumen zu sehen. Hier zeigt es, wie sich Formen der Herrschaft verschieben und welche Relevanz den menschlichen Körpern dabei zukommt. Zum anderen versucht es, eine mikrosoziologische Perspektive auf menschliche Körper und Bewegungen mit makrosoziologischen Fragen nach Herrschaft und Ungleichheit zu verbinden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit dem französischen Soziologen Loic Wacquant, weil er ähnliche Themen, ähnliche theoretische Zugänge verfolgt, aber etwas andere Forschungsfelder bearbeitet. Weil seinen Arbeiten eine politische Dimension, eine Parteilichkeit und Richtung haben.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch stellt in kritischer Absicht eine körpersoziologische Perspektive auf Phänomene sozialer Ungleichheit vor.

»Imke Schmincke gelingt es in ihrer durchweg verständlich geschriebenen Studie zum Verhältnis von Körper, Raum und Marginalisierung sehr stichhaltig, die Bedeutung des Körperlichen für die soziale Ungleichheitsforschung herauszuarbeiten [...].«
Zara Simone Pfeiffer, www.querelles-net.de, 10.11.2009
Besprochen in:

Zeitschrift für Rechtssoziologie, 30/2 (2009), Rüdiger Lautmann
Autor_in(nen)
Imke Schmincke
Buchtitel
Gefährliche Körper an gefährlichen Orten Eine Studie zum Verhältnis von Körper, Raum und Marginalisierung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
270
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1115-1
DOI
10.14361/9783839411155
Warengruppe
1729
BIC-Code
JHB JKV JFFM
BISAC-Code
SOC022000 SOC004000 SOC050000
THEMA-Code
JHB JKV JBFQ
Erscheinungsdatum
2009-04-27
Auflage
1
Themen
Sozialität, Körper, Soziale Ungleichheit, Stadt
Adressaten
Soziologie, Kriminologie, Kulturwissenschaften, Geographie, Politikwissenschaft
Schlagworte
Körper, Raum, Soziale Ungleichheit, Kontrolle, Stadt, Sozialität, Kriminalsoziologie, Urban Studies, Soziologie

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