Schauspieler außer sich

Exponiertheit und performative Kunst. Eine feminine Recherche

»Warum wollen Sie Schauspieler werden?« – Zwischen philosophischen Reflexionen und plastisch erzählender Form über die Kunst des Schauspielens wendet sich dieser Text an Wissenschaftler_innen und Praktiker_innen gleichermaßen.

Im Fokus des Buches steht der Schauspieler als Akteur, der sich in sein Äußerstes riskiert. Glückt ihm das, wird er selbst zur anschaulichen Stätte für das fragile Exponiertsein des Menschen, das sich in ihm eine Maske sucht – vor den Augen und den Ohren Anderer.

Wäre solches Außer-sich-Sein nicht die musische Atemwende performativer Kunst?

19,80 € *

2011-03-14, 162 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1676-7

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Susanne Valerie Granzer

Susanne Valerie Granzer alias Susanne Valerie, Max-Reinhardt-Seminar/Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien, Österreich

... mit Susanne Valerie Granzer

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

... weil in »Schauspieler außer sich« der Versuch vorliegt, aus der Perspektive einer Schauspielerin zu reflektieren, was im Spiel auf der Bühne geschieht. Es macht einen großen Unterschied, ob das Spiel auf der Bühne von unten, von der theoretischen Perspektive des Zuschauerraumes, oder von der eines Akteurs beschrieben wird: Einmal ist man dem Geschehen auf der Bühne physisch-sinnlich ausgesetzt und einmal bleibt man in der Distanz reflexiver Betrachtungen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Schauspieler werden in diesem Buch als eine Art Fabeltier der Wahrheit interpretiert, die im Spiel mit der Wahrheit unvermutet in ein Pathos des Begreifens (nous pathetikos) gestürzt werden können, in dem ihnen die Welt anders aufgehen kann, als wir es alltäglich gewohnt sind: Im Sinne einer Wiedererinnerung und Maß-Gabe an das, was wir unserer Existenz nach einmal geworden sein könnten.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Ereignis des Performativen im Prozess des Spielens besteht dieser Recherche nach in einer bewussten Übernahme der kritischen Umarbeitung der je eigenen Archive, die sich in unsere Körper eingeschrieben haben – historisch wie persönlich. Dieses Pathos, diese passio einzugehen, wäre die Verantwortung und das Ethos der Schauspieler ihrer besonderen Begabung gegenüber. Sie wüssten sich dem Existenzial der Wiederholung als einer Kategorie der Zukunft versprochen, als einer immer im Werden bleibenden Möglichkeit.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, denen die Welt noch eine fiktives Versprechen sein darf.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Ethik und Ästhetik werden on stage im Miteinander mit Anderen vollzogen; Nähe ergibt sich hier aus wechselseitiger Porösität.

Autor_in(nen)
Susanne Valerie Granzer
Buchtitel
Schauspieler außer sich Exponiertheit und performative Kunst. Eine feminine Recherche
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
162
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1676-7
DOI
10.14361/transcript.9783839416761
Warengruppe
1586
BIC-Code
AN JHB
BISAC-Code
PER011020 SOC022000
THEMA-Code
ATD JHB
Erscheinungsdatum
2011-03-14
Auflage
1
Themen
Körper, Theater
Adressaten
Theaterwissenschaft, Schauspieler, Schauspielschulen, Philosophie, Körperwissenschaften
Schlagworte
Schauspieler, Theater, Philosophie, Korporale Performanz, Exponiertheit, Körper, Theaterwissenschaft, Kunst, Kulturphilosophie

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