Das Wissen der Architektur

Vom geschlossenen Kreis zum offenen Netz

Ein paradigmatischer Wandel des Architektur-Begriffs eröffnet neue theoretische Perspektiven und entwickelt große Erklärungskraft. Die vormoderne Überzeugung, Architektur sei eine enzyklopädische Wissenschaft und Kunst, wird heutzutage in netz- und wissenstheoretischen Modellen aktualisiert, die uns die Architektur wieder als Einheit von Theorie und Praxis verstehen lassen. Der Nachweis ihrer zugleich vormodernen und (post-)modernen Struktur gelingt in diesem Buch über eine epistemologische Analyse ihrer Produktionsprozesse und aufgrund einer kritischen Erörterung der Architektur aus handlungs- und machttheoretischer Perspektive.

17,99 € *

2014-03-27, 190 Seiten
ISBN: 978-3-8394-1553-5
Dateigröße: 3.97 MB

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Gerd de Bruyn

Gerd de Bruyn, Universität Stuttgart, Deutschland

Wolf Reuter

Wolf Reuter, Universität Stuttgart, Deutschland, und Tongji Universität Shanghai, China

... mit Wolf Reuter

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Kein Buch ist unverzichtbar. Die Existenz des unseren bezieht ihren überzeugenden Charme aus der Tatsache, dass es eine bahnbrechende Wende in der Theorie des Wissens der Architektur und damit auch in der Theoretisierung von Architektur selbst formuliert. Derartige konzeptionelle Wenden revitalisieren eine Disziplin, indem sie für die Forschung neue Erklärungsmodelle, für die Lehre neue Organisationsformen und für die Praxis neue Handlungsoptionen anbieten.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Indem wir die netzförmige Struktur des Wissens der Architektur an die Prozesse koppeln, die sie entstehen lassen, eröffnen wir die Potenziale des Netzes. Entwerfende Architekten können ihre Kreativität auf ein derart relationales Geflecht stützen, die Grenzen ihrer Denkbezüge und ihre Handlungsmöglichkeiten neu verorten. Für die Interpretation von Architekturprodukten restrukturiert sich der Horizont. Die Wissenschaft profitiert von der eingeführten macht- und handlungstheoretischen Perspektive.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Organisation des »Wissens der Architektur« als Gegenstand einer Theoriedebatte ist praktisch aktuell für die Reorganisation der Lehre in den Bachelor/Masterstudiengängen. Die Explosion der Wissensmenge und der Wissensquellen, die Zunahme von interdisziplinären Koppelungen in Forschung und Praxisprojekten, von transdisziplinären Sprüngen im Denken machen die Reflektion der Struktur und die Produktion von Wissen zu einem zentralen und Disziplin übergreifenden Diskurs- und Forschungsgegenstand.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit den Philosophen des Rhizoms, mit Wissenstheoretikern, mit Praxeologen, mit Interventionskünstlern, mit rebellierenden Jungarchitekten, mit Stadt-, Verkehrs-, Gesundheitssystem- und Gesellschaftsplanern, mit Designern, mit den geistigen Abenteurern, mit erfolgreichen reflektierten Praktikern, mit uns selbst.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Architekten, die – aufsteigend oder abstürzend – ins Netz unseres Buches geraten, haben bessere Chancen im Kampf um Erkenntnis und Erfolg.

Besprochen in:

www.german-architects.com, 3 (21011)
Stadt und Raum, 2 (2011)
Fraunhofer IRB, 5 (2011)
gsg-INFO, 5 (2011)
Bauwelt, 22 (2011), Gernot Weckherlin
Grazer Architektur Magazin, 08 (2012), Stefan Fink
Autor_in(nen)
Gerd de Bruyn / Wolf Reuter
Buchtitel
Das Wissen der Architektur Vom geschlossenen Kreis zum offenen Netz
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
190
ISBN
978-3-8394-1553-5
DOI
Warengruppe
1584
BIC-Code
AM
BISAC-Code
ARC010000
THEMA-Code
AM
Erscheinungsdatum
2014-03-27
Themen
Architektur
Adressaten
Architektur, Architekturtheorie, Wissenstheorie, Philosophie, Epistemologie, Praxeologie, Ästhetik
Schlagworte
Architektur, Wissen, Netztheorie, Avantgarde, Kontext, Macht, Ästhetik, Raum

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