Der Gast als Fremder

Narrative Alterität in der Literatur

Gibt es noch Gastfreundschaft im Zeitalter der Ausgrenzung? Dieser Band widmet sich der Grenzfigur des Gastes und seiner Gefährdung in der europäischen, primär deutschsprachigen Literatur des 19. bis 21. Jahrhunderts. Literaturwissenschaftler und Philosophen widmen sich Fragen der Gastlichkeit in der Moderne aus einer dreifachen Perspektive: in ihrem Verhältnis zum Gesetz, zur Politik und zur Erzählung.

Welche narrativen Muster generiert der Gast in Literatur und Film? Wie wird das Andere oder Fremde integriert, assimiliert oder ausgegrenzt? Und unter welchen Prämissen werden kulturelle Grenzen Europas verhandelt oder konstruiert? Der Ausnahmezustand der Gastlichkeit und die Befremdlichkeit des Gastes stehen im Fokus dieses Bandes.

28,80 € *

2011-03-14, 274 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1466-4

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Evi Fountoulakis

Evi Fountoulakis, Universität Basel, Schweiz

Boris Previsic

Boris Previsic, Universität Basel, Schweiz

... mit Evi Fountoulakis und Boris Previsic

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch

nicht zu?

Bücher braucht es immer. Nicht nur die unvermeidliche déformation professionnelle veranlasst uns zu dieser Antwort. Dass es Bücher gab, gibt und geben wird, verweist zurück auf die Tatsache, dass Menschen Geschichten erzählen und dabei etwas von sich selbst erzählen. Vor diesem Hintergrund fragt unser Band, welche Erzählungen es von der Moderne bis hin zum heutigen Zeitalter der Mobilität über die Figur des Gastes gibt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der Band verbindet Beiträge aus globalisierungstheoretischer Perspektive, die danach fragen, welche Formen von Gastlichkeit angesichts planetarischer Migrantenströme überhaupt noch möglich sind, mit Beiträgen aus narratologischer Perspektive, die die immer wieder bemühte Szene einer ursprünglichen Gastfreundschaft thematisieren bzw. dekonstruieren.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Innerhalb einer umfangreichen Diskussion über Fremdheit in den Geistes- und Sozialwissenschaften möchte der Band die eigentümliche Gestalt des Gastes, mit seinen inhärenten Paradoxien und Ambivalenzen, in Stellung bringen. Wie vielleicht wenig andere Figuren verkörpert der Gast eine Fremdheit, die sich im Allereigensten einnistet und die gewohnten Ordnungen durcheinanderbringt. In politischer Perspektive geht es um die Frage, wie eine Ethik der Gastlichkeit aussehen könnte, die dieser Andersheit Rechnung trägt.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Jacques Derrida, in einer Runde mit Mittelmeerflüchtlingen.

5. Ihr Buch in einer Frage:

Warum ist der Gast ein Fremder?

Besprochen in:
GERMANISTIK, 54/3-4 (2013)
Autor_in(nen)
Evi Fountoulakis / Boris Previsic (Hg.)
Buchtitel
Der Gast als Fremder Narrative Alterität in der Literatur
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
274
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1466-4
DOI
Warengruppe
1562
BIC-Code
DSB JFC
BISAC-Code
LIT000000 LIT004170 SOC022000
THEMA-Code
DSB JBCC
Erscheinungsdatum
2011-03-14
Auflage
1
Themen
Sozialität, Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Philosophie, Kulturwissenschaft
Schlagworte
Literatur, Philosophie, Gastlichkeit, Ausgrenzung, Europa, Grenze, Sozialität, Allgemeine Literaturwissenschaft, Germanistik, Cultural Studies, Interkulturalität, Literaturwissenschaft

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