Anerkennung und Gerechtigkeit in Heilpädagogik, Pflegewissenschaft und Medizin

Auf dem Weg zu einer nichtexklusiven Ethik

Schon immer werden Menschen durch kulturelle, gesellschaftliche, ökonomische, politische und andere Strategien ausgeschlossen. Traditionell spielen hierbei das Schulsystem und die Medizin eine zentrale Rolle. Heute kommt auch der Ethik eine wichtige, die Exklusion flankierende Funktion zu – wenn sie etwa als »Bioethik« Theorien hervorbringt, die beanspruchen, den Wert bzw. Unwert von Menschen und ihre Schutzwürdigkeit bestimmen zu können.

Die Beiträger_innen des Bandes wirken dieser Tendenz entgegen und erkunden – im Sinne einer als Schutzbereich dienenden nichtexklusiven Ethik – neue Zugänge zu Fragen der Gerechtigkeit und der Anerkennung. Dabei werden ethische Alternativen für die Medizin, die Pflegewissenschaft sowie die Heil- und Sonderpädagogik ausgelotet. Der hierzu eingeschlagene differenztheoretische Weg kann als konsequenter und neuartiger Ansatz verstanden werden, Fragen der Ethik auch in Bezug auf ihre konkrete Anwendung zu bearbeiten.

25,80 € *

2011-01-12, 264 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1549-4

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Mengenrabatt

Weiterempfehlen

Markus Dederich

Markus Dederich, TU Dortmund, Deutschland

Martin W. Schnell

Martin W. Schnell, Universität Witten/Herdecke, Deutschland

... mit Markus Dederich

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Viele Bücher sind wichtig, nicht nur unseres.

In Bezug auf die Grundidee des Buchs jedoch glauben wir, dass der von uns gewählte Zugang zu Fragen der Anerkennung und Gerechtigkeit in seiner Verbindung mit den drei Anwendungsbereichen ein ›Alleinstellungsmerkmal‹ ist.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es bringt die Debatte um Anerkennung und Gerechtigkeit in einen breiten Konnex mit den Wissenschaften der Bildungs- und Heilberufe. Das Neue daran: Einerseits verknüpft es unsere These, dass (chronisch) kranke, pflegeabhängige und behinderte Menschen ein Prüfstein für die In- bzw. Exklusivität der Ethik sind, mit zwei bedeutsamen Themenfeldern der Sozial- und politischen Philosophie. Andererseits schlägt es für diese Verknüpfung eine alteritätsethische Lesart vor.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Es wird zwar nicht immer bemerkt, aber wir behaupten: ein zentrales.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Alexander Kluge, Guido Westerwelle, Jürgen Habermas, dem Dalai Lama.

5. Ihr Buch in einem Satz:

›Wenn man Philosophie resümieren könnte, benötigte man die Anstrengung des Gedankens nicht.‹ (Adorno)

Besprochen in:

www.lehrerbibliothek.de, 5 (2011), Jens Walter
Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 17, 7-8 (2011)
Autor_in(nen)
Markus Dederich / Martin W. Schnell (Hg.)
Buchtitel
Anerkennung und Gerechtigkeit in Heilpädagogik, Pflegewissenschaft und Medizin Auf dem Weg zu einer nichtexklusiven Ethik
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
264
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1549-4
DOI
10.14361/transcript.9783839415498
Warengruppe
1729
BIC-Code
JFFG JKSN MQC
BISAC-Code
SOC029000 SOC025000 MED058200
THEMA-Code
JBFM JKSN MQC
Erscheinungsdatum
2011-01-12
Auflage
1
Themen
Medizin, Ethik
Adressaten
Heilpädagogik, Pflegewissenschaft, Medizin, Philosophie, Kulturwissenschaften
Schlagworte
Exklusion, Anerkennung, Gerechtigkeit, Heilpädagogik, Pflegewissenschaft, Medizin, Ethik, Behinderung, Sozialarbeit, Pflege, Medizinethik, Pädagogik

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung