Das Geschlecht der Anderen

Figuren der Alterität: Kriminologie, Psychiatrie, Ethnologie und Zoologie

Die Konstitution von Geschlechtermetaphern wird im 19. und 20. Jahrhundert verstärkt an Konstruktionen eines »Anderen« gebunden. Es entsteht so ein Wissen, das viele Disziplinen durchzieht und zu einer interdiskursiven Klammer wird. Das Buch fokussiert die transdisziplinären Austauschbeziehungen über das »Geschlecht der Anderen« sowie deren narratologische Prozesse und eröffnet so die Diskussion über die Verschränkung von Wissensgebieten wie das der Kriminologie, der Psychiatrie, der Ethnologie und der Zoologie mit dem Schwerpunkt vergeschlechtlichter Alterität.

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2011-07-07, 216 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1592-0

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Sophia Könemann

Sophia Könemann, Humboldt-Universität zu Berlin, Deutschland

Anne Stähr

Anne Stähr, Humboldt-Universität zu Berlin, Deutschland

... mit Anne Stähr

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Unser Buch situiert die Frage, warum die Kategorie Geschlecht historisch häufig mit Wahnsinn, Bestialiät, Kriminalität und Fremdheit verbunden wurde, in ihren konkreten wissensgeschichtlichen Kontexten. Damit geht es sowohl über disziplinär gebundene als auch über eher abstrakt-philosophische Forschungen deutlich hinaus.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der Konferenzband wirft ein neues Licht auf die historische Verschränkung mehrerer Formen des Wissens in der Konstruktion geschlechtlicher Implikationen des ›Anderen‹. Die Beiträgerinnen und Beiträger nehmen dazu auch die unterschiedlichen medialen Präsentationsweisen des Wissens in den Blick.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das ›Andere‹ und seine geschlechtliche Dimension ist aktuell Gegenstand wissenshistorischer, postkolonialer, gendertheoretischer, medientheoretischer und literaturwissenschaftlicher Untersuchungen. Ein Forschungsdesiderat bleibt eine Verbindung dieser Perspektiven. Unser Band möchte dazu einige Anregungen geben.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Das Buch ist aus einer wissenschaftlichen Tagung heraus entstanden, bei der renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Promovierenden und Studierenden in ein offenes Gespräch gekommen sind. In dieser Tradition möchten wir unser Buch gerne mit allen Interessierten diskutieren, die sich mit der Frage nach dem ›Geschlecht der Anderen‹ beschäftigen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Hätte man die fruchtbare Heterogenität der einzelnen Beiträge auf einen Satz reduzieren können, wäre das Buch nicht entstanden.

»Der Sammelband regt [...] an zahlreichen Stellen zum Denken an.
Eine der größten Stärken dieses Sammelbandes für die Geschlechterforschung ist, dass es gelingt, disziplinäre Grenzen auch zwischen Geistes- und Naturwissenschaften zu überschreiten.«
Ines Pohlkamp, www.querelles-net.de, 1 (2012)
»Interessante, überraschende und diskursfähige Informationen und Hinweise für die wissenschaftliche Arbeit.«
Jos Schnurer, www.socialnet.de, 25.11.2011
Besprochen in:
GMK-Newsletter, 1 (2012)
Autor_in(nen)
Sophia Könemann / Anne Stähr (Hg.)
Buchtitel
Das Geschlecht der Anderen Figuren der Alterität: Kriminologie, Psychiatrie, Ethnologie und Zoologie
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
216
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-1592-0
DOI
10.14361/transcript.9783839415924
Warengruppe
1726
BIC-Code
JFSJ HBTB JHMC
BISAC-Code
SOC032000 HIS054000 SOC002010
THEMA-Code
JBSF NHTB JHMC
Erscheinungsdatum
2011-07-07
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Kulturgeschichte
Adressaten
Kulturwissenschaften, Gender Studies, Literaturwissenschaft, Ethnologie
Schlagworte
Gender, Wissen, Narratologie, Interdisziplinarität, Kriminologie, Psychiatrie, Ethnologie, Zoologie, Kulturgeschichte, Gender Studies, Körper, Kulturwissenschaft

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