Die Abhängigkeit der Sozialwissenschaften von ihren Medien

Grundlagen einer kommunikativen Sozialforschung

Die Sozialforschung ist seit ihren Anfängen von technischen Medien geprägt – doch erst seit Kurzem wird die Aufmerksamkeit der Sozialforscher auf diesen bislang blinden Fleck der Wissenschaftstheorie gelenkt. Sebastian Ziegaus geht einen Schritt weiter: Er analysiert das Zusammenspiel technischer und nicht-technischer Medien der Sozialforschung und lässt so erstmals die medialen und kommunikativen Bedingungen der verschiedenen Spielarten der Sozialforschung deutlich hervortreten. Er zeigt die Vorzüge, die es mit sich bringt, wenn Forscher und die von ihnen untersuchten Personen und Systeme als Kommunikatoren betrachtet und behandelt werden, die miteinander kommunizieren.

Ein innovativer Ansatz, der Perspektiven für eine zeitgemäße Sozialforschung im 21. Jahrhundert aufzeigt.

39,80 € *

2009-12-27, 402 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1318-6

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Sebastian Ziegaus

Sebastian Ziegaus, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI Karlsruhe, Deutschland

... mit Sebastian Ziegaus

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Die soziale Welt braucht keine Bücher, aber wer einen wissenschaftlichen Zugang zu ihr erlangen möchte, braucht eine Vorstellung, wie sich die Sozialforschung an die von ihr untersuchten Systeme ankoppeln kann. Sozialforschung ist immer Kommunikation. Diese Tatsache ist aber bislang auf rätselhafte Weise wenig reflektiert worden. Das Buch stellt die Praxis der Sozialforschung endlich auf das Fundament einer konsequent kommunikationstheoretischen Wissenschaftstheorie.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Sozialwissenschaften ahnen schon lange, dass sie prinzipiell kommunikativ verfasst sind. Und in der Methodenentwicklung sind in der letzten Zeit spannende Tendenzen abzulesen, die diese Tatsache betonen. Das Buch reflektiert die bisherige Praxis und eröffnet einen Diskussionsraum, in dem die Sozialforschung neu darüber nachdenken kann, welchen Stellenwert und welche Relevanz sie in einer Gesellschaft, die sich als Informationsgesellschaft beschreibt, haben möchte und kann.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In die lange Zeit lähmende Diskussion über das Verhältnis zwischen qualitativen und quantitativen Methoden der Sozialforschung ist zuletzt Bewegung geraten. Noch fehlt aber ein gemeinsamer Bezugspunkt, der einen wirklich produktiven Austausch ermöglicht. Das Buch stößt genau in diese Lücke und unterbreitet ein Angebot, das es beiden Seiten ermöglicht, ihre Praktiken zu reflektieren und Perspektiven für eine zeitgemäße Sozialforschung zu entwickeln.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit den für die Sozialforschung zuständigen Stellen in der Forschungsförderung: mit Ministerien, Forschungsgesellschaften oder Stiftungen. Innovative Konzepte brauchen Promotoren, da sie es in der staubigen Welt der Akademien doch oftmals schwer haben.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Komplexität der Sozialforschung, die auf ihrer kommunikativen Verfassung gründet, ist kein Problem, sondern ihre Voraussetzung und Chance, die es zu nutzen gilt.

»[Z]iegaus [bietet] im empirischen Teil eine kreative Untersuchung des erkenntnistheoretischen Zugangs sozialwissenschaftlicher Schulenbildung an und deutet diese als Form des Komplexitätsmanagements.«
Jasmin Siri, Forum Qualitative Sozialforschung, 12/1 (2010)
»Alles in allem ist die Arbeit von Ziegaus ohne Zweifel originell und sehr anregend.«
Jo Reichertz, www.rkm-journal.de, 04.10.2010«
»Ziegaus liefert ein differenziertes Bild der sozialwissenschaftlichen Forschungslinien und arbeitet vor allem eindrücklich deren Unterschiedlichkeit heraus.«
Isabell Otto, Zeitschrift für Medienwissenschaft, 1 (2009)
Autor_in(nen)
Sebastian Ziegaus
Buchtitel
Die Abhängigkeit der Sozialwissenschaften von ihren Medien Grundlagen einer kommunikativen Sozialforschung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
402
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1318-6
DOI
10.14361/9783839413180
Warengruppe
1722
BIC-Code
JHBA JHBC PDR
BISAC-Code
SOC026000 SOC019000 SCI075000
THEMA-Code
JHBA JHBC PDR
Erscheinungsdatum
2009-12-27
Auflage
1
Themen
Sozialität, Medien, Wissenschaft
Adressaten
Kommunikationswissenschaft, Qualitative und quantitative Sozialforschung, Sozialwissenschaften, Medien- und Kommunikationswissenschaft
Schlagworte
Kommunikative Sozialforschung, Methoden, Medientheorie, Wissenschaftstheorie, Wissenschaftsforschung, Komplexität, Sozialität, Medien, Wissenschaft, Soziologische Theorie, Qualitative Sozialforschung, Wissenschaftssoziologie, Mediensoziologie, Soziologie

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