Der kollektive Prozess des Theaters

Chorkörper – Probengemeinschaften – theatrale Kreativität

Dass das Theater eine soziale Kunstform ist, die nur zusammen mit anderen praktiziert und realisiert werden kann und bei der Theatermacher und -zuschauer in unterschiedlichen Funktionen beteiligt sind, scheint auf Anhieb evident.

Die Bestimmung des Theaters als kollektiver künstlerischer Prozess verschiebt freilich die Wahrnehmungsperspektiven. In den Fokus geraten die Herstellungs- und Rezeptionsvorgänge vor, während und nach der Aufführung: die Interaktionen der Probe, der Theaterorganisation, der Gruppen- und Ensemblebildung, deren kollektive Kreativität – aber auch die Formsemantiken, die dem kollektiven Prozess einen speziellen theatralen Ausdruck geben: der szenische Chor.

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2009-10-27, 252 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1208-0

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Hajo Kurzenberger

Hajo Kurzenberger, Universität Hildesheim, Deutschland

... mit Hajo Kurzenberger

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil die Theaterwelt Bücher braucht, die theaterpraktische Erfahrung und theaterwissenschaftliche Kompetenz verbinden; weil über den Zusammenhang und die Wechselwirkung von Theaterpraxis und Theatertheorie bisher zu wenig nachgedacht wurde; weil der interaktive

kollektive Prozess des Theaters das mediale Zentrum dieser Kunstform ist.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Probenprozesse, Probengemeinschaften und die kollektive Kreativität des Theaters stehen bis heute nicht auf dem Forschungsprogramm der Theaterwissenschaft. Was für Theaterpraktiker Zentrum ihrer Arbeit ist, sollte auch die theaterwissenschaftliche Forschung interessieren. Denn der Probenprozess bestimmt die Ästhetik einer Inszenierung, er strukturiert die szenische Vorgabe, die das Aufführungsereignis zwischen Darstellern und Zuschauern erst möglich macht.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die aktuelle Forschungsdebatte über die in »Der kollektive Prozess des Theaters« verhandelten Fragen hat eben erst begonnen. Sie wird nicht nur im Forschungsfeld einer Praktischen Theaterwissenschaft eine zunehmend wichtigere Rolle spielen, wie die Tagung ›chaos und konzept: poetiken des probierens im theater‹ an der Universität Hildesheim vor Kurzem gezeigt hat. Theaterpraktiker und Theaterwissenschaftler diskutierten hier mit Gewinn für beide Seiten unterschiedliche Verfahren der Theater- und Probenarbeit, die den szenischen Prozess und seine Ergebnisse in ihrer jeweiligen Besonderheit prägen. Sichtbar wurden dabei auch neue methodische Ansätze, dem Probegeschehen wissenschaftlich beizukommen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Am liebsten mit den Theatermachern Peter Stein und Christoph Schlingensief, Jossi Wieler und Sebastian Nübling, mit den Theaterwissenschaftler/-innen Erika Fischer-Lichte und Hans-Thies Lehmann, Annemarie Matzke und Jens Roselt.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Theater ist die soziale Kunstform par excellence, im Herstellungsprozess des Theatermachens, in der Wechselwirkung zwischen Bühne und Publikum.

»Partizipation der Bürger am Theater ist derzeit in aller Munde. Und nicht erst durch Volker Lösch spielt auch der Theaterchor im Schauspiel eine zentrale Rolle. Die enge Verbindung beider Phänomene historisch wie inhaltlich an der sozialen Kunstform Theater zu zeigen, ist ein Verdienst dieses Buches, das Aufsätze des Autors zum umfassenden Themenfeld versammelt.«
Detlev Baur, Die Deutsche Bühne, 9 (2010)
Besprochen in:

Schultheater, 1 (2010), Agnes Manier
Autor_in(nen)
Hajo Kurzenberger
Buchtitel
Der kollektive Prozess des Theaters Chorkörper – Probengemeinschaften – theatrale Kreativität
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
252
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-1208-0
DOI
10.14361/9783839412084
Warengruppe
1586
BIC-Code
AN JFC
BISAC-Code
PER011020 SOC022000
THEMA-Code
ATD JBCC
Erscheinungsdatum
2009-10-27
Auflage
1
Themen
Theater, Kunst
Adressaten
Theater- und Medienwissenschaft, Kulturwissenschaft, Sozialwissenschaften
Schlagworte
Probenprozesse, Kollektive Kreativität, Theaterkollektive, Szenischer Chor, Theater, Kunst, Theaterwissenschaft, Kultursoziologie, Kulturwissenschaft

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