spielend denken

Theaterpädagogische Zugänge zur Dramaturgie des Probens

Probenprozesse bedingen ein Wechselverhältnis zwischen konzeptionellen Überlegungen und spielerischer Suche. Theaterpädagogische Didaktik ist dabei die Kunst, zwischen diesen Parametern zu vermitteln. Ideen und Ideale von Kunst und Bildung treffen dabei auf Eigensinn und Besonderheiten der Darsteller. Die Dramaturgie des Probens bestimmt, aus welchen Haltungen heraus Handlungs- und Erfahrungsspielräume erschlossen werden.

Im Kontext einer performativen Bildungsprozesstheorie begründet Mira Sack essenzielle Aspekte theaterpädagogischen Handelns. Dabei hebt sie das Ineinander von Spielen und Denken als zentrale Achse von Interaktionen hervor und verfolgt deren qualitatives Potenzial entlang von Prozessen des Produzierens.

32,80 € *

2011-05-06, 368 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1684-2

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Mengenrabatt

Weiterempfehlen

Mira Sack

Mira Sack, Zürcher Hochschule der Künste, Schweiz

... mit Mira Sack

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Die Bewertung des Buches selbst vorzunehmen scheint mir ungebührlich. Hoffnungsvoll stimmen mich allerdings die Reaktionen und Resonanzen der unterschiedlichen Erst- und Testleser. Demnach sind vielfältige Anknüpfungspunkte für eigene Denkbewegungen in künstlerischen, pädagogischen und sozialen Arbeitszusammenhängen gegeben, die Lust auf Diskussionen machen und Transfer- und Querdenken zwischen Theorie und Praxis anregen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Logik von Bildungs- und Theaterprozessen liegt in jeweils spezifischen Paradoxien. Das Spiel als Scharnier zwischen beiden zu begreifen erlaubt es, Probenprozesse als vom Paradox des Spiels durchdrungene Situationen zu verstehen und als solche zu gestalten. Verfolgt wird, welche Dimensionen in den Spielen um Sprache, Körper und Imagination durch eine experimentelle Haltung des Theaterpädagogen möglich werden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Buch versucht didaktische Grundlagen der Theaterpädagogik vor dem Hintergrund gegenwärtig gültiger Bildungs- und Subjektverständnisse zu formulieren. Dabei wird das Zusammenspiel von Theaterpädagogen und Spielern als Kristallisationspunkt für die Vermittlungsproblematik ins Zentrum gestellt. Der Machbarkeitsvorstellung von Bildung durch Kunst wird kritisch begegnet und es werden Haltungen gesucht, die als Voraussetzungen für Lehren in künstlerischer Praxis vielerorts unberücksichtigt bleiben.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Am liebsten mit Menschen, die einen mir fremden Blick darauf werfen. Eine Allgemeinärztin zum Beispiel oder ein Soziobiologe, eine indische Lehrperson, eine Menschenrechtlerin, ein Wirtschaftswissenschaftler, eine Nonne, ein pensionierter Intendant, die Mutter einer Schauspielstudentin...

5. Ihr Buch in einem Satz:

»Das Spiel endet nicht, wo es aufhört. Es sei denn, es ist nichts als ein Spiel.« (H. Blau)

»Mira Sacks lesenswertes Buch besticht [...] durch die umfangreiche Zusammenstellung von theoretischen Positionen, die sich mit der Frage beschäftigen, wie geht professionelles Theater und wo gibt es theoretisch Schnittstellen zu theaterpädagogischer Arbeit außerhalb von Theater-Unterricht in Schulen?«
Volker List, https://angewandte-theaterforschung.de, 23.03.2018
»Mit diesem Buch kann sich jeder, der sich als Theatervermittler versteht, anregen lassen, den Zusammenhang zwischen der eigenen Haltung als Theaterpädagoge, seiner Vermittlungsqualität und den Bildungsmöglichkeiten, die sich im Theater ergeben, zu erkunden.«
Wiebke Lohfeld, Schultheater, 25 (2016)
»[Das Buch] besticht durch den Dreh der Perspektive: weg von der Tätigkeit des Theaterpädagogen hin zum eigenen Selbstverständnis, weg vom zielführenden Denken, hin zu einer ergebnisoffenen Suche.«
Christoph Scheurle, Ixypsilonzett, 2 (2012)
»Ein gelungener Versuch, die je eigene didaktische Fantasie anzuregen, ohne in allzu schlichte methodische Verkürzungen abzugleiten.«
Sascha Willenbacher, Schultheater, 8 (2012)
Autor_in(nen)
Mira Sack
Buchtitel
spielend denken Theaterpädagogische Zugänge zur Dramaturgie des Probens
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
368
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-1684-2
DOI
Warengruppe
1586
BIC-Code
AN JNA
BISAC-Code
PER011020 EDU040000
THEMA-Code
ATD JNA
Erscheinungsdatum
2011-05-06
Auflage
1
Themen
Theater, Bildung
Adressaten
Theaterpädagogik, Bildungswissenschaften, Kunst- und Kulturvermittlung, Theaterwissenschaft, Pädagogik
Schlagworte
Theater, Bildung, Kunstpädagogik, Spiel, Vermittlung, Performative Bildungsprozesstheorie, Theaterwissenschaft, Theaterpädagogik, Kulturelle Bildung, Kunst

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung