Handbuch Wissensgesellschaft

Theorien, Themen und Probleme

Das Konzept der »Wissensgesellschaft« ist überaus erfolgreich und hat Eingang in politische, wirtschaftliche, wissenschaftliche und massenmediale Diskurse gefunden. Dieses Handbuch verschafft einen Überblick über die zentralen Theorien und die wichtigsten Themenfelder.

Mit Beiträgen renommierter Expertinnen und Experten ermöglicht das Buch ein umfassendes Verständnis sozialer Wandlungsprozesse der Gegenwart und bietet neben einer systematischen Orientierung und interdisziplinären Anknüpfungspunkten eine kritische Analyse zur Erklärungskraft dieser populären Zeitdiagnose.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. INHALT

    Seiten 5 - 6
  3. Einleitung: Die Wissensgesellschaft beobachten

    Seiten 7 - 18
  4. 1.1 Peter F. Drucker: Wissensgesellschaft, wissensbasierte Organisation und Wissensarbeiter

    Seiten 21 - 26
  5. 1.2 Daniel Bell: Die post-industrielle Gesellschaft als Wissensgesellschaft

    Seiten 27 - 34
  6. 1.3 Ulrich Beck: Die Risikogesellschaft als Wegbereiter der Wissensgesellschaft?

    Seiten 35 - 42
  7. 1.4 Manuel Castells: Informationalisierung der Arbeit

    Seiten 43 - 50
  8. 2.1 Nico Stehr: Konzeption der Wissensgesellschaft

    Seiten 53 - 64
  9. 2.2 Helmut Willke: Systemtheorie der Wissensgesellschaft

    Seiten 65 - 76
  10. 2.3 André Gorz: Vom Wissenskapitalismus zur Wissensgesellschaft

    Seiten 77 - 86
  11. 2.4 Karin Knorr Cetina: Postsozialität

    Seiten 87 - 98
  12. 3.1 Wirtschaft: Die wissensbasierte Ökonomie

    Seiten 101 - 112
  13. 3.2 Politik: Demokratisierung von Expertise

    Seiten 113 - 126
  14. 3.3 Religion: Säkularisierung oder Transformation?

    Seiten 127 - 140
  15. 3.4 Bildung und Erziehung: Transformationsprozesse sozialer Ungleichheiten?

    Seiten 141 - 158
  16. 3.5 Wissenschaft: Epistemisches Niemandsland?

    Seiten 159 - 170
  17. 3.6 Medien: Faktor, Reflexion und Archiv gesellschaftlichen Wandels

    Seiten 171 - 182
  18. 3.7 Kunst: Objekt und Motor der Wissensgesellschaft

    Seiten 183 - 194
  19. 3.8 Gesundheit: Innovationen für Lebensqualität und zur sozialen Emanzipation

    Seiten 195 - 204
  20. 4.1 Arbeit, Beschäftigungsverhältnisse, Sozialstaat

    Seiten 207 - 218
  21. 4.2 Technik

    Seiten 219 - 234
  22. 4.3 Professionen

    Seiten 235 - 246
  23. 4.4 Beratung

    Seiten 247 - 258
  24. 4.5 Nichtwissen: Entstehungskontexte, Pluralisierung und Politisierung

    Seiten 259 - 270
  25. 4.6 Ökologie

    Seiten 271 - 280
  26. 4.7 Raum und Wissen

    Seiten 281 - 292
  27. 4.8 Körperwissen

    Seiten 293 - 308
  28. 5.1 Geschlechterverhältnisse: postpatriarchale Wissensgesellschaft?

    Seiten 311 - 324
  29. 5.2 Deutungsmacht: »Wissensgesellschaft« als self-fulfilling prophecy?

    Seiten 325 - 334
  30. 5.3 Legitimation: Wissensgesellschaft als Mantel des Neoliberalismus?

    Seiten 335 - 346
  31. 5.4 Die Wissensgesellschaft - Eine folgenschwere Fehldiagnose?

