Das Prinzip »Osten«

Geschichte und Gegenwart eines symbolischen Raums

Mit dem »Osten« ist weit mehr als nur ein geografisch verortbares Gebiet bezeichnet. Vielmehr handelt es sich hierbei um einen mit Bedeutungen aufgeladenen Raum, der die unterschiedlichsten Befindlichkeiten (von Sehnsucht bis hin zu Furcht) evozieren kann.

Die interdisziplinären Beiträge dieses Bandes nehmen anhand thematisch vielfältiger Phänomene die kulturellen, sozialen, politischen und räumlichen Kontextbedingungen in den Blick, denen die Entstehung und die – wenn auch dynamische – Verstetigung des »Ostens« als Raumparadigma zu verdanken sind.

24,80 € *

2010-11-10, 180 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1564-7

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Gunther Gebhard

Gunther Gebhard, freier Lektor und Publizist, Deutschland

Oliver Geisler

Oliver Geisler, Musikfest Erzgebirge, Deutschland

Steffen Schröter

Steffen Schröter, freier Lektor und Publizist, Deutschland

... mit Gunther Gebhard, Oliver Geisler und Steffen Schröter

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Wie man tagtäglich in Medien wie dem Fernsehen oder der Zeitung beobachten kann, ist die Denk- und Raumfigur ›Osten‹, also das, was im Buch mit dem ›Prinzip Osten‹ zu greifen versucht wird, nach wie vor ausgesprochen wirkmächtig, etwa wenn über Osteuropa, Russland oder den Osten Deutschlands gesprochen oder geschrieben wird. Uns interessierte gerade diese Persistenz der Wahrnehmungsmuster des Ostens, denen angesichts der Entwicklungen der letzten 20 Jahre (deutsche Wiedervereinigung, Zusammenbruch des ›Ostblocks‹, EU-Osterweiterung) durchaus auch eine politische Brisanz zukommt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Während in deutschsprachigen Publikationen zum Osten – verständlicherweise – zumeist die deutsche Wahrnehmung des Ostens im Zentrum steht, ging es uns darum, diese Beschränkung aufzugeben. In den Blick kommt so ein zentrales Charakteristikum des ›Prinzips Osten‹: Es ist räumlich transponibel, greift etwa auch in westlichen Räumen oder im ›eigentlichen‹ Osten selbst. Daher gilt es, auch den ›Osten‹ des Ostens oder den ›Osten‹ im Westen (kultur-)wissenschaftlich zu untersuchen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Im Hinblick auf den spatial turn in den Geistes- und Sozialwissenschaften und die verstärkte kulturwissenschaftliche Orientierung in den Geowissenschaften ist die Denk- und Raumfigur ›Osten‹ ein nachgerade paradigmatisches Thema, da sich in ihr räumliche, soziale und kulturelle Kategorien zu spezifischen Wahrnehmungsmustern verdichten. Daher bietet sich insbesondere dieses Thema an, um die Annäherung der beiden Wissenschaftsperspektiven weiter voranzutreiben.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

David Cronenberg. Eine Podiumsdiskussion im Anschluss an eine Vorführung seines Films ›Eastern Promises‹ wäre nicht nur aufgrund der verschiedenen Herangehensweisen an das Thema fruchtbar.

Buchtitel
Das Prinzip »Osten« Geschichte und Gegenwart eines symbolischen Raums
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
180
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1564-7
DOI
10.14361/transcript.9783839415641
Warengruppe
1558
BIC-Code
HBJD HBTB RGC
BISAC-Code
HIS010010 HIS054000 SOC015000
THEMA-Code
NHD NHTB RGC
Erscheinungsdatum
2010-11-10
Auflage
1
Themen
Kulturgeschichte
Adressaten
Geschichte, Soziologie, Theologie, Kunstgeschichte
Schlagworte
Osteuropa, Osten, Kultur, Raum, Kulturgeschichte, Osteuropäische Geschichte, Kulturgeographie, Geschichtswissenschaft

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