Inszenierung und Ereignis

Beiträge zur Theorie und Praxis der Szenografie

Dieser Band versammelt Beiträge zur Szenografie und Kultur des Ereignisses. Angesichts zunehmender Ausdifferenzierung von Techniken und Medien stellen sie übergreifend die Frage, ob dem Verlust leiblich-sinnlicher Erfahrung mit szenografischen Praktiken und Projekten entgegengewirkt werden kann und wie sich eine Bewusstwerdung dieser Arbeit auswirkt. Die Themen kreisen dabei um Inszenierungspraktiken und entsprechend gestalterische Leistungen in Design und Kunst, Wissenschaft und Alltag. Das Buch richtet sich an Leser mit praktisch-kreativen wie theoretischen Interessen.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 6
  3. Szenografie & Szenologie

    Seiten 7 - 8
  4. Einführung

    Seiten 9 - 44
  5. Die Geburt der Szene aus dem Geiste der Musik. Ein Beitrag zur Theorie der Szenografie am Beispiel von Richard Wagners Vorspiel zum Rheingold

    Seiten 45 - 60
  6. Versteckspiel. Ecksteine einer Genealogie der Szenifikation

    Seiten 61 - 104
  7. Der Raum, der Dir einwohnt. Zu existentiellen Klang- und Bildräumen

    Seiten 105 - 134
  8. Der Gegen-Raum/die Heterotopie und der virtuell-mobile/ szenographische Raum. Überlegungen zu Michel Foucault und den "Répons" und dem "Dialogue de l'ombre double" von Pierre Boulez

    Seiten 135 - 156
  9. Das Ephemere. (Wolken, Dünste, Nebel)

    Seiten 157 - 170
  10. Öffentlicher Raum als theatraler Raum. Praktiken des Gehens und Strategien der Stadtnutzung

    Seiten 171 - 188
  11. Die Inszenierung von Vertrauen. Zur Theatralität des Geldes

    Seiten 189 - 206
  12. Ereignis, Inszenierung, Effekt. Bausteine der Szenologik

    Seiten 207 - 268
  13. Strategien und Figuren der Szenografie bei Eames und Tati

    Seiten 269 - 300
  14. MetaSzenografie. ,The Paradise Institute' von Janet Cardiff & George Bures Miller als inszenatorischer Hyperraum der post-ästhetizistischen Szenografie

    Seiten 301 - 314
  15. Erweiterter Raum. Inframediale Osmosen zwischen Künstler und Betrachter nach Marcel Duchamp

    Seiten 315 - 328
  16. Die Exstase der Theorie. Theoretische Konstruktionen und gestalterische Entscheidungen

    Seiten 329 - 348
  17. Raum und Natur im Design von Hassan Fathy

    Seiten 349 - 370
  18. Szenografie. Obszenografie Über die Gratwanderung der offenen Künste - Eine szenische Lesung

    Seiten 371 - 402
  19. DIE AUTOREN

    Seiten 403 - 406
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29,80 € *

2009-05-27, 406 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1152-6

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Ralf Bohn

Ralf Bohn FH Dortmund, Deutschland

Heiner Wilharm

Heiner Wilharm, Fachhochschule Dortmund, Deutschland

... mit Ralf Bohn

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

In dem sich rasch professionalisierenden und von klassischen Inszenierungsberufen (Theater, Museum, Design) ausgehenden Praxisfeld der Szenografie gibt es – im deutschsprachigen Raum – erst seit einiger Zeit geregelte studentische Ausbildungsgänge. Die Reihe »Szenografie & Szenologie« versteht sich als Anschubhilfe für eine auch theoretisch fundierte Richtungsbestimmung des Ausbildungs- und Berufsfeldes. Dieser erste, übergreifende Band unter dem Titel »Inszenierung und Ereignis« bietet eine Orientierung im Bereich Theorie und Praxis der Szenografie.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der Reiz des Bandes liegt in seiner umfassenden Darstellung. Künstlerische, handwerkliche und wissenschaftliche Fragestellungen werden von den Autoren aus unterschiedlichen Perspektiven erörtert. Das reicht vom Begründungsversuch einer ›Szenologie‹ aus anthropologischer Sicht bis zum Protokoll eines konkreten Projekts anlässlich eines Kulturhauptstadt-Events, von der Oper bis zu Fragen der Stadtentwicklung. Von der wissenschaftshistorischen Betrachtung bis zur künstlerischen Performance zeigt sich, was Szenografie heute leistet.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Design muss darum bemüht sein, die unterschiedlichsten Medien integrativ zu behandeln. Es geht nicht mehr darum, ein Plakat oder ein Bild aufzuhängen, sondern darum, eine komplexe Raum-Zeit-Situation als Ereignis zu produzieren und zwischen Akteur und Beobachter einen Dialog zu entfalten, d.h. die Dramaturgie des Alltagslebens in den vielfältigen Medienbrüchen und Kontexten zu koordinieren. Statt an medialer Spezifik ist die Szenologie an der Untersuchung ›atmender‹ Integrations- und Auflösungsvorgänge von szenischen Verdichtungen interessiert.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Zunächst mal mit allen, die über den Tellerrand handwerklicher – heute computerisierter – Gestaltung hinaussehen. Also allen, die offen sind für die Frage nach der gesellschaftlichen Relevanz ihrer Arbeit in einer Wissens- und Mediengesellschaft und nach der ›Rückeroberung‹ körperlich-sinnlicher Beziehungen. Solche – früher hätte man gesagt: verantwortungsvollen, d.h. politisierten – Personen gibt es im philosophischen, künstlerischen, wissenschaftlichen Bereich, aber auch in der praxisnahen ästhetischen Arbeit, übrigens auch außerhalb des Hochschulbereichs.

Autor_in(nen)
Ralf Bohn / Heiner Wilharm (Hg.)
Buchtitel
Inszenierung und Ereignis Beiträge zur Theorie und Praxis der Szenografie
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
406
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-1152-6
DOI
Warengruppe
1585
BIC-Code
AK AN ABA
BISAC-Code
DES008000 PER011020 ART009000
THEMA-Code
AK ATD ABA
Erscheinungsdatum
2009-05-27
Auflage
1
Themen
Museum, Theater, Wissenschaft, Design, Kunst
Adressaten
Szenografie, Design, Architektur, Theaterwissenschaft, Medienwissenschaft, Wissenschaftstheorie
Schlagworte
Szenografie, Grafik, Bühne, Theater, Film, Raum, Ereignis, Intermedialität, Design, Gestaltung, Kunst, Theaterwissenschaft, Kunsttheorie, Wissenschaftssoziologie

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