Politische Räume

Die diskursive Konstitution eines »geokulturellen Raums« – die Frankophonie

Wie kann die Existenz einer »internationalen Gemeinschaft« und eines »geokulturellen Raumes« konzeptualisiert und analysiert werden? Das Buch geht dieser klassischen Fragestellung der Geographie am Beispiel der Frankophonie nach.

Der Hegemonietheorie von Laclau und Mouffe folgend werden Räume – wie Identitäten – als historisch und kontingent und in diesem Sinne politisch konzipiert. Der Kulturgeograph Georg Glasze untersucht sowohl sprachliche als auch nicht-sprachliche Artikulationen und leistet mit der Verknüpfung von korpuslinguistisch-lexikometrischen und kodierenden Verfahren einen innovativen Beitrag zur Diskursforschung.

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2013-03-19, 272 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1232-5

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Georg Glasze

Georg Glasze, FAU Erlangen-Nürnberg, Deutschland

... mit Georg Glasze

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Mein Buch zeigt Wege auf, vermeintlich gegebene Kulturräume als diskursiv hergestellt zu konzeptualisieren und solche hegemonialen Konstruktionen mit korpuslinguistisch-quantitativen und qualitativ-interpretativen Verfahren der Diskursforschung zu erforschen. Die Fallstudie arbeitet heraus, wie die Idee der Frankophonie als ›geokulturelle Weltregion‹ von ihren Akteuren seit den 1960er Jahren legitimiert und mit der Etablierung entsprechender Organisationen institutionell gefestigt wurde.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Räume werden auf der Basis der Diskurs- und Hegemonietheorie von Laclau und Mouffe sowie Ansätzen der Politischen Geographie als immer historisch und kontingent konzeptualisiert und in diesem Sinne als politisch.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Seit einigen Jahren werden vermehrt Zusammenhänge zwischen ›Kulturen‹ und ›Räumen‹ diskutiert. Dabei werden allerdings vielfach problematische Vorstellungen von gegebenen ›Räumen‹ und gegebenen ›Kulturen‹ reproduziert. Die Sozial- und Kulturgeographie fasst bereits seit den 1970er Jahren Räume als sozial hergestellt. Eine Konzeptualisierung von Räumen als ›politisch‹ radikalisiert diesen Ansatz. In einer post-strukturalistischen Perspektive werden Räume nicht nur als Konsequenz des Sozialen verstanden – vielmehr wird vorgeschlagen, die Konstitution von Räumen als einen wichtigen Baustein für die permanente (Re-)Produktion des Sozialen zu fassen.

4. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch hinterfragt und analysiert am Beispiel der Frankophonie die Etablierung eines ›Kulturraumes‹.

»Glasze [gelingt] ein eindrücklicher Beitrag im wachsenden, aber nach wie vor zumeist auf theoretischer Ebene verbleibenden Feld der Hegemonieforschung, der insbesondere auch für politikwissenschaftliche Fragestellungen wichtige Einsichten liefert.«
Paul Sörensen, Portal für Politikwissenschaft, 04.12.2014
»Das Buch [...] vermag auf eine tiefgründige und verständliche Art, den immer wiederkehrenden Vorbehalten gegenüber diskursanalytischen Studien zu entgegnen und deren Sinnhaftigkeit und Relevanz zu zeigen.«
Stephanie Garling, PERIPHERIE, 11 (2013)
Besprochen in:

Das Argument, 302 (2013)
Autor_in(nen)
Georg Glasze
Buchtitel
Politische Räume Die diskursive Konstitution eines »geokulturellen Raums« – die Frankophonie
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
272
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1232-5
DOI
10.14361/transcript.9783839412329
Warengruppe
1662
BIC-Code
RGC JHB
BISAC-Code
SOC015000 SOC026000
THEMA-Code
RGC JHB
Erscheinungsdatum
2013-03-19
Auflage
1
Themen
Globalisierung, Raum
Adressaten
Humangeographie, Politikwissenschaft, Romanistik, Linguistik
Schlagworte
Humangeographie, Diskurstheorie, Raum, Raumtheorie, Frankophonie, Korpuslinguistik, Globalisierung, Kulturgeographie, Sozialgeographie, Geographie

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