Emotionen in Geschlechterverhältnissen

Affektregulierung und Gefühlsinszenierung im historischen Wandel

Emotionen und Geschlecht sind reziprok codiert – ein Zusammenhang, den dieser interdisziplinäre Sammelband aus einer kulturwissenschaftlichen Perspektive reflektiert. Die Beiträge diskutieren, ob und wie die geschlechtliche Zuschreibung von Gefühlen im historischen Prozess und bis in die Gegenwart Verschiebungen erlebt hat und wie diese mit privaten und öffentlichen Sphären interagieren. Außerdem wird gefragt, wo Umbrüche zwischen verschiedenen Gefühlscodes anzusetzen sind und ob der gesellschaftliche Wandel neue Formen des Gefühlsausdrucks verlangt.

20,80 € *

2009-10-27, 184 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1210-3

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Sabine Flick

Sabine Flick, Goethe Universität & Institut für Sozialforschung Frankfurt, Deutschland

Annabelle Hornung

Annabelle Hornung, Goethe-Universität Frankfurt a.M., Deutschland

... mit Sabine Flick und Annabelle Hornung

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Das Buch versammelt auf besondere Weise die Diskussionen, die die Geschlechterforschung angesichts der Emotionsthematik als Phänomen an der vermeintlichen Schnittstelle von Natur und Kultur, von Körper und Geist abbildet. Seine Stärke liegt vor allem darin, keine alten Thesen zu wiederholen oder Dogmen als Erklärungsversuche vorzuschlagen. Es bildet vielmehr auf dynamische Weise ein work in progress und eine Diskussionsgrundlage in der Debatte um die Verkettung von Geschlecht und Gefühl ab.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die gegenwärtige Emotionsforschung bezieht sich derzeit nicht selten auf Erkenntnisse der Neurowissenschaften und reifiziert in diesem Kontext Gechlechterstereotype eher als sie kritisch zu hinterfragen. Das Buch möchte hingegen mittels historischer und gesellschafttheoretischer Analysen einen Blick auf Gefühle und Geschlecht in ihren verschiedenen Erscheinungsformen richten und somit einen Beitrag zu einer gendersensiblen Emotionsforschung leisten.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Emotionen sind von jeher ein Thema der Geschlechterforschung und gerade in der heutigen Zeit, in der der Naturwissenschaft so viel Bedeutung zugemessen wird, muss in aktuellen Forschungsdebatten auf deren Konstruiertheit hingewiesen werden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Niklas Luhmann, Judith Butler, Norbert Elias, Roland Barthes, Michel Foucault, Eva Illouz.

5. Ihr Buch in einem Satz:

›Pure Vernunft darf niemals siegen ...‹

»Der von Annabelle Hornung und Sabine Flick herausgegebene Sammelband bietet einen gelungenen Einblick in aktuelle Forschungsperspektiven auf die geschlechtliche Konstruktion von Emotionen und die kulturelle Regulierung von Affekten. Mein emotionaler Leseeindruck: sehr interessant!«
Prof. Dr. Melanie Plößer, www.socialnet.de, 03.03.2010
Autor_in(nen)
Sabine Flick / Annabelle Hornung (Hg.)
Buchtitel
Emotionen in Geschlechterverhältnissen Affektregulierung und Gefühlsinszenierung im historischen Wandel
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
184
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1210-3
DOI
10.14361/9783839412107
Warengruppe
1726
BIC-Code
JFSJ
BISAC-Code
SOC032000
THEMA-Code
JBSF
Erscheinungsdatum
2009-10-27
Auflage
1
Themen
Geschlecht
Adressaten
Geschlechterforschung, Kulturwissenschaft, Soziologie, Literaturwissenschaft, Philosophie
Schlagworte
Emotion, Gender, Codierung, Ausdruck, Affekt, Gefühlsinszenierung, Selbstsorge, Emotionsarbeit, Gender Studies, Geschlechtergeschichte, Kulturwissenschaft

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