Ästhetisierung des Sozialen

Reklame, Kunst und Politik im Zeitalter visueller Medien

Die »Ästhetisierung des Sozialen« gilt als zentrales Kennzeichen der Gesellschaften der Gegenwart und steht im Zusammenhang mit der Verbreitung visueller Medien. All die aktuellen Formen der Ästhetisierung haben jedoch eine lange Geschichte – man denke etwa an die Bedeutung von Bildern in politischen und religiösen Auseinandersetzungen oder an die Avantgardebewegungen des frühen 20. Jahrhunderts.

Dieser Band bietet eine vielfältige Analyse der Ästhetisierung des Sozialen im heutigen Zeitalter visueller Medien, die im Sinne einer historischen Kultursoziologie medial-ästhetischer Praktiken weit in die Geschichte zurückreicht.

31,80 € *

2011-10-04, 352 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1591-3

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Lutz Hieber

Lutz Hieber, Leibniz Universität Hannover, Deutschland

Stephan Moebius

Stephan Moebius, Karl-Franzens-Universität Graz, Österreich, und Deutsche Gesellschaft für Soziologie, Deutschland

... mit Lutz Hieber

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Wenn von Ästhetisierung des Sozialen die Rede ist, so denkt man in erster Linie, die Ästhetisierung sei das Resultat spätmoderner Prozesse. Unser Buch zeigt aber, dass die Ästhetisierung des Sozialen eine weit zurückreichende Geschichte hat, die auch stets umkämpft war.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Prozesse der Ästhetisierung des Sozialen sind nicht erst ein Produkt der gegenwärtigen Massenmedien (Fernsehen, Internet), sondern bauen auf Entwicklungen früherer Epochen auf: Man denke etwa an die Bedeutung von Bildern in politischen und religiösen Auseinandersetzungen oder an die Avantgardebewegungen des frühen 20. Jahrhunderts. Deshalb richtet sich das Buch explizit an einer historischen Kultursoziologie ästhetischer Praktiken aus.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

»Ästhetisierung des Sozialen« ist in vielerlei Hinsicht zentral: Man denke etwa an die nach alltagsästhetischen Stilen ausgerichtete Lebensweise oder die Kultivierung einer Ästhetik der Existenz (Kleidermode, Körperkult, Stile der Wohnungseinrichtungen etc.). Auch Existenzweise und Selbstdefinition religiöser Gruppierungen sind nicht ohne Praktiken der Ästhetisierung zu denken. Schließlich ist eine Ästhetisierung des Sozialen auch im Bereich der Politik zu konstatieren. Angefangen von designten Parteiwerbebroschüren und -plakaten, die gemäß den Prinzipien avancierter Werbeästhetik gestaltet sind, über Protestplakate, bis hin zu Praktiken der medialen Ästhetisierung und Stilisierung von Politikern und Parteitagen. Heute betrifft die Ästhetisierung des Sozialen demnach viele, wenn nicht sogar alle Bereiche der Gesellschaft.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Kunsthistoriker/-innen, Medienwissenschaftler/-innen, Museumskurator/-innen, Feuilletonautor/-innen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch, um frühere und aktuelle Prozesse der Ästhetisierung und der visuellen Kultur in den Blick zu bekommen.

Besprochen in:

GMK-Newsletter, 1 (2012)
Kunstbulletin, 1-2 (2013)
Autor_in(nen)
Lutz Hieber / Stephan Moebius (Hg.)
Buchtitel
Ästhetisierung des Sozialen Reklame, Kunst und Politik im Zeitalter visueller Medien
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
352
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-1591-3
DOI
10.14361/transcript.9783839415917
Warengruppe
1581
BIC-Code
ABA JFD JFC JHB
BISAC-Code
ART009000 SOC052000 SOC022000 SOC026000
THEMA-Code
ABA JBCT JBCC JHB
Erscheinungsdatum
2011-10-04
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Bild, Ästhetik
Adressaten
Soziologie, Geschichte, Kulturwissenschaft, Kunstwissenschaft, Bildwissenschaft, Medienwissenschaft, Cultural Studies
Schlagworte
Kultur, Medien, Kunst, Visual Culture, Avantgarde, Bild, Gesellschaft, Ästhetik, Bildwissenschaft, Kultursoziologie, Kunstsoziologie, Cultural Studies, Kunstwissenschaft

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