Medikale Räume

Zur Interdependenz von Raum, Körper, Krankheit und Gesundheit

Mit dem »Spatial Turn« in den Kulturwissenschaften haben sich neue Perspektiven auf die Kategorie des Raumes eröffnet. Dieser Band diskutiert den Raum im Kontext von Gesundheitshandeln und Körperpraxen als zentrale Kategorie im Feld der medikalen Kultur.

Aus den Blickwinkeln unterschiedlicher Kulturwissenschaften werden Raumgestaltungen, Raumkonzepte und der konkrete Umgang mit medikalen Räumen als wichtige Ausdrucksformen kulturellen Handelns beleuchtet. Die interdisziplinären Beiträge eröffnen ungewohnte Einblicke in Gesundheitshandeln, zeigen Hierarchien im Gesundheitswesen auf und reflektieren gesellschaftliche Vorstellungen von Körper, Krankheit und Gesundheit.

26,80 € *

2010-05-27, 254 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1379-7

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Nicholas Eschenbruch

Nicholas Eschenbruch, Universität Augsburg, Deutschland

Dagmar Hänel

Dagmar Hänel, LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte Bonn, Deutschland

Alois Unterkircher

Alois Unterkircher, Robert Bosch Stiftung Stuttgart, Deutschland, und Universität Innsbruck, Österreich

... mit Alois Unterkircher

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht. Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Die Kulturgeographie stellt den Containerraum zur Diskussion. Die Soziologie sieht menschliche Individuen und deren Praxen als zentrale, raumbildende Kräfte. Die Geschichte entlarvt kartographische Werke als Instrumente der Macht. Wer aber verräumlicht das Medikale? Die Autor/-innen dieses Buches!

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Eine Stärke dieses Buches liegt im interdisziplinären Zugang zum Thema: VertreterInnen aus der Europäischen Ethnologie/Volkskunde, der Geschichtswissenschaft, der Literaturwissenschaft und der Ethnologie untersuchen spezifische medikale Räume und beleuchten historische und gegenwärtige Raumbildungen des Medikalen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Im Zuge des ›spatial turn‹ wurde zwar der Körper als spezifischer Raum ›entdeckt‹, eine zentrale räumliche Dimension von Körper und Körperlichkeit stand allerdings selten im Mittelpunkt der Untersuchungen: jene Räume nämlich, in denen gesunde und kranke Körper besehen, diskutiert, pathologisiert, geheilt oder auch verwaltet werden. Die in diesem Buch versammelten Autor/-innen rücken derartige Räume erstmalig in den Fokus ihrer Analysen und ermöglichen somit einen direkten Vergleich unterschiedlichster medikaler Räume.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit den (Raum-)Soziologen Martina Löw und Markus Schroer.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Wer sich für medikale Räume als konkrete, virtuelle oder metaphorische Orte interessiert, kommt an diesem Buch nicht vorbei!

»Jeder, der ein kulturwissenschaftliches Interesse an gesundheitlichen Themen hegt und eine kurzweilige Darstellung schätzt, wird hier mindestens einen Beitrag finden, der ihn begeistert.«
Nora Kelm, Rheinisch-westfälische Zeitschrift für Volkskunde, Band LVI (2011)
»Die hier vorgelegten Studien in ihrer inhaltlichen Originalität [regen] zum Weiterdenken an.«
Annette M. Stroß, H-Soz-u-Kult, 22.04.2011
Besprochen in:

pro ZUKUNFT, 4 (2010)
Buchtitel
Medikale Räume Zur Interdependenz von Raum, Körper, Krankheit und Gesundheit
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
254
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-1379-7
DOI
Warengruppe
1691
BIC-Code
MB JHB
BISAC-Code
MED000000 SOC022000
THEMA-Code
MB JHB
Erscheinungsdatum
2010-05-27
Auflage
1
Themen
Körper, Raum, Medizin
Adressaten
Kulturanthropologie/Volkskunde/Europäische Ethnologie, Geschichte, Medizingeschichte, Sozialgeschichte, Cultural Studies
Schlagworte
Körper, Patienten, Medikalkultur, Raum, Krankheit, Gesundheit, Psychiatrie, Medizin, Soziologie

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