Der Betrieb als Ort der Moderne

Zur Geschichte von Industriearbeit, Ordnungsdenken und Social Engineering im 20. Jahrhundert

Mit dem beginnenden 20. Jahrhundert wurde der Industriebetrieb zu einem paradigmatischen Ort der Moderne. Von der Gestaltung der Arbeitsverhältnisse schien nun weit mehr abzuhängen als nur eine möglichst effiziente Produktion: Es ging um das gesellschaftliche Ganze.

Timo Luks analysiert industriebetriebliches Ordnungsdenken und Social Engineering als wirkmächtige Versuche, die Entfremdungs- und Desintegrationserscheinungen der Industriegesellschaft zu überwinden. Er zeigt, wie der Betrieb unter Rückgriff auf sozialökologische Denkweisen zu einer ebenso sozialen wie räumlichen »Umwelt« geworden ist.

35,80 € *

2010-11-15, 336 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1428-2

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Mengenrabatt

Weiterempfehlen

Timo Luks

Timo Luks, Technische Universität Chemnitz, Deutschland

... mit Timo Luks

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil man nach der Lektüre klüger ist als zuvor.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch öffnet den Blick dafür, dass der moderne Industriebetrieb nicht nur ein Ort der Produktion war. Vielmehr wurden in den Auseinandersetzungen um die Gestaltung der industriellen Arbeitsbeziehungen grundlegende Fragen der Gesellschaftsordnung verhandelt. Darüber hinaus wird sichtbar, wie wirkmächtig ›ökologisches‹ Denken in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Einerseits knüpft mein Buch an die Debatten um die Eigentümlichkeiten der Moderne an. Das meint vor allem die Frage, wie moderne Gesellschaften mit Ambivalenzen und der immer wieder beklagten Krise traditioneller Ordnung umgehen. Andererseits trägt es zur gerade in Gang kommenden Neuvermessung der Geschichte der Industriearbeit bei, die sich in stärkerem Maß diskurs- und wissenschaftsgeschichtlichen, aber auch körper- und geschlechtergeschichtlichen Fragestellungen öffnet.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit all jenen, die immer noch glauben, dass ihre Vorstellungen sozialer Ordnung das Maß aller Dinge sind – und denen eine Prise historischer De-Zentrierung zu empfehlen ist.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Soziologen, Sozialpolitiker und Produktionsingenieure erfanden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts den Industriebetrieb neu – als sozial-räumliche ›Umwelt‹.

»Luks ist es in seiner Arbeit gelungen, einen Überblick zu schaffen, die Entwicklungen zu ordnen und die stärksten Perspektiven herauszuarbeiten.«
Claudia Schütze, Zeitschrift für Unternehmensgeschichte, 1 (2012)
»Ein wichtiger Beitrag zu einer notwendigen kulturgeschichtlichen Erweiterung der Industriegeschichte.«
Karsten Uhl, Archiv für Sozialgeschichte, 52 (2012)
»[Das Buch] belegt die Rolle des Unternehmens als Ort von gesellschaftlicher Relevanz, der auch außerhalb einer ›klassischen‹ Unternehmensgeschichte Beachtung verdient.«
Albrecht Franz, Vierteljahresschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, 98/4 (2011)
»Durch seinen allgemeinen Zugriff gelingt es Luks, wichtige Elemente einer humanwissenschaftlichen Thematisierung des Industriebetriebes über Länder-, Regime- und Branchengrenzen hinweg zu benennen. Ihre Stärken hat die Arbeit dort, wo sie ähnliche Argumentationsmuster bei politisch sehr unterschiedlich zu verortenden Personengruppen nachweisen kann.«
Till Kössler, H-Soz-u-Kult, 07.06.2011
Autor_in(nen)
Timo Luks
Buchtitel
Der Betrieb als Ort der Moderne Zur Geschichte von Industriearbeit, Ordnungsdenken und Social Engineering im 20. Jahrhundert
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
336
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-1428-2
DOI
10.14361/transcript.9783839414286
Warengruppe
1555
BIC-Code
HBTB KCZ HBLW
BISAC-Code
HIS054000 BUS023000 HIS037070
THEMA-Code
NHTB KCZ
Erscheinungsdatum
2010-11-15
Auflage
1
Themen
Wirtschaft, Arbeit
Adressaten
Geschichte, Soziologie, Kulturwissenschaft, Wissenschaftsgeschichte
Schlagworte
Social Engineering, Industriearbeit, Moderne, Zeitgeschichte, Wirtschaft, Arbeit, Sozialgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Geschichte des 20. Jahrhunderts, Technikgeschichte, Geschichtswissenschaft

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung