Emotionen

Zeitschrift für Kulturwissenschaften, Heft 2/2010

Das Thema »Emotionen« hat in der Wissenschaft und deren populärer medialer Rezeption Hochkonjunktur. Die öffentlichen Debatten scheinen von Psychologie, Kognitions- und Neurowissenschaften dominiert. Doch auch wenn den »Naturwissenschaften« Messverfahren zur Verfügung stehen, die den »Kulturwissenschaften« verschlossen sind: Emotionen werden immer nur über Sprache und andere Repräsentationen (z.B. Gestik) ›übersetzt‹ zugänglich und sind nicht von ihrer kulturellen Vermittlung ablösbar.

Das Heft setzt sich disziplinenübergreifend mit den kulturwissenschaftlichen Möglichkeiten auseinander, »Emotionen« historisch zu kontextualisieren. Im Debattenteil werden die Chancen eines Dialogs zwischen »Kultur-« und »Naturwissenschaften« diskutiert.

8,50 € *

2010-10-27, 96 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1578-4

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Daniela Hammer-Tugendhat

Daniela Hammer-Tugendhat, Universität für Angewandte Kunst Wien, Österreich

Christina Lutter

Christina Lutter, Universität Wien, Österreich

... mit Daniela Hammer-Tugendhat und Christina Lutter

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Obwohl gegenwärtig in unterschiedlichen Disziplinen über Emotionen diskutiert

wird, gibt es vergleichsweise wenige kulturwissenschaftliche Arbeiten zu diesem Thema. Unser Heft vereint nicht nur Beiträger/-innen aus verschiedenen Disziplinen, sondern die einzelnen Texte selbst versuchen, das Feld der Emotionen disziplinenübergreifend zu erfassen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Perspektivisch hoffen wir, dass das Buch ein Anstoß in Richtung einer kulturwissenschaftlich orientierten Geschichte der Emotionen sein könnte, einer Geschichte über die Diskurse, Normierungen und Wertungen von Emotionen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Als Kulturwissenschaftler/-innen vertreten wir die These, dass Emotionen grundsätzlich immer auch kulturbedingt sind, abhängig von gesellschaftlichen Normen- und Wertesystemen, historisch und räumlich unterschiedlich, aber auch gender- und schichtspezifisch differenziert. Besonders hervorzuheben ist, dass im Debattenteil am Beispiel von Halluzinogenen eine kritische Auseinandersetzung zwischen Kultur- und

Naturwissenschaftlern stattfindet.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Diskutieren möchten wir das Buch mit Vertetern/-rinnen aller kultur- und

sozialwissenschafltichen Disziplinen ebenso wie mit

Naturwissenschaftler/-innen. Darüber hinaus meinen wir, dass die Reflexion über Emotionen auch für Nicht-Wissenschaftler/-innen relevant ist.

»Die besondere Leistung des Bandes [liegt] in der gelungenen Anregung zum interdisziplinären Austausch – insbesondere zwischen Kultur- und Naturwissenschaft.«
Nora Hoffmann, www.literaturkritik.de, 3 (2011)
Besprochen in:

Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde, (2011), Michaela Haibl
Buchtitel
Emotionen Zeitschrift für Kulturwissenschaften, Heft 2/2010
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
96
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1578-4
Warengruppe
3510
BIC-Code
JFC HBTB
BISAC-Code
SOC022000 HIS054000
THEMA-Code
JBCC NHTB
Erscheinungsdatum
2010-10-27
Auflage
1
Themen
Kultur
Adressaten
Kunst- und Musikwissenschaft, Medien- und Filmwissenschaft, (Wissenschafts-)Geschichte, Philosophie, Psychoanalyse, Neurowissenschaften
Schlagworte
Emotionen, Medien, Repräsentationen, Geschichte, Kultur, Kulturtheorie, Emotionsgeschichte, Kulturgeschichte, Kulturphilosophie, Kulturwissenschaft, Zeitschrift

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