Das Konzert

Neue Aufführungskonzepte für eine klassische Form
(2., erweiterte Auflage)

Analysiert man die Entwicklung der Publikumszusammensetzung der klassischen Musik, sind seit Mitte der 90er Jahre zwei Trends dominant: Der Markt wird stetig älter und kleiner. Das Konzert verliert als ästhetische und als soziale Institution an Relevanz.

Ein Blick in die Geschichte des Konzertwesens zeigt, dass dieser Entwicklung mit veränderten Darbietungsformen entgegengesteuert werden kann. Das bedeutet: Damit das Konzert wieder an Attraktivität gewinnen kann, muss es sich wandeln.

Namhafte Autorinnen und Autoren aus Musikwissenschaft und Musikwirtschaft, aus Soziologie, Ökonomie und den Kulturwissenschaften geben in diesem Band, der nun in einer komplett überarbeiteten zweiten Auflage erscheint, Anstöße und Beispiele für neue Aufführungskonzepte, mit denen die Kunstform »Konzert« zeitgemäß weiterentwickelt werden kann.

Inhalt

  1. Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Worum es gehen soll

    Seiten 9 - 20
  4. Von der Ausführungszur Aufführungskultur

    Seiten 21 - 42
  5. Die Erfindung des Musik Hörens

    Seiten 45 - 52
  6. Der Einfluss ökonomischer Größen auf die Entwicklung des Konzertwesens

    Seiten 53 - 60
  7. Entwicklungsperspektiven zwischen Publikumsschwund und Publikumsentwicklung Empirische Daten zur Musikausbildung, dem Musikerberuf und den Konzertbesuchern

    Seiten 61 - 82
  8. Vom "High Tech" zum "Live Event" Empirische Daten zum aktuellen Konzertleben und den Einstellungen der Bundesbürger

    Seiten 83 - 100
  9. Zwischen Formalisierung und Überhöhung Das westliche Konzertgeschehen aus musikethnologischer Perspektive

    Seiten 103 - 112
  10. 4'33" Das Konzert als performativer Moment__113_124__Roselt, Jens{0000001783}

    Seite
  11. Konzertformate heute: abgeschaffte Liturgie oder versteckte Rituale?

    Seiten 125 - 142
  12. Strategien zur Produktion von Präsenz

    Seiten 143 - 152
  13. Roll over Beethoven and tell Tschaikowsky the news ? Klassik-Konzert versus Pop-Konzert. Anmerkungen zur modernen Musikpraxis

    Seiten 153 - 180
  14. Annäherung an die Konzertstätte Eine Typologie der (Un-)Gewöhnlichkeit

    Seiten 183 - 200
  15. Instrument - Raum - Klang Technische Entwicklungen in Akustik und Instrumentenbau

    Seiten 201 - 218
  16. Wege der Erneuerung

    Seiten 221 - 226
  17. Kanapees und Eisgetränke

    Seiten 227 - 236
  18. Musikkurator und RegieKonzert

    Seiten 239 - 246
  19. Musik als Beziehungskunst - ein Blick zurück, zwei nach vorne

    Seiten 247 - 266
  20. Das Concerto recitativo Was? Wie? Warum?

    Seiten 267 - 292
  21. Die Yellow Lounge denkt das Forum Konzert neu

    Seiten 293 - 300
  22. Sekt. Mozart. Sekt. Fragen zur eventorientierten Musikvermittlung

    Seiten 303 - 316
  23. Ja, es lohnt sich zu hören. Zu einem veränderten Verständnis von Musik und Musikschaffenden

    Seiten 319 - 326
  24. "Es reicht nicht aus, Konzerte zu spielen" Zum Selbstverständnis der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen

    Seiten 327 - 344
  25. Mehr Mut! Musikförderung als Risikoprämie

    Seiten 345 - 354
  26. Eine Diskursanalyse

    Seiten 357 - 398
  27. Seiten 399 - 402
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32,80 € *

2011-01-17, 402 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1617-0

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Martin Tröndle

Martin Tröndle, Zeppelin-Universität Friedrichshafen, Deutschland

... mit Martin Tröndle

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht«. Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Die Autorinnen und Autoren versuchen eine Art kuratorisches oder dramaturgisches Arbeiten im Bereich der Musik zu entwerfen. Das ist neu und eröffnet dem Musikbetrieb vielfältige Möglichkeiten.

2. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Man kann an Diskursen anschließen, man kann aber auch neue begründen. Die Idee der Aufführungskultur begründet einen solchen für die klassische Musik.

3. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen denjenigen, die klassische Musik lieben, sich jedoch in klassischen Konzerte heillos langweilen.

4. Ihr Buch in einem Satz:

Man muss das Konzert verändern, um es zu erhalten.

»Ein umfangreicher wichtiger Band.«
Hartmut Möller, DIE TONKUNST, 10 (2011)
»Insgesamt ist dem Herausgeber ein sehr informativer Band gelungen, der analytische Beiträge, Ergebnisse empirischer Studien und konkrete Beispiele neuer Aufführungspraxis verbindet und damit Anstöße für die weitere Diskussion gibt.«
Bernd Wagner, Kulturpolitische Mitteilungen, 129/2 (2010)
»Ein starkes Buch und ein Muss für jeden, der sich Gedanken über die sinnvolle und notwendige Weiterentwicklung des heutigen Konzertwesens macht.«
Gerald Mertens, neue musikzeitung, 12 (2009)
»Durchgehend verständlich geschrieben und mit einer ansprechenden Satzgestaltung versehen, dringt das Buch entlang dem Begriff der Aufführungskultur tief in die kulturellen, sozialen, ökonomischen und ästhetischen Schichten dessen ein, was ein Konzert eigentlich ausmacht.«
Isabelle Urban, www.kulturmanagement.net, 06.12.2009
»Ein Buch, dem man nur eine rasche Verbreitung wünschen kann.«
Gerald Mertens, Das Orchester, 11 (2009)
»Ein zweifellos wichtiger Reader zum Stand der gegenwärtigen Diskussion über Wege aus der Krise des Konzertwesens [...].«
neue musikzeitung, 10 (2009)
Besprochen in:

www.haz.de, 15.08.2009, Stefan Arndt
MDR Figaro, 23.09.2009, Mandy Weiß
Neue Osnabrücker Zeitung, 10.06.2010
www.magazin.klassik.com, 18.06.2010, Aron Sayed
FORUM MUSIKBIBLIOTHEK, 32/2 (2011), Andreas Vollberg
OPERAPOINT, 3 (2011), A.Gerth
Autor_in(nen)
Martin Tröndle (Hg.)
Buchtitel
Das Konzert Neue Aufführungskonzepte für eine klassische Form
(2., erweiterte Auflage)
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
402
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-1617-0
DOI
Warengruppe
1786
BIC-Code
KJM AVA
BISAC-Code
BUS041000 MUS004000 MUS020000
THEMA-Code
KJM AVA
Erscheinungsdatum
2011-01-17
Auflage
2., erweiterte Auflage
Frühere Auflage
978-3-8376-1087-1
Themen
Musik, Kulturmanagement
Adressaten
Kulturmanagement, Musikwissenschaft, Kulturwissenschaft, Kultursoziologie
Schlagworte
Musikwissenschaft, Konzert, Musikvermittlung, Publikum, Programm, Konzerthaus, Musik, Kulturmanagement, Musikmanagement, Kulturpolitik

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