Sakrales Sehen

Strategien der Sakralisierung im Kino der Jahrtausendwende

Dieser Band bringt Theologie und Kulturwissenschaft in einen ebenso spannungsreichen wie fruchtbaren Dialog, der im Begriff der Sakralisierung konvergiert. Indem klassische phänomenologische Ansätze zum Heiligen diskursiv gefasst werden, wird deutlich, wie sehr Diskurse über das Erleben einer numinosen Macht im populären Film um die Jahrtausendwende ein (wenn nicht ihr) wirkmächtiges Residuum gefunden haben.

Neben einer kulturtheoretisch komplexen Begriffsbildung bietet »Sakrales Sehen« interdisziplinäre und innovative Einsichten in die Aneignungsprozesse religiöser Symbolsysteme in Filmen wie »The Matrix«, »Harry Potter«, »Stigmata« und »William Shakespeare's Romeo+Juliet«.

29,80 € *

2009-08-27, 320 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1230-1

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Nadine Christina Böhm

Nadine Christina Böhm, Universität Erlangen-Nürnberg, Deutschland

... mit Nadine Christina Böhm

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Mein Buch bringt erstmals die Fächer Theologie/Religionswissenschaften und anglistische Kulturwissenschaft auf theoretisch reflektiertem Niveau zusammen und bündelt die Ergebnisse in innovativen Lektüren populärer Filme. Diese Lektüren zeigen in teils kritischer, teils witziger, aber stets in kulturreflexiver Manier auf, wie Sakralisierungsstrategien auf politisch nicht ganz unschuldige Weise unsere Sehgewohnheiten prägen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Anstatt schlicht religiöse Motive im Film wiederzufinden oder die Verwendung von Religion in per se nicht religiösen Diskursen zu kritisieren, illustriert »Sakrales Sehen« auf neuartige Weise die intrikaten Interdependenzen von Religion und Film. Ich analysiere z.B., wie Allgemeinwissen zu Religionen gewieft rekontextualisiert wird, um bestimmte ideologische Positionen zu legitimieren. Die Rolle der Religion im populären Film kann als Lackmustest für soziokulturelle Veränderungen gesehen werden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Mein Thema ist eines, das in den letzten Jahren massiv an Sichtbarkeit gewonnen hat, was an Begriffen wie z.B. ›the religious turn‹ ablesbar ist. Jedoch ist noch ungeklärt, wie das Zusammenspiel von Film und Religion gewinnbringend zu erforschen sei. Meine Studie gibt eine klare und theoretisch versierte Position zur Verbindung von Film und Religion vor und etabliert mit Sakralisierungsstrategien ein interdisziplinär austariertes Analyseinstrumentarium.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ich hätte meine Arbeit gerne mit Susan Sontag diskutiert. Mich würde interessieren, ob sie meine Einschätzung der politischen Funktion von Sakralisierungen im Film um die Jahrtausendwende teilt. Als Spezialistin für Photographie, Film, Philosophie und als politisch pointierte Intellektuelle wäre sie eine Persönlichkeit, die meine Filmanalysen, die durch Sakralisierung bezeichnete Bildlichkeit und die politisch-gesellschaftliche sowie die kulturelle Relevanz meiner Arbeit kritisch kommentieren könnte.

5. Ihr Buch in einem Satz:

»Sakrales Sehen« zeigt methodisch und theoretisch versiert anhand spannender Lesarten populärer Filme den Mehrwert interdisziplinären Arbeitens.

Autor_in(nen)
Nadine Christina Böhm
Buchtitel
Sakrales Sehen Strategien der Sakralisierung im Kino der Jahrtausendwende
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
320
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1230-1
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD APFA HRA
BISAC-Code
PER004030 REL000000
THEMA-Code
JBCT ATF QRA
Erscheinungsdatum
2009-08-27
Auflage
1
Themen
Religion, Film
Adressaten
Kulturwissenschaften, Film- und Medienwissenschaften, Religionswissenschaften, Theologie
Schlagworte
Film, Das Sakrale, Das Heilige, Religion, Kulturwissenschaft, Religionswissenschaft, Popkultur, Medienwissenschaft

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