Grenzenlos normal?

Aushandlungen von Gender aus handlungspraktischer und biografischer Perspektive

Wie werden kulturelle Annahmen über Gender und Heteronormativität auf der Interaktionsebene verhandelt? Welche Reproduktionen gesellschaftlicher Zuschreibungen, welche Experimente und Überschreitungen finden sich? Wie verschränken sich derartige Erfahrungen mit anderen Erfahrungen sozialer Differenzierung – und welche Bedeutung haben sie schließlich für biografische Prozesse?

Anhand der außeralltäglichen Eventkultur »Fastnacht« gelingt es Kerstin Bronner, auf methodisch innovative Weise subjektive Bedeutungen gesellschaftlicher Ungleichheitskategorien herauszuarbeiten und individuelle Aushandlungsspielräume aufzuzeigen.

29,80 € *

2011-01-17, 274 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1643-9

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Kerstin Bronner

Kerstin Bronner, FHS St. Gallen, Schweiz

... mit Kerstin Bronner

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Das Buch liefert auf der ergebnis- und forschungsmethodischen Ebene relevante Einsichten. Die Erforschung von Aushandlungen sozialer Ungleichheitskategorien auf der konkreten Interaktionsebene bedeutet für die Gender- und Intersektionalitätsforschung wichtige Ergebnisse, durch den Einbezug der biografischen Perspektive ist die Untersuchung zudem für die Biografie- und Identitätsforschung von Bedeutung. Die genderbezogene Landforschung schließlich hat lange auf einen innovativen Beitrag gewartet.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Erforschung sozialer Differenzlinien anhand einer mit Alltagsgrenzen spielenden Eventkultur verdeutlicht eindrucksvoll Möglichkeiten und Grenzen von Aushandlungen kultureller Zuschreibungen. Durch die Verknüpfung des ›Außeralltäglichen‹ der Eventkultur Fastnacht mit dem Alltag wird nach biografischen Relevanzen von Fastnachts-/ Vereinsengagement gefragt, wodurch sich Fastnacht und die teilweise offeneren Alltagsgrenzen als weit mehr erweisen als tagelanges Betrinken und sexistisches Verhalten.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Wichtige theoretische Abhandlungen über Gender, Heteronormativität und Intersektionalität werden durch konkrete Forschungsergebnisse untermauert und ergänzt. Diesbezüglich werden zudem methodologische Herausforderungen bei der Erforschung hochgradig selbstverständlich wirksamer Ungleichheitskategorien diskutiert. Genderbezogene Forschungsdebatten profitieren hier von der Erkenntnis, dass Sensibilität für Übergänge und Fließendes weiterführender ist als dualistische Blicke auf das Forschungsmaterial.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die interessiert sind an gesellschaftlichen Zuschreibungen, die soziale Ungleichheit bewirken (können), an der Erforschung dieser Zuschreibungen, deren Aushandlungen auf handlungspraktischer und biografischer Ebene, sowie schließlich daran, wo und wie Veränderungen ansetzen müssten auf dem Weg zu einer sozial gerechteren Gesellschaft.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Eine Forschungsarbeit, die einen Beitrag zu einer interdisziplinären, methodisch innovativen Gender- und Heteronormativitätsforschung darstellt.

»Äußerst interessant ist die Beobachtung, dass die Narrenfreiheit [während der Fastnacht] nicht darin besteht, Gendernormen umzukehren. Vielmehr werden diese wie auch die Norm der Heteronormativität in zugespitztem Maße ausgelebt.«
Andrea Hungerbühler, sozialersinn, 12 (2011)
»Die Zitatpassagen, Beobachtungen und Selbstreflexionen führen [...] in kluger Weise vor, welche Potentiale eine mikroperspektivisch angelegte Genderforschung entfalten kann.«
Markus Tauschek, H-Soz-u-Kult, 07.03.2011
»Bestechend an der vorliegenden Dissertation ist das stringente durchstrukturierte Vorgehen, das eine stete Reflexion der Autorin beinhaltet.«
Prof. Dr. Barbara Ketelhut, www.socialnet.de, 04.03.2011
»Das Forschungsdesign und die -methoden weisen [...] den Blick auf gender- und heteronormative Aspekte im allgemeinen; und sie bieten für soziologische und gesellschaftswissenschaftliche Forschung interessante Ansätze; etwa zur Frage, inwieweit Organisationen und Vereine zur Identitätsbildung von Individuen und Gemeinschaften beitragen können – lokal, regional und global.«
Jos Schnurer, www.socialnet.de, 22.02.2011
Autor_in(nen)
Kerstin Bronner
Buchtitel
Grenzenlos normal? Aushandlungen von Gender aus handlungspraktischer und biografischer Perspektive
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
274
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1643-9
DOI
10.14361/transcript.9783839416433
Warengruppe
1726
BIC-Code
JFSJ JFFM
BISAC-Code
SOC032000 SOC050000
THEMA-Code
JBSF JBFQ
Erscheinungsdatum
2011-01-17
Auflage
1
Themen
Geschlecht
Adressaten
Gender Studies, Queer Studies, Erziehungswissenschaft, Kulturwissenschaft, Soziologie, Vereine, Landforschung
Schlagworte
Doing Gender, Doing Heteronormativity, Intersektionalität, Biografie, Soziale Praktiken, Geschlecht, Gender Studies, Soziale Ungleichheit, Queer Theory, Soziologie

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