Zwischen Leinwand und Bühne

Intermedialität im Drama der Gegenwart und die Vermittlung von Medienkompetenz

Das Gegenwartsdrama gehört zu jenen Textgattungen, die im Deutschunterricht so gut wie keine Beachtung finden – obwohl eine Beschäftigung mit dem Drama der Gegenwart zur allseits geforderten Medienkompetenzvermittlung beitragen könnte.

Christian Steltz stellt sich dieser literaturdidaktischen Aufgabe und arbeitet zugleich die Konkurrenzsituation von Theater und Film, die das Gegenwartsdrama entscheidend prägt, an charakteristischen Beispielen heraus. So werden theatrale Filme (»Dogville«, »Kill Bill«), filmische Theaterstücke (von Düffel, Gieselmann) sowie innovativ-theatrale Texte (Staffels »Werther in New York«, Polleschs »Heidi Hoh arbeitet hier nicht mehr«) aus der Perspektive der Intermedialität diskutiert.

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2010-06-27, 304 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1266-0

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Christian Steltz

Christian Steltz, Universität Regensburg, Deutschland

... mit Christian Steltz

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Ob nun die Krise der Theater, die Rede von der allseits geforderten Medienkompetenz oder das Nachwirken des PISA-Schocks – Antworten auf die Frage nach der Legitimation des Buches, das auf der persönlichen Ebene den Abschluss eines langjährigen Gedankenprozesses darstellt, lassen sich von verschiedenen Richtungen aus markieren.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Vor dem Hintergrund der Intermedialitätstheorie, der im schulischen Kontext ein besonderer Stellenwert zukommt, verlagert die Studie den Blickwinkel auf dramentheoretische Entwicklungen der letzten 100 Jahre. So werden scheinbar gegensätzliche dramatische Phänomene, die bislang vorwiegend isoliert betrachtet wurden – beginnend bei der von Peter Szondi ausgerufenen Krise des Dramas bis hin zum Theater in der Postmoderne (Hans-Thies Lehmann, Gerda Poschmann, Franziska Schößler) – in einen neuartigen argumentativen Zusammenhang gestellt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Erkenntnisinteresse der Studie ist im Spannungsfeld zwischen Dramenforschung, Filmanalyse und Intermedialität angesiedelt und stellt damit eine Hybridform dar. Dramengeschichtliche Entwicklungen werden ebenso zur Darstellung gebracht wie die bildungspolitische Forderung nach einer optimierten Medienkompetenzförderung. Zudem wird die Intertextualitätsdebatte aufgegriffen, die im Zuge der kulturwissenschaftlichen Erweiterung des Textbegriffs in Konkurrenz zur Intermedialitätsforschung gerückt ist.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Die Darstellung versteht sich als Gesprächsangebot für Didaktiker, Lehrer, Film- und Theaterinteressierte. Da die zentralen Überlegungen von der Randstellung des Gegenwartsdramas ihren Ausgang nehmen, richtet sich die Diskussion auch an alle am Status quo und der zukünftigen Entwicklung des Deutschunterrichts beteiligten Personenkreise. Besonders erfreulich ist auch das weiterführende Gespräch mit Filminteressierten, die hoffentlich an den Kapiteln zu Quentin Tarantino und Lars von Trier Freude haben werden.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch versteht die verschiedenen Entwicklungen, die sich in den letzten 100 Jahren auf dem Theater vollzogen haben, als Konsequenzen aus der Konkurrenzsituation zum Film.

Besprochen in:

Die Deutsche Bühne, 10 (2010)
GERMANISTIK, 51/3-4 (2010)
Autor_in(nen)
Christian Steltz
Buchtitel
Zwischen Leinwand und Bühne Intermedialität im Drama der Gegenwart und die Vermittlung von Medienkompetenz
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
304
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1266-0
DOI
Warengruppe
1586
BIC-Code
AN JFD APFA JNA
BISAC-Code
PER011020 PER004030 EDU037000
THEMA-Code
ATD JBCT ATF JNA
Erscheinungsdatum
2010-06-27
Auflage
1
Themen
Theater, Bildung, Film
Adressaten
Literaturwissenschaft, Deutschdidaktik, Theaterwissenschaft, Filmwissenschaft
Schlagworte
Film, Gegenwartsliteratur, Didaktik, Deutschunterricht, Intermedialität, Postdrama, Theater, Bildung, Theaterwissenschaft, Medienpädagogik, Theaterpädagogik

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