Mythos Tragödie

Zur Aktualität und Geschichte einer theatralen Wirkungsweise

Obwohl die Tragödie im 20. Jahrhundert wirkungsvoll für tot erklärt wurde, finden sich in den letzten Jahren verstärkt Inszenierungen antiker Tragödien auf den Theaterbühnen, die eine große Aktualität beanspruchen können. Ebenso lassen sich in aktuellen Theatertexten Momente finden, die ihrerseits eine tragische Wirkung entfalten.

Tragödie wird von Johanna Canaris deshalb, ausgehend von einer Auseinandersetzung mit der griechischen Tragödie, über jene Wirkung definiert, die besonders durch einen gemeinsamen, mythisch aufgeladenen Horizont von Bühne und Publikum entstehen kann. Dieser wird durch die Zeit unterschiedlich besetzt und im Theater der Befragung ausgesetzt.

34,80 € *

2011-12-02, 370 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1565-4

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Johanna Canaris

Johanna Canaris, Universität Paderborn, Deutschland

... mit Johanna Canaris

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil das Theater, zumal das der griechischen Tragödie, grundlegende Fragen in Bezug auf Mythen, Vergangenheit und das Zusammenleben behandelt – und dieses im Theater für die Zuschauer direkt erfahrbar macht. Das galt vor 2500 Jahren und gilt bis heute. Dem geht das Buch nach.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch verwendet zwar primär einen literaturwissenschaftlichen Blickwinkel, ohne dabei jedoch die Perspektive der Aufführung – also die klassische Domäne der Theaterwissenschaften – zu vernachlässigen. Auch das Nebeneinander von Textinterpretation und Aufführungsanalyse, um im Prinzip das selbe Argument, das der Aktualität tragischer Strukturen, zu belegen, ist eher ungewöhnlich.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Frage der Antikerezeption in der Gegenwartsliteratur ist äußerst aktuell, ebenso wie die Frage nach Mythende- und -rekonstruktion. Ich versuche die Ursprünge der Wirkung im Theater nachzuvollziehen und die Frage der Rezeption und Weiterentwicklung nicht nur auf der stofflichen Ebene, sondern eben auf einer der theatralen Wirkung zu belegen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Gerne mit den Regisseuren, deren Inszenierungen ich analysiere – aber auch mit jedem, der sich für Theater interessiert, ebenso mit sowohl Literatur- und Theaterwissenschaftlern. Nicht zuletzt gerne mit Schauspielern und Publikum, um deren konkrete, körperliche Erfahrung mit diesem Theater, die ich versuche möglichst rational zu analysieren, zu erfragen und zu verstehen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Der Versuch zu zeigen, dass die Tragödie nicht tot ist, sondern bis heute – im Theater – höchst lebendig.

Besprochen in:

www.nachtkritik.de, 2 (2012)
Germanistik, 53/1-2 (2012)
Zeitschrift für Theaterpädagogik, 4 (2013), Florian Vaßen
Autor_in(nen)
Johanna Canaris
Buchtitel
Mythos Tragödie Zur Aktualität und Geschichte einer theatralen Wirkungsweise
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
370
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1565-4
DOI
10.14361/transcript.9783839415658
Warengruppe
1586
BIC-Code
AN DSB HBTB
BISAC-Code
PER011020 LIT000000 HIS054000
THEMA-Code
ATD DSB NHTB
Erscheinungsdatum
2011-12-02
Auflage
1
Themen
Theater, Kulturgeschichte
Adressaten
Literaturwissenschaft, Theaterwissenschaft, Kulturwissenschaft
Schlagworte
Theater, Gegenwartstheater, Antike Tragödie, Tragödientheorie, Aufführungsanalyse, Kulturgeschichte, Theaterwissenschaft, Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft

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