Inszenierung und Ereignis

Beiträge zur Theorie und Praxis der Szenografie

Dieser Band versammelt Beiträge zur Szenografie und Kultur des Ereignisses. Angesichts zunehmender Ausdifferenzierung von Techniken und Medien stellen sie übergreifend die Frage, ob dem Verlust leiblich-sinnlicher Erfahrung mit szenografischen Praktiken und Projekten entgegengewirkt werden kann und wie sich eine Bewusstwerdung dieser Arbeit auswirkt. Die Themen kreisen dabei um Inszenierungspraktiken und entsprechend gestalterische Leistungen in Design und Kunst, Wissenschaft und Alltag. Das Buch richtet sich an Leser mit praktisch-kreativen wie theoretischen Interessen.

29,80 € *

2009-05-27, 406 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1152-6

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Ralf Bohn

Ralf Bohn FH Dortmund, Deutschland

Heiner Wilharm

Heiner Wilharm, Fachhochschule Dortmund, Deutschland

... mit Ralf Bohn

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

In dem sich rasch professionalisierenden und von klassischen Inszenierungsberufen (Theater, Museum, Design) ausgehenden Praxisfeld der Szenografie gibt es – im deutschsprachigen Raum – erst seit einiger Zeit geregelte studentische Ausbildungsgänge. Die Reihe »Szenografie & Szenologie« versteht sich als Anschubhilfe für eine auch theoretisch fundierte Richtungsbestimmung des Ausbildungs- und Berufsfeldes. Dieser erste, übergreifende Band unter dem Titel »Inszenierung und Ereignis« bietet eine Orientierung im Bereich Theorie und Praxis der Szenografie.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der Reiz des Bandes liegt in seiner umfassenden Darstellung. Künstlerische, handwerkliche und wissenschaftliche Fragestellungen werden von den Autoren aus unterschiedlichen Perspektiven erörtert. Das reicht vom Begründungsversuch einer ›Szenologie‹ aus anthropologischer Sicht bis zum Protokoll eines konkreten Projekts anlässlich eines Kulturhauptstadt-Events, von der Oper bis zu Fragen der Stadtentwicklung. Von der wissenschaftshistorischen Betrachtung bis zur künstlerischen Performance zeigt sich, was Szenografie heute leistet.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Design muss darum bemüht sein, die unterschiedlichsten Medien integrativ zu behandeln. Es geht nicht mehr darum, ein Plakat oder ein Bild aufzuhängen, sondern darum, eine komplexe Raum-Zeit-Situation als Ereignis zu produzieren und zwischen Akteur und Beobachter einen Dialog zu entfalten, d.h. die Dramaturgie des Alltagslebens in den vielfältigen Medienbrüchen und Kontexten zu koordinieren. Statt an medialer Spezifik ist die Szenologie an der Untersuchung ›atmender‹ Integrations- und Auflösungsvorgänge von szenischen Verdichtungen interessiert.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Zunächst mal mit allen, die über den Tellerrand handwerklicher – heute computerisierter – Gestaltung hinaussehen. Also allen, die offen sind für die Frage nach der gesellschaftlichen Relevanz ihrer Arbeit in einer Wissens- und Mediengesellschaft und nach der ›Rückeroberung‹ körperlich-sinnlicher Beziehungen. Solche – früher hätte man gesagt: verantwortungsvollen, d.h. politisierten – Personen gibt es im philosophischen, künstlerischen, wissenschaftlichen Bereich, aber auch in der praxisnahen ästhetischen Arbeit, übrigens auch außerhalb des Hochschulbereichs.

Autor_in(nen)
Ralf Bohn / Heiner Wilharm (Hg.)
Buchtitel
Inszenierung und Ereignis Beiträge zur Theorie und Praxis der Szenografie
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
406
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-1152-6
DOI
10.14361/9783839411520
Warengruppe
1585
BIC-Code
AK AN ABA
BISAC-Code
DES008000 PER011020 ART009000
THEMA-Code
AK ATD ABA
Erscheinungsdatum
2009-05-27
Auflage
1
Themen
Museum, Theater, Wissenschaft, Kunst, Design
Adressaten
Szenografie, Design, Architektur, Theaterwissenschaft, Medienwissenschaft, Wissenschaftstheorie
Schlagworte
Szenografie, Grafik, Bühne, Theater, Film, Raum, Ereignis, Intermedialität, Design, Gestaltung, Kunst, Theaterwissenschaft, Kunsttheorie, Wissenschaftssoziologie

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