Die Gestaltung der Leere

Zum Umgang mit einer neuen städtischen Wirklichkeit

Städtische Leerräume sind zu einer Realität geworden, die sich längst nicht mehr auf Krisenregionen beschränkt: Es dominiert die Wahrnehmung urbaner Brachen als Missstand. In diesem Buch wird eine andere Perspektive eingenommen: Christine Dissmann wagt einen architekturtheoretisch geprägten Blick auf die städtische Leere und betrachtet diese nicht mit der Intention einer möglichst erfolgreichen Stadtreparatur, sondern interessiert sich für deren ästhetische Eigenschaften.

Gängige Umgangsweisen mit urbaner Leere werden auf ihren kulturellen Bedeutungsgehalt hin befragt, und es wird ein alternatives Leitbild entwickelt, das unter dem Titel »Dornröschenprinzip« Verfahren des geschützten Liegenlassens der Leere erlaubt.

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2011-01-03, 248 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1539-5

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Christine Dissmann

Christine Dissmann, Architektin, Stadtforscherin und Autorin, Deutschland

... mit Christine Dissmann

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Mein Buch setzt sich mit einer grundlegenden Frage auseinander, die sämtliche ›ausgewachsenen‹ Stadtgesellschaften betrifft: nämlich wie wir mit unserem gebauten Erbe als wichtigen Teil unserer kulturellen Identität umgehen angesichts von Leerstand und fehlender finanzieller oder ideeller Ressourcen. Das Buch betrachtet dabei die Leere nicht als zu lösendes Problem, sondern als kulturelle Herausforderung.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

»Die Gestaltung der Leere« bietet zum ersten Mal eine theoretische Verarbeitung unserer Umgangsweisen mit urbaner Leere. Mit dem ›Dornröschenprinzip‹ wird eine Alternative zur gängigen Tendenz vorgestellt, Leere entweder durch Abriss oder Sanierung vernichten zu wollen. Das ›Dornröschenprinzip‹ formuliert die Idee, leerstehende Räume vorübergehend aus unserer Wahrnehmung fallen zu lassen, um sie kulturell vorhalten zu können.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Der Diskurs zu den städtebaulichen Folgen des Strukturwandels wird seit rund zehn Jahren geführt und war zunächst gekennzeichnet von Grundlagen- und Laborarbeit. Mittlerweile ist die Zeit gekommen, Ergebnisse zu präsentieren, Rückschlüsse zu ziehen und Ausblicke zu wagen. In diesem Zusammenhang sehe ich mein Buch als einen zum richtigen Zeitpunkt veröffentlichten, wichtigen Beitrag zur Reflexion über die gemachten Erfahrungen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ich würde mich sehr freuen, die Idee des ›Dornröschenprinzips‹ mit Hauseigentümern, Anwohnern, Bürgern, Denkmalschützern, Baufachleuten und Stadtplanern zu diskutieren. Außerdem träume ich davon, mit experimentierfreudigen Gesinnungsgenossen dieses Konzept in der Praxis zu erproben und daraus neue Anschauung zu gewinnen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die »Gestaltung der Leere« bietet eine theoretische Reflexion auf die Debatte zum Umgang mit den stadträumlichen Folgen des Strukturwandels.

»Ein begrüßenswerter Beitrag zur aktuellen Fachdebatte.«
Anne Pfeil, Raumforschung und Raumordnung, 69 (2011)
Besprochen in:

Forum Wohnen und Stadtentwicklung, 2 (2011)
Fraunhofer IRB, 5 (2011)
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.04.2011, Michael Mönninger
Kunstbulletin, 4 (2011)
Autor_in(nen)
Christine Dissmann
Buchtitel
Die Gestaltung der Leere Zum Umgang mit einer neuen städtischen Wirklichkeit
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
248
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-1539-5
DOI
10.14361/transcript.9783839415399
Warengruppe
1584
BIC-Code
AM JFSG
BISAC-Code
ARC010000 SOC026030
THEMA-Code
AM JBSD
Erscheinungsdatum
2011-01-03
Auflage
1
Themen
Raum, Stadt, Architektur
Adressaten
Raumwissenschaften, Stadtplanung, Kulturwissenschaften, Urbanistik und die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Leere, Stadt, Raum, Brache, Strukturwandel, Kultur, Architektur, Urban Studies, Ästhetik

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