Räume kollektiver Identität

Raumproduktion in der »linken Szene« in Berlin

Wie wird kollektive Identität in einer sozialen Bewegung konstruiert? Wie wird dadurch gemeinsames Handeln ermöglicht?

Tatiana Golova geht der Annahme nach, dass Prozesse kollektiver Identitätsbildung unter anderem mittels interaktiver Raumproduktion im Alltag ablaufen: Indem Bewegungsaktivisten temporäre oder langfristige Räume in der Stadt durchsetzen, entwickeln sie kollektive Macht.

Dieses Buch schlägt ein theoretisches Konzept der Verräumlichung kollektiver Identität vor und wendet es in einer ethnographischen Studie der Berliner »linken Szene« an. Neben Szenekneipen werden Freiraum-Diskurse und Demonstrationen in Bezug auf die Mobilisierung und die emotional-körperliche Identitätskonstruktion untersucht.

32,80 € *

2011-04-11, 396 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1622-4

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Tatiana Golova

Tatiana Golova, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Deutschland

... mit Tatiana Golova

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Das Ende der Geschichte entpuppt sich immer wieder als übereilte Prophezeiung. Der Wunsch und die Gelegenheiten, sozialen und politischen Wandel herbeizuführen und zu gestalten, sind gegenwärtig. Und genauso wenig, wie Zeit zu Ende ist, ist Raum ›weggeschrumpft‹ (wobei seine Produktionsmodi sich ändern). Vor diesem Hintergrund behandelt mein Buch die Frage, wie Orientierungen des kollektiven Handelns in sozialen Bewegungen – also kollektive Identitäten – räumliche Relevanz entwickeln und zugleich über die Räume definiert werden.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es bringt bestimmte raumsoziologische und bewegungssoziologische Konzepte zusammen und zeigt, wie man eine solche Synthese empirisch anwenden kann.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Der ›Spatial Turn‹ wurde schon proklamiert, reflektiert und kritisiert; momentan kommt es meines Erachtens darauf an, raumsoziologische Konzepte weiter auf ihre empirische und theoretische Anwendbarkeit in vielen Bereichen zu überprüfen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit dem Bewegungsforscher Charles Tilly, der viel dafür getan hat, dass nicht nur Zeit, sondern auch Raum als Dimension der ›Politik von unten‹ untersucht wird. Leider ist er inzwischen verstorben.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Kollektives Handeln ist – mitunter – räumliches Handeln.

»Interessante Einblicke in eine geschlossene Szene.
Das Buch entwickelt ein überzeugendes theoretisches Modell und ergänzt dieses im empirischen ›Praxistest‹ um die Kategorien Körper und Emotionen.«
Dr. Yvonne Niekrenz, www.socialnet.de, 31.08.2011
Besprochen in:

hhv-mag.de, 02.09.2011, John Luas
Autor_in(nen)
Tatiana Golova
Buchtitel
Räume kollektiver Identität Raumproduktion in der »linken Szene« in Berlin
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
396
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1622-4
DOI
Warengruppe
1721
BIC-Code
JPWF JFSG
BISAC-Code
POL003000 SOC026030
THEMA-Code
JPWG JBSD
Erscheinungsdatum
2011-04-11
Auflage
1
Themen
Stadt, Raum
Adressaten
Soziologie, Politikwissenschaft, Geographie
Schlagworte
Raum, Kollektive Identität, Soziale Bewegung, Berlin, Radikale Linke, Jugend, Alltag, Stadt, Soziale Bewegungen, Urban Studies, Soziologie

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