Raum und Objekt im Werk von Samuel Beckett

Bekanntlich korrigiert der rezente »Spatial Turn« den vormalig linguistischen. Diesen Wandel datiert man verbreiteterweise auf einen eher peripheren Text von Foucault (»Von anderen Räumen«).

Außer Acht bleibt dabei, in wie hohem Maße bereits der Schweiger Beckett das linguistische Paradigma durch das räumliche ersetzt bzw. dieses verräumlicht hat. Ein Baum, eine Tür, eine Pritsche, ein Wald. Diese Dinge sind so ikonisch wie zugleich raumprägend. Solche Ding-Räumlichkeit findet sich in den Theaterstücken, Fernsehspielen und narrativen Texten Becketts, die Gegenstand der Beiträge dieses Bandes sind.

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2011-03-04, 244 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1515-9

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Franziska Sick

Franziska Sick, Universität Kassel, Deutschland

... mit Franziska Sick

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Die Welt ist räumlich. Wie soll die Welt sich selbst verstehen, wenn sie Räumlichkeit nicht versteht?

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Hermeneutik hat Verstehen als eine Angelegenheit der Seele, die Linguistik als eine Sache der Sprache gedacht. Die Beiträge des vorliegenden Bandes zeigen, dass Beckett diese Konzepte in vielfältiger und radikaler Weise durch räumliche, raum-dingliche Modelle ersetzt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die ältere Beckett-Forschung hat den Raum und die Dinge bei Beckett vergleichsweise motivisch und sujethaft untersucht. Die Ausrichtung an rezenten raumtheoretischen Fragestellungen erlaubt einen neuen Blick auf einen Autor, der gemeinhin als weitgehend ausinterpretiert gilt. Zugleich kann eine so verstandene Relektüre Becketts das Raumdenken befruchten. Als einer der originellsten Raum-Denker seiner Zeit ist Beckett in die aktuelle Debatte um den Raum mit einzubeziehen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Naturgemäß mit Beckett selbst, auch wenn dies vermutlich nicht ganz einfach wäre. Denn Beckett ist bekannt als großer Schweiger. Man würde sich also gegenübersitzen: Der Schweiger, der sein Werk nicht interpretiert, und der Literaturwissenschaftler, dem eben dies zu tun aufgegeben ist. Jeder an seinem Ort.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Lohnender, als Beckett verstehen zu wollen, ist es, sich in seine Räume hineinzubegeben.

Autor_in(nen)
Franziska Sick (Hg.)
Buchtitel
Raum und Objekt im Werk von Samuel Beckett
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
244
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1515-9
DOI
Warengruppe
1564
BIC-Code
DSB AN
BISAC-Code
LIT004120 PER011020
THEMA-Code
DSB ATD
Erscheinungsdatum
2011-03-04
Auflage
1
Themen
Raum, Theater, Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Theaterwissenschaft, Kulturwissenschaft
Schlagworte
Beckett, Theater, Prosa, Fernsehspiele, Raum, Objekt, Literatur, Anglistik, Theaterwissenschaft, Literaturwissenschaft

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