    Seiten 347 - 358
  32. Für eine Wissenssoziologie der Wissensgesellschaft

    Seiten 361 - 370
  33. Autorinnen und Autoren

    Seiten 371 - 374
  34. Backmatter

    Seiten 375 - 378
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25,80 € *

2010-10-27, 378 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1324-7

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Anina Engelhardt

Anina Engelhardt, Philipps-Universität Marburg, Deutschland

Laura Kajetzke

Laura Kajetzke, Philipps-Universität Marburg, Deutschland

... mit Anina Engelhardt

1. Warum ein Studienbuch zu diesem Thema?

Die Wissensgesellschaft ist in aller Munde und hat sich als erfolgreichste Gegenwartsdiagnose etabliert – daher ist es wichtig, ein differenziertes und wissenschaftlich reflektiertes Verständnis dieser Gesellschaftsbeschreibung und ihres Einflusses zu erlangen. Unsere Gegenwart in Gestalt der Wissensgesellschaft zu fassen fließt bspw. in parteipolitische Programmatiken ein – wir wollen Studierenden und anderen Interessierten die Möglichkeit bieten, solche Verwendungsweisen hinterfragen zu können.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Leitend waren für uns die Fragen: Wie gut lassen sich gegenwärtige Entwicklungen mit dem Konzept Wissensgesellschaft beschreiben? Was erklärt diese Diagnose? Uns interessierte aber auch, inwiefern die Wissensgesellschaft in unterschiedlichen gesellschaftlichen Teilbereichen ›angekommen‹ ist und von den Akteuren selbst zur Deutung der gegenwärtigen Welt herangezogen wird. Zusätzlich wollten wir auf bestimmte Themen eingehen, die bislang in der soziologischen Diskussion zur Wissensgesellschaft vernachlässigt wurden, z.B. Raum, Körper, Ökologie und Gesundheit.

3. Welche Bedeutung kommt diesem Thema innerhalb des Fachgebiets und der wissenschaftlichen Ausbildung zu?

Ein Überblicksband zum Thema Wissensgesellschaft war u.E. überfällig. Wenn es in der Soziologie um Auswirkungen sozialen Wandels geht, ist das Label Wissensgesellschaft schnell im Spiel, aber was es umfasst und wie damit gearbeitet werden kann, bleibt im Dunkeln. Dabei ist eine differenzierte Auseinandersetzung mit Zeitdiagnosen äußerst ergiebig: Gegenwartsbeschreibungen verbinden empirische Basis mit theoretischer Analyse. Hier finden Studierende das geeignete Übungsfeld, um gegenwärtige Probleme eigenständig in den Blick zu nehmen.

Ihr Tipp zur weiterführenden Lektüre?

Autoren, die auch in unserem Handbuch als Experten für das Thema Wissensgesellschaft zu Wort gekommen sind, haben z.T. auch selbst Monographien oder Sammelbände veröffentlicht. Lesenswert finden wir:

Uwe H. Bittlingmayer (2005): Wissensgesellschaft als Wille und Vorstellung, Konstanz

ders./Ullrich Bauer (Hg.) (2006): Die ›Wissensgesellschaft‹. Mythos, Ideologie oder Realität? Wiesbaden

Hans-Dieter Kübler (2005): Mythos Wissensgesellschaft, Wiesbaden Dirk Tänzler/Hubert Knoblauch/Hans-Georg Soeffner (Hg.) (2006): Zur Kritik der Wissensgesellschaft, Konstanz

»Das Kompendium löst den Anspruch [die Facetten der Wissensgesellschaft genau zu durchleuchten] in jeweils überschaubaren, informativen und verständlichen Beiträgen auf aktuellem Stand bestens ein.«
forum kriminalprävention, 3, 2011
»Das Buch schafft es, mit seinen interdisziplinären Beiträgen Ordnung und Übersicht in einen sehr vielfältigen, sich oft widersprechenden Diskurs zu bringen.«
Robert Stadtler, www.polak.at, 4 (2011)
»Das Autorenteam legt mit dem ›Handbuch Wissensgesellschaft‹ eine Auswahl von Texten und Reflexionen vor, die als Mosaiksteinchen für ein Studium in den sozialwissenschaftlichen Fächern und darüber hinaus dienen sollen; als Nachschlagewerk für den disziplinären und interdisziplinären Diskurs, als Hinweise für theoretische, historische und aktuelle Grundlagen und Erklärungsmuster für die Frage, wie wir geworden sind, was wir sind und sein wollen, Hier und Heute und Morgen.«
Jos Schnurer, www.socialnet.de, 21.12.2010
Besprochen in:

INLINE/FH Schweiz, 31/2 (2011)
GMK-Newsletter, 5 (2011)
Arbeit, 4 (2012), Olaf Katenkamp
Autor_in(nen)
Anina Engelhardt / Laura Kajetzke (Hg.)
Buchtitel
Handbuch Wissensgesellschaft Theorien, Themen und Probleme
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
378
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1324-7
DOI
Warengruppe
1722
BIC-Code
JHBA PDR JNA
BISAC-Code
SOC026000 SCI075000 EDU040000
THEMA-Code
JHBA PDR JNA
Erscheinungsdatum
2010-10-27
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Bildung, Zeitdiagnose, Wissenschaft
Adressaten
Studierende und Lehrende der Soziologie, Politikwissenschaften, Pädagogik, Kulturwissenschaften sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Wissensgesellschaft, Informationsgesellschaft, Wissenssoziologie, Gesellschaft, Wissenschaft, Bildung, Soziologische Theorie, Wissenschaftssoziologie, Bildungssoziologie, Soziologie

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