Erkenntnis und Kritik

Zeitgenössische Positionen

Gesellschaftliche Aufgabe von Wissenschaft (und ihr Selbstverständnis) ist es, gültige Erkenntnisse – Wahrheit – zu produzieren. Objektive und transparente Methoden und Verfahren produzieren Evidenzen, die in Forschung und Gesellschaft Geltung erlangen. Diesem Verständnis der »Wissenschaftlichkeit« nach wird wahr, was Wissenschaft produziert – die Selbstreflexion bleibt jedoch zurück.

Dieser Band versammelt zeitgenössische Ansätze der Erkenntnis- und Gesellschaftskritik. Die Gegenstände und Zugänge reichen vom Kritikbegriff bei Marx, Adorno und Foucault, den gesellschaftlichen Bedingungen von Erkenntnis, Kritik der Medientheorie, Wissen in Arbeitsprozessen und politischer Praxis bis hin zu bildgebenden Verfahren und dem »Pariser Mai« in Filmen von Godard.

34,80 € *

2009-10-27, 398 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1285-1

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Devi Dumbadze, Philosoph, Deutschland

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Jan Haut, Universität Frankfurt/M., Deutschland

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... mit den Herausgebern

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Die Heterogenität der in diesem Band versammelten Disziplinen, Themen und Zugänge zeigt, dass es einen wissenschaftlichen Bedarf und ein Bedürfnis von Wissenschaftlern gibt, auf die gesellschaftlichen Voraussetzungen ihres Tuns zu reflektieren. Dass Wissenschaft nicht per se Wahrheit liefert und dass Theorien sowie die dahinter stehenden Personen nicht durch bloße Akklamation ›kritische‹ werden, sind Einsichten, die stets aufs Neue erinnert werden müssen und die es auf jeweils aktuelle Forschungsthemen zu beziehen gilt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Einerseits werden aktuelle, im wissenschaftlichen Trend liegende Forschungsfelder wie die Hirnforschung, »Verwissenschaftlichung der Arbeit« oder Medientheorie auf ihre erkenntnistheoretischen Grundlagen hin befragt. Andererseits geht es aber auch darum, ›Klassiker‹ der Erkenntnis- und Gesellschaftskritik neu zu lesen und ggf. zu reformulieren. Neue Perspektiven auf Wissensproduktion, -vermittlung und -verwertung eröffnen auch die unterschiedlichen methodischen Ansätze, darunter filmische oder literarische Zugänge.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Meistens keine, das ist ja das Problem. Im Wissenschaftsbetrieb haben die Fragen nach seinen gesellschaftlichen Grundlagen in der Regel keinen Platz – bestenfalls in der Erkenntnistheorie als philosophischer Spezialdisziplin. Dabei wäre doch gerade heute, da Bildung und Forschung mit höchsten gesellschaftlichen Erwartungen konfrontiert werden, die Frage ›Wie und wozu Wissenschaft?‹ zu stellen, wenn man nicht in Betriebsblindheit versinken will.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Vielleicht mit Adorno und Popper? Zumindest steht ihre Kontroverse für jene Art der Diskussion um Formen und Inhalte von (Sozial-)Wissenschaft, die heute nach wie vor auf der Tagesordnung stünde. Im Grunde sollte der Band jedoch mit allen Kollegen aus der Wissenschaft interessant zu diskutieren sein. Denn er soll zur Frage anregen, wie es mit der eigenen Stellung im Betrieb steht, welches die eigenen Forschungsgrundlagen sind und was mit den selbst erzielten Erkenntnissen geschieht.

5. Ihr Buch in einem Satz:

(Kritische) Wissenschaft ist kein fertiges Programm, sie hat Voraussetzungen und Konsequenzen, die jeden Forschungs- und Anwendungsbereich betreffen.

Buchtitel
Erkenntnis und Kritik Zeitgenössische Positionen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
398
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1285-1
DOI
10.14361/9783839412855
Warengruppe
1722
BIC-Code
JHBA HPS HPK
BISAC-Code
SOC026000 PHI034000 PHI004000
THEMA-Code
JHBA QDTS QDTK
Erscheinungsdatum
2009-10-27
Auflage
1
Themen
Sozialität
Adressaten
Sozialwissenschaften, Philosophie, Kulturwissenschaften, Psychologie
Schlagworte
Erkenntnistheorie, Sozialtheorie, Kritik der Politischen Ökonomie, Medien, Kultur, Arbeit, Sozialität, Soziologische Theorie, Sozialphilosophie, Kritische Theorie, Soziologie

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