Kultur als Transformation

Eine Kulturwissenschaft des Performativen und des Crossover

»Transformation« bezeichnet einen gesellschaftlichen und kulturellen Wandlungstyp von unterschiedlicher Stärke und Radikalität – ein Wandel, der den Betroffenen ein Umdenken bisheriger Orientierungen abnötigt. Das kulturelle Programm, das diese Orientierung formuliert und als mentales Muster in uns abgelegt ist, ist zugleich beharrlich und formbar, stets gefordert, sich neu aufzustellen.

Erstmalig liegt mit diesem Buch eine kulturwissenschaftliche Transformationsforschung vor – nah an den Praktiken und Kompetenzen der Akteure, an den zirkulierenden Energien der kulturellen Felder und im Kontext verzweigter Diskurse.

Thomas Düllo zeigt zudem, wie sich eine anwendungsorientierte und den Cultural Studies verpflichtete Kulturwissenschaft mittels des performativen Transformationsprinzips aufstellen kann.

45,80 € *

2011-03-23, 666 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1279-0

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Thomas Düllo

Thomas Düllo, Universität der Künste Berlin, Deutschland

... mit Thomas Düllo

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil das Prinzip der kulturellen Transformation im gewissen Sinn eine zeitgenössische Universalie darstellt, deren Logik und Funktionieren so noch nicht beschrieben wurde. Die Geltung des Transformationsprinzips kann man studieren in zentralen soziokulturellen Feldern. In Popkultur, Konsumkultur und urbaner Kultur, also dort, wo Latours Wissenschaftsforschung zum Beispiel noch nicht war, aber auch hingehört.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Anders als in der soziologisch-politologischen Transformationsforschung, die so etwas wie die Prüfung einer nachgeholten Modernisierung darstellt, wird hier die Denkfigur einer performativen, nicht-normativen und damit offenen sowie mehrstimmigen Transformationsbewegung entwickelt. Das geschieht sowohl theoretisch als auch mittels konkreter culture analysis. Und das hat Auswirkungen auf die Architektur und das Selbstverständnis der Kulturwissenschaft selbst.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Studie reiht sich ein in ein aktuelles Untersuchungsfeld, das im Sinne einer symmetrischen Anthropologie und Materialitätsforschung Menschen und Objekte/Dinge auf gleicher Augenhöhe agieren sieht. Dabei entsteht etwas Drittes, eine Zwischenwelt, ein Hybrid. Die Austauschbeziehungen zwischen Dingen und Menschen werden als performativer Transformationsprozess und Crossover betrachtet. Dadurch wird die Performativitätsforschung um den Aspekt der Interferenz und der Materialität ergänzt. Ein neues Kapitel für die Cultural Studies.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Lothar Müller, Hartmut Böhme, Franz Liebl, Markus Schroer, Rainald Goetz, Klaus Theweleit, Axel Kufus.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Wie sich Akteure in eine Kultur einmischen, sich neu formieren und die kulturellen Felder sich dabei verschieben – darum geht es, als Programm einer kombinatorischen Kulturwissenschaft.

Besprochen in:

www.AufKurs88.com, 6 (2011)
Das Historisch-Politische Buch, 3/60 (2012), Jürgen Nielsen-Sikora
Autor_in(nen)
Thomas Düllo
Buchtitel
Kultur als Transformation Eine Kulturwissenschaft des Performativen und des Crossover
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
666
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-1279-0
DOI
Warengruppe
1510
BIC-Code
JFC JFCA
BISAC-Code
SOC022000
THEMA-Code
JBCC JBCC1
Erscheinungsdatum
2011-03-23
Auflage
1
Themen
Kultur, Popkultur
Adressaten
Kulturwissenschaft, Cultural Studies, Soziologie, Kommunikationswissenschaft
Schlagworte
Transformation, Wandel, Kompetenz, Performativität, Cultural Studies, Kulturwissenschaft, Kultur, Popkultur, Kulturtheorie

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