Die Suche nach der Liebe im Netz

Eine Ethnographie des Online-Datings

In diesem Buch wird eine moderne, auf Liebe basierende Variante der Partnersuche als wissenschaftliches Forschungsobjekt vorgestellt: das Online-Dating. Im Zentrum der ethnologischen Studie stehen die Emotionen der Online-Dater, ihre Liebesvorstellungen und ihre Vorgehensweisen.

Julia Dombrowskis Analyse, die das Geschehen sowohl innerhalb als auch außerhalb der Dating-Börsen verfolgt, entwickelt eine Grundlage zur Erforschung neuer Wege der Partnersuche im interkulturellen Vergleich.

29,80 € *

2011-01-17, 378 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1455-8

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Julia Dombrowski

Julia Dombrowski, Museum für Völkerkunde Hamburg, Deutschland

... mit Julia Dombrowski

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

In meinem Buch geht es um die romantische Liebe, die starken Einfluss auf viele Lebensläufe hat und dennoch selten ethnologisch untersucht wird. Treffen die Suche nach Liebe und Partnerschaft mit den Möglichkeiten des web 2.0 zusammen, entsteht ein faszinierendes Spannungsfeld: Kulturspezifische Ideale, individuelle Sehnsüchte, Emotionen und gesellschaftliche Vorstellungen über das Internet kommen in einem Umfeld zusammen, in dem Online-Dater ihre Ziele und Ideale immer wieder neu auhandeln müssen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es eröffnet neue Perspektiven auf eine Form der Partnersuche, die gesellschaftlich und medial vielbeachtet wird, aber dennoch scheinbar nicht ›hochwertig‹ genug ist, um wissenschaftlich angegangen zu werden. Ich möchte mich mit meiner Studie von gängiger Medienkritik und entsprechenden Moraldiskursen distanzieren. Mediennutzern wird häufig ein Opferstatuts zugeschrieben oder angeblich wissen User nicht, welchen ›Mächten‹ sie sich ausliefern – was diese ›Mächte‹ auch immer seien. Online-Dater sind aber keine willenlosen Wesen, die sich einer Entität namens Internet ausliefern. Meine Studie zeigt, dass Online-Dater machtvoll agieren, häufig eine hohe Medienkompetenz besitzen (oder sie gewinnen) und sich mit ihren Aktionen, Emotionen und Sehnsüchten intensiv auseinandersetzen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Aus ethnologischer und kulturwissenschaftlicher Sicht werden in letzter Zeit Emotionen vermehrt untersucht, die vielzitierte Deutungshoheit liegt nicht mehr bei den Naturwissenschaften oder der Psychologie. Die Ethnologie wird außerdem nach wie vor als als komparative Wissenschaft dargestellt, obgleich vergleichende Studien rar, da oft schwer realisierbar sind. Ich denke, dass Online-Dating einen vielversprechenden Ausgangpunkt für kulturvergleichende Studien darstellen kann. Mit meinem Buch möchte ich auch eine Grundlage für weiterführende Untersuchungen über internetgestützte Partnersuche schaffen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Als erstes natürlich mit meinen Informanten, weiterhin hoffe ich auf einen interdisziplinären Dialog. Namentlich kann ich Birgitt Röttger-Rössler, Eva Illouz, Nicole Constable und Daniel Miller nennen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Online-Dating, Liebe und Mediengebrauch einmal anders betrachtet – wer selbst nicht in einer Single-Börse ist, kann hier einiges über die Partnersuche lernen!

»Eine interessante und kenntnisreiche Gegenwartsanalyse [...], die auf einer hervorragenden empirischen Herangehensweise beruht.«
Annegret Braun, Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde (2012)
»Ein tiefer Einblick in die Praktiken der Partnersuche im Netz.«
Kai Dröge, sozialersinn, 12 (2011)
»Dombrowski hat einiges zu bieten: Eine Forschungsarbeit auf hochaktuellem [...] Feld, das im Anschluss an klare Begriffsbestimmungen, umfassenden Hinweisen zum Forschungsstand und zur Verortung ihrer Arbeit Schritt für Schritt erschlossen wird, und die Kompetenz, auch eine komplexe Materie nachvollziehbar aufzubereiten und zu vermitteln.«
Peter F. N. Hörz, kulturen, 2 (2011)
»Innovativ ist vor allem der ethnologische Blick auf die Akteure selbst und darauf, wie diese in ihrer Praxis des Online-Datings ihre Handlungen und Ansichten mit kulturellen Liebesvorstellungen vereinbaren.«
Vanessa Kleinschnittger, www.querelles-net, 12/3 (2011)
»Unterhaltsam zu lesen.
Die Arbeit liefert den interessanten Versuch, der Liebe in ihrer Rolle als Aushandlungspunkt in Zeiten der digitalen Vernetzung nachzugehen.«
Dr. Thorsten Benkel, www.socialnet.de, 14.09.2011
Besprochen in:
ZEIT online, 09.12.2010, Judith Liere
on3-südwild, Bayerisches Fernsehen, 11.03.2011
http://blogs.tageswoche.ch, 24.06.2013
Autor_in(nen)
Julia Dombrowski
Buchtitel
Die Suche nach der Liebe im Netz Eine Ethnographie des Online-Datings
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
378
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1455-8
DOI
Warengruppe
1753
BIC-Code
JHMC JFD JFC
BISAC-Code
SOC002010 SOC052000 SOC022000
THEMA-Code
JHMC JBCT1 JBCC
Erscheinungsdatum
2011-01-17
Auflage
1
Themen
Internet
Adressaten
Ethnologie, Soziologie, Medienwissenschaften, Kommunikationswissenschaften und die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Partnersuche, Internet, Chat, Forum, Ethnologie, Emotionen, Liebe, Social Media, Gender, Kulturanthropologie, Interkulturalität, Digitale Medien

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