Schauspielen heute

Die Bildung des Menschen in den performativen Künsten

Das zeitgenössische Theater zeichnet sich durch eine Vielzahl von Schauspielstilen aus. Der Grenzübertritt zwischen Theater, Performance, Tanz, bildender Kunst und der Arbeit mit neuen Medien scheint alltäglich zu sein. Dieser Band nimmt eine Bestandsaufnahme der aktuellen Tendenzen vor und stellt dabei die schauspielerische Arbeit ins Zentrum der Auseinandersetzung.

Schauspieler_innen – wie beispielsweise Ulrich Matthes, Lars Eidinger, Petra Hartung und Anne Tismer – geben über ihre Erfahrungen Auskunft und treten mit Wissenschaftlern und Kritikern in einen Austausch darüber, was es bedeutet, allabendlich Fiktionen und Phantasmen einen Körper und eine Stimme zu geben. Schauspielen wird so als ein Prozess der permanenten Selbst- und Neuerschaffung vor Publikum begreifbar, der die Ästhetik des Gegenwartstheaters nachhaltig prägt.

25,80 € *

2011-04-29, 268 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1289-9

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Jens Roselt

Jens Roselt, Stiftung Universität Hildesheim, Deutschland

Christel Weiler

Christel Weiler, Freie Universität Berlin, Deutschland

... mit Jens Roselt

1. "Bücher, die die Welt nicht braucht." Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Wenn sich das Theater wandelt, muss sich auch der kritische Blick auf die Bühnen ändern. »Schauspielen heute« nimmt diese Neuausrichtung vor. Das Buch geht von der Vielfalt der Darstellungsweisen und Spielstile im zeitgenössischen Theater aus. Es bietet einen Überblick über das weite Spektrum vom Charakterdarsteller bis zum Performer und leistet zugleich detaillierte Analysen einzelner Schauspielerinnen und Schauspieler.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

»Schauspielen heute« schlägt die Brücke zwischen Theorie und Praxis, indem es die längst fällige Diskussion zwischen Wissenschaft, Ausbildung und Theaterpraxis eröffnet. Dabei werden die unterschiedlichen Ansprüche und Erwartungen an Berufsschauspieler pointiert vorgetragen und diskutiert. Erstmals werden Schauspielerinnen und Schauspieler nicht nur als ästhetische Objekte bewertet, sondern als künstlerisch Handelnde einbezogen. Mit der Berücksichtigung der Arbeitsweisen und der Probenpraxis des Theaters wird methodisches Neuland betreten.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

»Schauspielen heute« vollzieht jene performative Wende in den Künsten und der Wissenschaft nach, die neue Perspektiven für die gegenwärtige Bildungsdebatte aufzeigt. Die Bildung des Menschen wird nicht mehr nur als intellektuelle Prozedur verstanden, vielmehr rücken Handlungen und Praktiken mithin die Materialität und Körperlichkeit der Darsteller selbst in den Blick. Dem konkreten Handeln, der Dynamisierung von Probenabläufen und der Prozesshaftigkeit von Aufführungen wird Aufmerksamkeit geschenkt und damit auch die Frage nach der Verantwortung des Darstellers für das eigenen Tun relevant. Jenseits der Aufführung von Klassikern erweist sich Theater so als Bildungsinstitution der besonderen Art.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit den drei Diven Sophie Rois, Sarah Bernhardt und Gustaf Gründgens.

5. Ihr Buch in einem Satz:

»Schauspielen heute« ist ein anschauliches Kompendium des zeitgenössischen Theaters, das neue Perspektiven auf Schauspielerinnen und Schauspieler provoziert.

Besprochen in:

www.inszenierung.at, 5 (2011)
Schultheater, 8 (2012), Denis Leifeld
Autor_in(nen)
Jens Roselt / Christel Weiler (Hg.)
Buchtitel
Schauspielen heute Die Bildung des Menschen in den performativen Künsten
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
268
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-1289-9
DOI
10.14361/transcript.9783839412893
Warengruppe
1586
BIC-Code
AN ASD
BISAC-Code
PER011020 PER003000
THEMA-Code
ATD ATQ
Erscheinungsdatum
2011-04-29
Auflage
1
Themen
Theater
Adressaten
Theaterwissenschaft, Kulturwissenschaft, Schauspielausbildung
Schlagworte
Schauspielkunst, Schauspielausbildung, Theater, Performativität, Theaterwissenschaft, Tanz, Theaterpädagogik, Kulturwissenschaft

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