Eine andere Welt ist möglich – ohne Antisemitismus?

Antisemitismus und Globalisierungskritik bei Attac

Die Begriffe »links« und »nicht-antisemitisch« sind längst nicht mehr gleichzusetzen. Dies zeigt sich auch in Argumentationen von Teilen des globalisierungskritischen Akteurs Attac. Aber worin bestehen eigentlich die Verknüpfungen zwischen globalisierungskritischer Rhetorik und antisemitischen Narrativen? Und wie verhält sich Attac selbst zu dem Argument antisemitischer Affinitäten?

Holger Knothe geht diesen Fragen nach und analysiert die Positionierungen von Attac zwischen universalistischem Anspruch einerseits sowie Erinnerungsabwehr und stereotypen Wahrnehmungen des Nahostkonfliktes andererseits.

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2009-10-27, 214 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1241-7

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Holger Knothe

Holger Knothe, LMU München, München, Deutschland

... mit Holger Knothe

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Inwiefern die ›Welt‹ dieses Buch im Sinne einer essenziellen Notwendigkeit braucht, sei dahingestellt. Dennoch könnte es für diejenigen von Belang sein, die sich für das Verhältnis von Globalisierungskritik und Antisemitismus sowie die Fallstricke, die sich aus diesem ergeben, interessieren.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der qualitative Wandel antisemitischer Ressentiments nach Formen, Motiven und Akteuren am Beispiel der globalisierungskritischen Bewegung hat bisher noch keine hinreichende Entsprechung in der sozialwissenschaftlichen Analyse gefunden. Letzten Endes geht es auch um die ›andere Welt‹, die laut Attac-Slogan möglich sei, bei deren Konzeption sich die globalisierungskritische Bewegung jedoch in längst überwunden gewähnte Denkmuster verstrickt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Frage nach einem qualitativen Wandel des antisemitischen Ressentiments, wie er sich u.a. am Beispiel des globalisierungskritischen Akteurs Attac zeigt, wird einerseits innerhalb der Forschung mehr oder weniger lebhaft diskutiert und strahlt andererseits auf unterschiedliche Praxisfelder aus. Insofern ist die Bedeutung der Thematik immanent.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die den zwanglosen Zwang des besseren Arguments anerkennen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Über die Schwierigkeiten des globalisierungskritischen Akteurs Attac sich gegenüber der Problematik des Antisemitismus in den eigenen Reihen zu positionieren.

»Das Fazit dieses äußerst lesenswerten Buches macht still und weist auf die Möglichkeit antisemitischer Anschlussfähigkeit eigener Argumentation hin, der man nur durch wache Reflexion begegnen kann. Solange in Bewegungen wie ›Attac‹ dieser Umstand bewusst nicht wahrgenommen wird, legt die Analyse von Holger Knothe die Finger in die Wunden und kann als unwiderlegt gelten.«
Wilhelm Schwendemann, www.socialnet.de, 31.12.2009
Besprochen in:

Sozialismus, 4 (2010), Guido Speckmann
Autor_in(nen)
Holger Knothe
Buchtitel
Eine andere Welt ist möglich – ohne Antisemitismus? Antisemitismus und Globalisierungskritik bei Attac
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
214
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1241-7
DOI
Warengruppe
1721
BIC-Code
JPWF JFSR1
BISAC-Code
POL003000 SOC049000
THEMA-Code
JPWG QRJP
Erscheinungsdatum
2009-10-27
Auflage
1
Themen
Globalisierung, Judentum, Politik
Adressaten
Antisemitismusforschung, Soziologie, Sozialpsychologie
Schlagworte
Antisemitismus, Globalisierungskritik, Soziale Bewegungen, Attac, Globalisierung, Politik, Judentum, Zivilgesellschaft, Jüdische Studien, Politikwissenschaft

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