Cinéma Indochina

Eine (post-)koloniale Filmgeschichte Frankreichs

Bereits lange vor der international erfolgreichen Verfilmung von Marguerite Duras' Roman »Der Liebhaber« Anfang der 90er Jahre existierte Indochina als (post-)koloniale Filmkultur.

Diese Studie stellt erstmalig das durch Indochina inspirierte Filmschaffen von 1895 bis 1975 vor, in dem eine Reihe französischer Cineasten ihre Reise-, Kriegs- und Kindheitserfahrungen in der Kolonie verarbeiten. Beate Weghofer untersucht die aus diesen Verortungserfahrungen resultierenden Formen der Kinematographie und verbindet die Geschichte der kolonialen Vergangenheit Frankreichs mit der Geschichte des frühen Films, der Genres und der kinematographischen Strömungen.

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2010-10-08, 256 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1364-3

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Beate Weghofer

Beate Weghofer, Österreich

... mit Beate Weghofer

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Diese Studie erfasst und erforscht erstmalig die ehemalige französische Kolonie Indochina als eine post-/koloniale Filmkultur. Sie führt biographisches, historisches und kinematographisches Material auf eine Weise zusammen, die sowohl die Erwartungen eines kulturell interessierten als auch eines wissenschaftlich versierten Publikums zufrieden stellt. Das Korpus ist das Ergebnis intensiver Recherchen und kann sogar mit einigen Entdeckungen aufwarten!

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Korpus erstreckt sich von den Aufnahmen der Brüder Lumière bis zu den Avantgardefilmen der Marguerite Duras. Es ist also nicht nur historisch weit aufgespannt, sondern umfasst auch verschiedenartige Genres, die sich üblicherweise nicht analytisch berühren. Auf der Basis einer Konzeption von Topographie, die biographische Verortungserfahrung mit kinematographischen Raumbildern in Beziehung setzt, gelingt es, diese Filme über ihre filmischen Geographien einander anzunähern.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Während die Umsetzung (nord-)afrikanischer (post-)kolonialer Realitäten in filmischen und literarischen Texten bereits Eingang in die wissenschaftlichen Debatten gefunden haben, steht Indochina – Marguerite Duras einmal ausgenommen – stets am Rande. Erst in den letzten Jahren wurden vereinzelt Arbeiten vorgelegt, die diese Lücke schließen. »Cinéma Indochina« ist eine davon ... Die Filmanalysen bauen auf den Theoremen des ›spatial turn‹ und der ›postcolonial studies‹ auf, deren Potenzial zwar genutzt, zu denen aber auch kritische Distanz bewahrt wird.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Wie beurteilen die französischen Regisseure aus der südostasiatischen Diaspora die Arbeiten der Pioniere in Indochina? Ich fände eine solche Gegenüberstellung sehr spannend.

5. Ihr Buch in einem Satz:

»Cinéma Indochina« reflektiert und analysiert die Kinematographie der Kolonie Indochina, welche von französischen Cineasten von 1895-1975 entworfen wird.

»Eine umfangreiche Studie [...], die durch die Einbeziehung der Repräsentationen von Raum in den untersuchten Filmen, Genres und Strömungen eine besondere Komponente aufweist, die über an sich schon anspruchsvolle Filmanalysen hinausgeht.«
Frederik Holst, Comparativ, 22 (2012)
»Eine umfangreiche Studie, die durch die Einbeziehung der Repräsentationen von Raum in den untersuchten Filmen, Genres und Strömungen eine besondere Komponente aufweist, die über an sich schon anspruchsvolle Filmanalysen hinausgeht.«
Frederik Holst, H-Soz-u-Kult, 09.11.2011
Autor_in(nen)
Beate Weghofer
Buchtitel
Cinéma Indochina Eine (post-)koloniale Filmgeschichte Frankreichs
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
256
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-1364-3
DOI
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD APFA HBTR
BISAC-Code
PER004030 POL045000
THEMA-Code
JBCT ATF NHTR
Erscheinungsdatum
2010-10-08
Auflage
1
Themen
Postkolonialismus, Film
Adressaten
Filmwissenschaft, Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft, Geschichte, Romanistik
Schlagworte
Film, Kolonialismus, Postkolonialismus, Raum, Indochina, Medienwissenschaft

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