Der digitale Patient

Zu den Konsequenzen eines technowissenschaftlichen Gesundheitssystems

Innovative Gesundheitstechnik erfreut sich einer großen Popularität: Viele Entscheidungsträger im Gesundheitswesen erwarten, dass mit Hilfe von Telemedizin und anderen Technologien aktuelle Herausforderungen des Medizinsektors bewältigt werden können.

Thomas Mathar widmet sich diesem Thema aus der Perspektive der ethnographischen Wissenschafts- und Technikforschung (Science & Technology Studies). Am Beispiel von Telemonitoring-Lösungen für Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz untersucht er die praktischen Konsequenzen solcher Gesundheitstechnologien sowohl für Pflegekräfte und Ärzte als auch für Patienten.

28,80 € *

2010-10-27, 284 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1529-6

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Thomas Mathar

Thomas Mathar, LJ Research, Großbritannien

... mit Tom Mathar

1. "Bücher, die die Welt nicht braucht." Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Demographische Entwicklung, die zunehmende Verbreitung chronischer Erkrankungen, ein u.a. daraus resultierendes Finanzierungsproblem – dies sind nur einige Herausforderungen des zeitgenössischen Sozial- und Gesundheitssystems. In diesem Buch wird anhand eines Beispiels untersucht, wie Entscheidungsträger diese Herausforderungen zu lösen gedenken und welche Konsequenzen dies im Alltag von betroffenen Menschen hat.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

In diesem Buch kommen diejenigen zu Wort, die von neueren Gesundheitstechnologien wie Telemedizin betroffen sind: insbesondere also Menschen mit chronischen Krankheiten und so genannte Teleschwestern – besonders ausgebildetes pflegerisches Personal also. Darüber hinaus reflektiert dieses Buch neuere Ansätze aus der empirischen Wissenschafts- und Technikforschung und relativiert somit die Vormacht unterschiedlicher wissenschaftlicher Denkstile und -praktiken.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Studien zu Telemedizin und ähnlichen Gesundheitstechnologien untersuchen meist, ob diese Ansätze effizient und effektiv sind. In diesem Buch hingegen wird untersucht, welche Konsequenzen diese Technologien im Alltag von Menschen haben. Des Weiteren wird die Rationalität oder Logik untersucht, auf der diese Ansätze basieren und definiert auf dieser Grundlage Grenzen des so genannten gesundheitsökonomisch-bürokratischen Vernunftstils.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Zum einen würde ich gerne mit Entscheidungsträgern im Gesundheits- und Sozialwesen über die politischen Implikationen meiner Thesen nachdenken. Aber auch mit Soziologen, Ethnologen und anderen Sozialwissenschaftlern möchte ich weiter diskutieren, um insbesondere über die Bedeutung der empirischen Wissenschafts- und Technikforschung nachzudenken.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Dieses Buch untersucht eine Lösungsstrategie aktueller Gesundheitspolitik indem es die Perspektiven der Betroffenen und neueste Sozialtheorien reflektiert.

»Ich empfehle dieses Buch unbedingt jedem, der sich auch für Fakten und Hintergründe neuer Technologien im Gesundheitswesen interessiert.«
Barbara Wedler, www.socialnet.de, 28.12.2010
Besprochen in:

Gen-ethischer Informationsdienst, 202/10 (2010)
SWS-Rundschau, 51/2 (2011), Sigrid Kroismayr
Autor_in(nen)
Thomas Mathar
Buchtitel
Der digitale Patient Zu den Konsequenzen eines technowissenschaftlichen Gesundheitssystems
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
284
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-1529-6
DOI
10.14361/9783839415290
Warengruppe
1729
BIC-Code
JFFH MBS PDR
BISAC-Code
SOC057000 SCI075000
THEMA-Code
JBFN MBS PDR
Erscheinungsdatum
2010-10-27
Auflage
1
Themen
Medizin, Technik
Adressaten
(Europäische) Ethnologie, Soziologie, Wissenschaftsgeschichte, Gesundheitswissenschaften, Allgemeinmedizin
Schlagworte
Telemonitoring, E-Health, Gesundheitssystem, Chronische Krankheiten, (Europäische) Ethnologie, Wissenschafts- und Technikforschung, Science & Technology Studies, Technik, Medizin, Medizinsoziologie, Wissenschaftssoziologie, Life Sciences, Soziologie

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