Klassische Musik heute

Eine Spurensuche in der Rockmusik

Wie viele Menschen sich heute (noch) für klassische Musik interessieren, ist eine offene und viel diskutierte Frage. Zumindest aus der Sicht prominenter Rockmusiker erscheinen verschiedene ihrer Bereiche sehr lebendig.

Dieses Buch widmet sich daher der Relevanz der klassischen Musik jenseits der üblichen Hörer- und Liebhaberkreise. Zentrale Gegenstände sind die Zusammenarbeit der »Scorpions« mit den Berliner Philharmonikern, Stings Auseinandersetzung mit Prokofiev, Eisler, Bach und Dowland, »Manowars« Wagner-Rezeption, »Metallicas« Kooperation mit dem Filmkomponisten Michael Kamen sowie ein Programm der Education-Abteilung der Berliner Philharmoniker »Zukunft@BPhil« zu Heiner Goebbels' Orchesterwerk »Surrogate Cities«. Neben ausführlichen Darstellungen der Projekte bietet diese Studie exklusive Interviews, u.a. mit Klaus Meine (»Scorpions«), Joey DeMaio (»Manowar«) und Peter Brem (Berliner Philharmoniker).

27,80 € *

2009-07-27, 274 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1249-3

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Mengenrabatt

Weiterempfehlen

Michael Custodis

Michael Custodis, Freie Universität Berlin, Deutschland

... mit Michael Custodis

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Der rote Faden dieses Buches ist das Interesse von Künstlern aus dem Bereich von Rockmusik und Heavy Metal an klassischer Musik. In den jeweiligen Fankreisen stoßen die Resultate dieser Neugier auf sehr großes Interesse. Hinsichtlich ihrer musikhistorischen und gesellschaftlichen Tragweite wurden die Projekte allerdings noch nie wissenschaftlich untersucht, so dass die einzelnen Kapitel viel unbekanntes, neues Material enthalten (einschließlich exklusiven Künstlerinterviews).

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die einzelnen Kapitel eröffnen nicht nur neue Einsichten, wie sich die verschiedenen Künstler mit klassischer Musik auseinandersetzen und auf welche Epochen, Stücke und Stilistiken sie sich dabei beziehen. Im Umkehrschluss setzt sich aus diesen Facetten zugleich ein aktuelles Bild des Stellenwertes und der Bedeutung von klassischer Musik zusammen, worauf wiederum das Heiner Goebbels gewidmete Kapitel näher eingeht.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Wie sich sowohl an der Vielzahl von Rock-Klassik-Crossover-Produktionen in den letzten Jahren, als auch an der Fülle von Education-Projekten im Bereich der klassischen Musik ablesen lässt, genießt das Thema derzeit in Forschungsdebatten, im Feuilleton und in Fan-Blogs branchenübergreifend große Aufmerksamkeit. Da dieses Buch die erste ausführliche musikwissenschaftliche und -soziologische Auseinandersetzung mit diesem Themankomplex ist, kann von einer Einflussnahme auf viele der tangierten relevanten Diskurse ausgegangen werden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die sich für neugierige, grenzüberschreitende Musik interessieren und eine kritische Überprüfung eingefahrener Denkmuster und etablierter Vorurteile nicht scheuen. Denn während alle in diesem Buch versammelten Künstler für sich genommen wenig Berührungspunkte untereinander zu haben scheinen, fügen sie sich vor dem historischen Hintergrund der klassischen Musik zu einem schillernden Gruppenbild zusammen. Daraus erschließt sich, weshalb sich so viele unterschiedliche Publikumsvorlieben unter dem Generalthema ›klassische Musik heute‹ versammeln lassen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Musikalische Realitäten verlaufen mitunter quer zu üblichen Wahrnehmungsschablonen und erfordern keine Anpassung der Hörer, sondern neue methodische Zugangsweisen.

»Die Untersuchung lädt dazu ein, die eigenen Grenzen zu hinterfragen und über den ästhetischen Tellerrand hinaus zu schauen, um festzustellen, dass mit Rockmusik und Klassik keine normative Wertigkeit einhergeht. Gleichzeitig sendet Custodis mit seiner Untersuchung dieser hybriden Phänomene ein Signal an die Musikwissenschaft, konstruierte, überkommene Trennungen endgültig aufzuheben.«
Daniel Kernchen, KULT_online, 23 (2010)
»Das Buch ist keine reine Interpretationsarbeit, sondern wartet vor allem mit reichlich exklusivem Material auf [...].
Überhaupt vermag der Autor, auch durch zahlreiche Transcriptionen, die eigenen Positionen mit umfangreichem, in den Textfluss integriertem Notenmaterial nachvollziehbar zu machen.«
Frédéric Döhl, DIE TONKUNST, 1 (2010)
Besprochen in:

OPERAPOINT, 1 (2010), A. Gerth
Berliner Philharmoniker, 1/2 (2010)
Autor_in(nen)
Michael Custodis
Buchtitel
Klassische Musik heute Eine Spurensuche in der Rockmusik
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
274
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-1249-3
DOI
10.14361/9783839412497
Warengruppe
1591
BIC-Code
AVA AVGP
BISAC-Code
MUS020000
THEMA-Code
AVA AVLP
Erscheinungsdatum
2009-07-27
Auflage
1
Themen
Musik
Adressaten
Musikwissenschaft, Kulturwissenschaft, Theaterwissenschaft, Soziologie
Schlagworte
Klassische Musik, Rockmusik, Heavy Metal, Filmmusik, Manowar, Sting, Scorpions, Metallica, Musik, Popmusik, Musikwissenschaft, Popkultur

Musik zum Buch

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung