Mobile Räume

Medien- und diskursgeschichtliche Studien zur Tele-Kommunikation

Entgegen medieneuphorischer oder -kritischer Diskurse, welche die kommunikative Vernetzung als Raumüberwindung bzw. -auflösung begreifen, erweist sich »Raum« als ein Kernproblem der aktuellen Medien- und Kulturwissenschaft.

Der Band schließt an diesen ›Spatial Turn‹ an und arbeitet die Potenziale einer relationalen Raumkonzeption aus, um Raum in seinem wechselseitigen Bezug zum Wandel der Kommunikation zu erfassen. In exemplarischen Studien zu historisch je ›neuen‹ Techniken zeigt er auf, wie sich Kommunikationsgeschichte – von Eisenbahn und Telegraphie bis hin zum Handy – auch als eine Geschichte wiederkehrender räumlicher Umbrüche präsentiert.

31,80 € *

2010-02-27, 364 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1246-2

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Regine Buschauer

Regine Buschauer, Schweiz

... mit Regine Buschauer

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Dass die Neuen Medien den Raum überwinden, dieser heute zum Punkt schrumpfe oder verloren gehe, ist ein derart prominenter Gemeinplatz, dass es vordringlich ist, solche Vorstellungen kritisch zu befragen. Das Buch leistet ebendies, u.a. indem es die Geschichte dieser Vorstellungen zum Thema macht. Tatsächlich prägt ja die Rede vom scheinbar verschwundenen Raum schon die Debatten um das Verkehrswesen im frühen 19. Jahrhundert.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch erschließt Untersuchungsperspektiven einer Geschichte medialen und räumlichen Wandels – über die herkömmliche Trennung von Medien- und Mobilitätsgeschichte hinweg und bis hin zum Neuen einer gegenwärtigen ›ubiquitären‹ Mobilkommunikation.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Raum-Medien-Verhältnis ist ein zentrales Thema medien- und kulturwissenschaftlicher Forschung. Raum hat seine vermeintliche Selbstverständlichkeit verloren, wobei es gerade die telekommunikativen Medien sind, die für das Irritierende gewandelter räumlicher Verhältnisse stehen. Die Medienwissenschaft ist gefordert Ansätze zu entwickeln, um diesen räumlichen Wandel historisch und theoretisch differenziert beschreiben zu können. Diese Arbeit voranzutreiben ist ein wesentliches Anliegen des Buchs.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Nebst einer Reihe von Autorinnen und Autoren aus meiner Disziplin Medienwissenschaft: mit Steve Woolgar, Michel Foucault, Egon Friedell und mit Heinrich Heine.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Anstatt – erneut – das Verschwinden des Raums zu konstatieren ist es ungleich produktiver, der Geschichte solcher Vorstellungen selbst nachzugehen.

»[Die Autorin] plädiert für einen neuen Raumbegriff und fordert eine Veränderung bzw. Anpassung des räumlichen Denkens, um über die Räume, die sich im medialen Dazwischen konstituieren, überhaupt reden zu können. Dass es möglich ist und dass diese Art des Denkens nicht neu – aber umso notwendiger – ist, hat sie in ihrer Studie eindrucksvoll bewiesen.«
Patrick Kruse, MEDIENwissenschaft, 4 (2010)
Besprochen in:

Informationssystem Medienpädagogik (www.ism-info.de), 10 (2010)
M & K, 4 (2010), Joan Kristin Bleicher
m&z, 3 (2011), Christian Schwarzenegger
Transfers, 2 (2012), Monika Dommann
Technikgeschichte, 78/2 (2011), Simone Müller-Pohl
Autor_in(nen)
Regine Buschauer
Buchtitel
Mobile Räume Medien- und diskursgeschichtliche Studien zur Tele-Kommunikation
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
364
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1246-2
DOI
10.14361/9783839412466
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD HBTB
BISAC-Code
SOC052000 HIS054000
THEMA-Code
JBCT NHTB
Erscheinungsdatum
2010-02-27
Auflage
1
Themen
Medien, Raum, Kulturgeschichte
Adressaten
Medienwissenschaft, Kulturwissenschaft, Technikgeschichte, Soziologie
Schlagworte
Raumtheorie, Raum, Medien, Mobilität, Kommunikationsgeschichte, Mobilkommunikation, Kulturgeschichte, Mediengeschichte, Medienwissenschaft

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