Schwärme – Kollektive ohne Zentrum

Eine Wissensgeschichte zwischen Leben und Information

Schwärme haben Konjunktur. Ihr Versprechen liegt in einer Organisation, die eine radikale Alternative zu den traditionellen Formen des Politischen, des Denkens und Rechnens darstellt. Sie sind Modelle alternativer Steuerungslogiken. Als Kollektive ohne Zentrum sind sie freier, kreativer und effizienter – aber auch bedrohlich und unkontrollierbar.

Der Band liefert Elemente einer Wissensgeschichte des Schwarms – von der Ameisenforschung bis zur Computersimulation. Die Beiträge fragen nach der Epistemologie des Schwarms zwischen Leben und digitaler Technik und zeichnen die Geschichte der Übertragungen zwischen Tier-Kollektiven und Menschen-Gemeinschaften.

28,80 € *

2009-08-27, 278 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1133-5

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Eva Horn

Eva Horn, Universität Wien, Österreich

Lucas Marco Gisi

Lucas Marco Gisi, Universität Basel und Robert-Walser-Archiv Bern, Schweiz

... mit Eva Horn

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Reden nicht gerade alle von der ›Schwarm-Intelligenz‹ kollektiver Dynamiken? Schwärme lassen diese Dynamiken besser verstehen, gerade auch in ihrer unkontrollierten Eigendynamik. Die Finanzkrise hat es ja gerade gezeigt. In der Jungen Welt wird unser Blick auf den Schwarm schon als neues soziales Paradigma gesehen: ›Schwarmbildung statt Marxschulung‹.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Wir liefern eine radikal interdisziplinäre Diskursgeschichte. Wir möchten verstehen, was die interne Logik des Schwarms jenseits von Fischen, Vögeln, Menschen oder Bits ist. Es ist eine Epistemologie des Schwarm-Verhaltens und eine Geschichte des Wissens vom Schwärmen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Diese Debatten sind entweder sehr spezialisiert oder ergehen sich in einer bloß metaphorischen Rede vom Schwarm. Die Beiträge des Bandes liefern da eine begriffliche Klärung, zeigen aber auch die lange Tradition eines Denkens über ›Kollektive ohne Zentrum‹.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Leonhard Euler, Tom Ray, Karl von Frisch, Stuart Kauffman, Gabriel Tarde und Uma Thurman, die gerade die Rechte an Schätzings ›Der Schwarm‹ gekauft hat.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Schwärme sind ein Modell, um Prozesse des Sozialen und des Lebens genauer zu verstehen.

»Zusammenfassend ist [...] hervorzuheben, dass hier ein hochinteressantes Thema aus einer methodisch fruchtbaren Perspektive heraus bearbeitet wird. Die Konzeption des Bandes ergibt sich überzeugend aus dem methodischen Ansatz. Dessen Umsetzung gelingt am besten in den Darstellungen der Diskursgeschichte mit ihren politischen, kulturellen und normativen Implikationen.«
Stephan M. Fischer, H-Soz-u-Kult, 13.07.2010
»Man legt das Buch mit einem klaren Blick auf einen diffusen Gegenstand aus der Hand.«
Thomas Thiel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.01.2010
Besprochen in:

http://blogs.tageswoche.ch
Springerin, 2 (2010), Gislind Nabakowski
Communication Booknotes Quarterly (CBQ), 41/3 (2010), Wolfgang Ratzek
Autor_in(nen)
Eva Horn / Lucas Marco Gisi (Hg.)
Buchtitel
Schwärme – Kollektive ohne Zentrum Eine Wissensgeschichte zwischen Leben und Information
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
278
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-1133-5
DOI
Warengruppe
1559
BIC-Code
HBTB JFC
BISAC-Code
HIS054000 SOC022000
THEMA-Code
NHTB JBCC
Erscheinungsdatum
2009-08-27
Auflage
1
Themen
Kultur, Sozialität, Tier
Adressaten
Literaturwissenschaft, Wissenschaftsgeschichte, Computerwissenschaften, Kulturwissenschaften, Soziologie
Schlagworte
Literatur, Wissenschaftsgeschichte, Soziale Insekten, Computersimulation, Steuerung, Kreativität, Kultur, Sozialität, Tier, Kulturgeschichte, Kulturtheorie, Ökologie, Soziologische Theorie, Kulturwissenschaft

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