Assimilation

Kontroversen um ein migrationspolitisches Konzept

Der Assimilationsbegriff steht für ein Ensemble migrationssoziologischer Theorien, die sich um den konzeptionellen Kerngedanken der Angleichung von Immigranten gruppieren. Zugleich strukturiert er die politischen Auseinandersetzungen in den westlichen Einwanderungsländern.

Jutta Aumüller zeichnet die theoretischen Konzepte der Assimilation in einer geschichtlichen Perspektive nach und kontrastiert sie mit den politischen Diskursen um Integration und Assimilation von zugewanderten Minderheiten seit der Nationalstaatsbewegung im 19. Jahrhundert.

Ein kenntnisreicher diskursanalytischer Beitrag zur gegenwärtigen Debatte um Einwanderung und Integration.

28,80 € *

2009-06-27, 278 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1236-3

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Jutta Aumüller

Jutta Aumüller, Politikwissenschaftlerin, Deutschland

... mit Jutta Aumüller

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Der Assimilationsbegriff prägt seit fast zwei Jahrhunderten die wissenschaftlichen und politischen Debatten um die Eingliederung von Minderheiten in eine wie auch immer vorgestellte Mehrheitsgesellschaft. In dem Buch geht es darum, die wechselnden ideologischen Implikationen von Assimilation aufzuzeigen. Der Begriff führt heute eine Doppelexistenz – als analytisches Konzept in der Wissenschaft weithin anerkannt, im politischen Diskurs jedoch als ›inkorrekt‹ diskreditiert.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der viel strapazierte Integrationsbegriff wird heute zumeist im Sinne von Assimilation verwendet, wenn man diese im weitesten Sinn als ›Angleichung‹ versteht. Obwohl es im bürgerlichen Lager politisch inopportun ist, von Migrantinnen und Migranten Assimilation einzufordern, sehen sich diese stark mit Erwartungen einer kulturellen Anpassung konfrontiert. Dieser Zustand ist einer modernen Einwanderungsgesellschaft unangemessen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Assimilation ist ein Thema, das quer zu den Forschungsdebatten liegt und in unterschiedlichen historischen Kontexten immer wieder in modifizierter Gestalt auftaucht. Sie ist sozusagen ein Kontinuum in der Wahrnehmung von Personen, die als ›Fremde‹ gelten. Obwohl Integration gegenwärtig auf sehr vielfältigen Politikfeldern stattfindet, bleiben Forderungen einer Assimilation stets latent für die Ausgrenzung von Migrantinnen und Migranten mobilisierbar.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Es waren viele Gespräche mit Politikern, Wissenschaftlern, Menschen mit und ohne Migrationserfahrung, die mich bewogen haben, das Buch zu schreiben. Diskutieren möchte ich das Buch am liebsten mit solchen Personen, die der Auffassung sind, dass gesellschaftliche Probleme durch eine einseitige Anpassung von Zugewanderten ein für alle Male aus der Welt zu schaffen seien.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Forderung nach Anpassung und die Ausgrenzung von zugewanderten Menschen bilden zwei Seiten derselben Medaille.

»Mit dem wissenschaftlichen Beitrag [...] liefert Jutta Aumüller einen wichtigen Baustein zum kontroversen Diskurs um Integrations- und Einwanderungspolitik in der Bundesrepublik Deutschland.«
Jos Schnurer, www.socialnet.de, 13.11.2009
Besprochen in:

www.forum-interkultur.net, 1 (2010), Steffen Kircher
Autor_in(nen)
Jutta Aumüller
Buchtitel
Assimilation Kontroversen um ein migrationspolitisches Konzept
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
278
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1236-3
DOI
10.14361/9783839412367
Warengruppe
1729
BIC-Code
JFFN JHB JFC
BISAC-Code
SOC007000 POL010000 SOC026000 SOC022000
THEMA-Code
JBFH JHB JBCC
Erscheinungsdatum
2009-06-27
Auflage
1
Themen
Politik, Migration
Adressaten
Soziologie, Politikwissenschaft, Migrationsforschung, Kulturwissenschaft
Schlagworte
Migration, Integration, Assimilation, Theorie, Kultur, Politik, Politische Soziologie, Kulturtheorie, Kulturanthropologie, Soziologie

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