Paradoxien der Arbeit

oder: Sinn und Zweck des Subjekts im Kapitalismus

Die Veränderungen der Arbeitswelt, die mit der sogenannten »Ökonomisierung aller Lebensbereiche« einhergehen, sind von Strömungen beeinflusst, die in künstlerischen Lebens- und Arbeitsformen ihr Vorbild suchen oder entwerfen. Diese Tendenzen beeinflussen nicht nur das Selbstverständnis derjenigen, die unter veränderten Bedingungen arbeiten – sie haben auch Auswirkungen darauf, was wir unter Arbeit verstehen.

Dieser Theorieband untersucht – in Auseinandersetzung mit sozialwissenschaftlichen Forschungen von u.a. Luc Boltanski/Eve Chiapello – die Veränderungen des Konzepts Arbeit und geht der Frage nach, welchen Einfluss »künstlerische« Arbeitsformen auf die heutige Arbeitsorganisation und den Arbeitsbegriff selbst haben.

32,80 € *

2011-01-24, 342 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1492-3

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Sophie-Thérèse Krempl

Sophie-Thérèse Krempl, Deutschland

... mit Sophie-Thérèse Krempl

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Es geht um das heutige Verständnis von Arbeit: um das soziale Selbstverständnis wirtschaftlichen Handelns, um die heutigen wirtschaftlichen Bedingtheiten sozialen Handelns – und um den Begriff, den wir uns davon machen (können). Das ist von Relevanz, weil wir immer, wenn wir eine Sache als Arbeit begreifen, Urteile über unser Zusammenleben als Arbeitsgesellschaft fällen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Studie verknüpft empirische sozialwissenschaftliche Studien zu Veränderungen der Arbeitsorganisation mit klassischen und aktuellen sozialphilosophischen Paradigma. Einen besonderen Fokus richtet sie auf die Proklamation künstlerischer Arbeitsweisen als neue Formen ›zeitgemäßen‹ Arbeitens. Ich argumentiere, dass solche unterschiedlichen sozioökonomischen Strategien sich gegenseitig beeinflussen und Sinn und Zweck von Arbeit als paradoxales Verhältnis verstanden werden müssen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Es schließt eine Lücke in den Untersuchungen zur Transformation von Arbeitsformen, besonders in Diskursen über ›Subjektivierung‹ und zur ›ästhetischen Organisation‹ von Arbeit. Die Studie untersucht spezifisch die Gewichtung des Künstlers als neuen ökonomischen Protagonisten gesellschaftlichen Veränderungspotentials: ein idealisierter Künstler avanciert zum Prototypen des anpassbaren, flexiblen Arbeitnehmers. Dabei setzt sie sich mit sozialphilosophischen Ansätzen auseinander, die einen humanen und emanzipatorischen Begriff von Arbeit verteidigen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, deren Erfahrungen, Forschungen und Überlegungen in dieses Buch eingeflossen sind und insbesondere mit Menschen, die über die Möglichkeiten der Gestaltung zukünftiger Arbeitsorganisation nachdenken und arbeiten, nicht nur akademisch, sondern auch administrativ und politisch beratend.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Paradox der Arbeit beschreibt Flaubert treffend in seinem Wörterbuch der Gemeinplätze: ›Künstler – was die tun, kann man nicht arbeiten nennen.‹

»Eine anspruchsvolle Lektüre für KünstlerInnen und für Theorieinteressierte an einer gründlichen Rezeption des Subjekts (der Arbeit) von der Antike bis heute.«
Birge Krondorfer, WeiberDiwan, 2 (2011)
Besprochen in:
Testcard, 21 (2011)
creative-city-berlin.de, 3 (2012)
Autor_in(nen)
Sophie-Thérèse Krempl
Buchtitel
Paradoxien der Arbeit oder: Sinn und Zweck des Subjekts im Kapitalismus
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
342
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-1492-3
DOI
Warengruppe
1724
BIC-Code
JHBL KJU
BISAC-Code
SOC026000 BUS085000
THEMA-Code
JHBL KJU
Erscheinungsdatum
2011-01-24
Auflage
1
Themen
Neoliberalismus, Arbeit
Adressaten
Philosophie, Soziologie, Ästhetik, Organisationstheorie, Ökonomik
Schlagworte
Arbeit, Arbeitsbegriff, Subjekt, Subjektivierung, Kapitalismus, Transformationen, Neoliberalismus, Arbeits- und Industriesoziologie, Organisationssoziologie, Soziologie

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