Die vorgestellte Stadt

Globale Büroarchitektur, Stadtmarketing und politischer Wandel in Wien

Seit Mitte der 1990er-Jahre wird in Wien eine wettbewerbsorientierte Stadtentwicklungspolitik verfolgt. Die Stadt versucht, ihren Ruf als Touristenmetropole zu korrigieren und sich als internationaler Wirtschaftsstandort und »Ost-West-Drehscheibe« zu präsentieren.

Monika Grubbauer zeigt, wie neue Büroarchitekturen und ihre medial verbreiteten Bilder dazu dienen, diesen wirtschaftspolitischen Imagewandel zu legitimieren und neue Vorstellungen von Stadt und Stadtwirtschaft zu etablieren. In einem transdisziplinären Zugang verknüpft sie Bob Jessops Konzept der ökonomischen Vorstellungswelten mit der aktuellen raumtheoretischen Debatte sowie mit architekturtheoretischen Ansätzen und diskurs- und bildwissenschaftlichen Methoden.

32,80 € *

2011-03-14, 350 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1475-6

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Monika Grubbauer

Monika Grubbauer, Technische Universität Darmstadt, Deutschland

... mit Monika Grubbauer

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Architektur ist mehr als ein Spektakel. In Stadtpolitik und Stadtmarketing wird Architektur dazu eingesetzt, Wissen zu vermitteln und Denkmuster zu prägen. Dies zeigt sich auch und gerade in den alltäglichen Gebrauchsbildern von Architektur und Stadt, die z.B. auf Webseiten und in Image-Broschüren zum Einsatz kommen. Mein Ziel ist es zu verdeutlichen, dass Architektur und ihre Bilder auch das Denken über Stadt und Ökonomie prägen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Um Architektur als Bedeutungsträger im öffentlichen Diskurs zu untersuchen, bedarf es der Zusammenführung unterschiedlicher Ansätze und Methoden. Sozialwissenschaftliche Stadtforschung wird mit architekturtheoretischen Betrachtungen sowie bild- und diskurswissenschaftlichen Methoden verknüpft.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Architektur als Imageträger im Städtewettbewerb wird vielerorts diskutiert. Meist richtet sich der Fokus hier aber auf die singulären Prestigeprojekte der ›Stararchitekten‹. Ich nehme hingegen wenig spektakuläre, uniforme Büroarchitekturen in den Blick, um nach ihrer Bedeutung als mediale Bedeutungsträger zu fragen. Zudem leistet mein Buch einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Methoden, mit denen visuelle Daten in die Diskursforschung einbezogen werden können.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Bob Jessop.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Eine Betrachtung der potenziell sinnstiftenden Funktion von Architektur in der Vermittlung städtischer Politikstrategien

»Besonders gelungen sind die Herleitungen aus der Historie, die den Zusammenhang verdeutlichen, wie sowohl aus dem lokalen Kontext als auch aus der Öffentlichkeitsstrategie der Stadt heraus eine mediale Verbreitung einer neuen Identitätsbildung erfolgen konnte.«
Rainer Bohne, Planerin, 4 (2011)
»Grubbauers Publikation [...] zeigt beispielhaft, wie kritische Theorie, Analyse von Stadtentwicklungspolitik und von Repräsentationsweisen zusammenwirken können: Politik und Inkohärenzen sind nicht verborgen, sie sind in der Öffentlichkeitsarbeit deutlich ablesbar, so man sich die Mühe macht, diese zu untersuchen.«
Robert Temel, dérive, 44 (2011)
Besprochen in:

STADT und RAUM, 3 (2011)
Zeitschrift für Wirtschaftsgeographie, 55 (2011), Jürgen Oßenbrügge
DIE ERDE, 143/4 (2012), Robert Musil
Autor_in(nen)
Monika Grubbauer
Buchtitel
Die vorgestellte Stadt Globale Büroarchitektur, Stadtmarketing und politischer Wandel in Wien
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
350
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-1475-6
DOI
Warengruppe
1584
BIC-Code
AM RPC
BISAC-Code
ARC010000 POL002000
THEMA-Code
AM RPC
Erscheinungsdatum
2011-03-14
Auflage
1
Themen
Stadt, Architektur
Adressaten
Architektur, Stadtplanung, Soziologie, Humangeographie, Urban Studies, Bildwissenschaften
Schlagworte
Architektur, Wien, Stadtpolitik, Image, Raumtheorie, Bürohochhaus, Jessop, Stadt, Stadtplanung, Urban Studies

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