Museum revisited

Transdisziplinäre Perspektiven auf eine Institution im Wandel

»Schaudepot« oder »Eventkultur«? Trotz aller Vielfalt folgen Museen doch bestimmten Standards – von der Eingangssituation bis zur Dauerausstellung. Die transdisziplinären Beiträge dieses Buches überwinden das Spartendenken von Kunst, Archäologie oder Geschichte und gelangen von exemplarischen Beobachtungen zu übergeordneten museumswissenschaftlichen Fragestellungen. Es entsteht eine facettenreiche Beschreibung des Museums als einer Institution im Wandel.

Kritische Beobachtungen aus der Praxis gelten dem Museum in seiner ganzen Bandbreite – ob National- oder Heimatmuseum, Künstlerhaus oder Industrieausstellung. Klassische Ansätze der Museumsarbeit werden ebenso analysiert wie innovative mediale Konzepte.

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2010-04-15, 382 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1377-3

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Kurt Dröge

Kurt Dröge, Volkskundler, Deutschland

Detlef Hoffmann (verst.)

Detlef Hoffmann, Universität Oldenburg, Deutschland

... mit Detlef Hoffmann

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Wir beschreiben, wie Wahrnehmung von Vergangenheit und Gegenwart in einem Museum organisiert ist, wie sie verursacht wurde und welche Form sie findet. Das Museum ist (nicht nur in unserem Buch) nicht eine vergegenständlichte Objektivität, sondern in einem Prozess entstanden. Es beginnt zum Beispiel bei der Gestaltung der Eingangssituation und endet im Magazin. Die Texte sind Stichgrabungen in ein viel diskutiertes Problemfeld.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Wort Perspektive könnte einen wohl geordneten Überblick unterstellen. Unser Buch hat aber den Charakter eines Flickenteppichs, jedoch eines sehr nützlichen, wärmenden. Wenn auch die Beiträge, wie sich das gehört, geordnet präsentiert werden, so sind sie von unterschiedlichsten Standpunkten aus geschrieben. Bei einigen liegt die Nutzanwendung auf der Hand, bei anderen ist viel Theorie spürbar. Der perspektivische Blick ist auf die Probleme der Praxis gerichtet, vom Firmenmuseum über die Galerie bis zum Kulturschutzpark.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die aktuelle Forschungsdebatte hat sich vom Alltag der Museumsarbeit gelöst. Sie stellt durchaus wichtige Fragen, wie die nach der zeitgemäßen Präsentation der Objekte. Unsere Autorinnen und Autoren untersuchen aus der Praxis grundlegendere Typen von Ausstellungen, zum Beispiel: das Schaudepot. Wir haben keine Berührungsängste. Wir sprechen auch über Systematiken des Ausstellungswesens, die sich noch nicht durchgesetzt haben – etwa den Verzicht auf die Chronologie in der historischen Ausstellung.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit dem Publikum natürlich. Aber das wird uns den Gefallen nicht tun, auf jeden Fall im Augenblick nicht. Denn es ist nicht Bestandteil der Debatte, sondern will gut und edel versorgt sein. Wie und für wen die Versorgung geschieht, interessiert momentan weniger. Aber die großen, richtungsweisenden Worte, die finden Sie in unserem Buch nicht. Wir gucken genau hin. Das mag den Profi mehr ansprechen als den Laien – der als Museumsbesucher allerdings nicht Laie bleibt. Geschrieben ist das Buch jedenfalls für beide.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Schon der Titel »Museum revisited« meint, dass wir alte Fragestellungen des Museums neu aufgreifen mit Hilfe junger Kolleginnen und Kollegen.

»Der Band [mäandert] erfrischend durch traditionsreiche Ausstellungshäuser und experimentellere Ausstellungsformen hindurch. Und nicht zuletzt bereitet er Freude: Vorfreude auf den nächsten Museumsbesuch.«
Katja Wiederspahn, [Umrisse], 1 (2011)
»Trotz ganzheitlicher Problemsicht und eines komplexen Verständnisses von Evaluation verlieren die drei Expertinnen nicht die museumspraktische Bodenhaftung.«
Mitteilungen, 1 (2010)
»Insgesamt reiht sich der Sammelband in die aktuelle Forschungsdebatte um zeitgemäße Objektpräsentationen oder die Ausstellbarkeit von Literatur oder Musik ein und gibt durch die genauen Innenansichten der Beiträge Anstöße zu weiteren Fragen. Durch die Themenvielfalt bietet der Band eine kurzweilige Lektüre und einen abwechslungsreichen Überblick, in dem jeder Leser seinen Interessen folgen kann [...].«
Antje Coburger, KULT_online, 25 (2010)
»[Der Band] liefert ein buntes und reichhaltiges Bild einer Institution im permanenten Wandel – und macht Lust auf mehr: mehr Museum und mehr wissenschaftliche Auseinandersetzung damit.«
Dr. Bärbel Maul, Fachbuchjournal, 10/11 (2010)
»Mit diesem sehr anregenden und verdienstvollen Band wird exemplarisch eine Art Rechenschaftsbericht des museologischen Ansatzes vorgelegt, der dessen Fruchtbarkeit belegt.«
Christian M. Geyer, www.sehepunkte.de, 10 (2010)
Besprochen in:

H-Soz-u-Kult, 11.10.2010, Thomas Thiemeyer
Mitteilungen, 39 (2010)
[Umrisse], 1 (2011), Katja Wiederspahn
Public Marketing, 5 (2011)
Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde, (2011), Esther Gajek
Mitteilungsblatt, 8 (2012)
Autor_in(nen)
Kurt Dröge / Detlef Hoffmann (verst.) (Hg.)
Buchtitel
Museum revisited Transdisziplinäre Perspektiven auf eine Institution im Wandel
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
382
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1377-3
DOI
10.14361/transcript.9783839413777
Warengruppe
1581
BIC-Code
GM
BISAC-Code
ART059000
THEMA-Code
GLZ
Erscheinungsdatum
2010-04-15
Auflage
1
Themen
Museum
Adressaten
Museumswissenschaft, Kunstgeschichte, Geschichte, Kulturwissenschaften
Schlagworte
Museum, Ausstellungen, Ausstellungskonzept, Museologie, Museumswissenschaft, Museumstheorie, Geschichte des Museums, Museumspädagogik, Kunstgeschichte

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