Ethnographie nach der »Krise der Repräsentation«

Versuche in Anlehnung an Paul Rabinow und Bruno Latour. Skizzen einer Pädagogischen Anthropologie des Zeitgenössischen

Die Debatte um die »Krise der Repräsentation« hat in der Sozialforschung deutliche Spuren hinterlassen. In der Reflexion der Begleitforschung des kunstpädagogischen Projekts »sense&cyber« zum Einsatz Neuer Medien an vier Kunstschulen in Niedersachsen nimmt Claudia Lemke diese Spuren wieder auf. Mit Hilfe der begrifflichen Instrumente Paul Rabinows und Bruno Latours gelangt die Studie von den kleinen Beobachtungspunkten (Oligoptiken) der »Hypermedialen Ethnographie« zu den groben Umrissen einer Pädagogischen Anthropologie des Zeitgenössischen.

Ein innovativer Ansatz zu einer ethnographischen Philosophie im Bereich der Erziehungswissenschaft.

32,80 € *

2011-03-30, 300 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1727-6

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Claudia Lemke

Claudia Lemke, Albert-Schweitzer-Schule Hamburg, Deutschland

... mit Claudia Lemke

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Was passiert, wenn wir uns in Bildung und Erziehung und in ihrer Erforschung nicht mehr auf prä-existente Entitäten wie ›den Menschen‹ oder ›die Natur‹ verlassen, sondern unser Augenmerk auf die Gleichzeitigkeiten richten, auf das, was kontemporär Wirklichkeit hervorbringt? Will man humanistische Bildung zeitgenössisch wenden, so sind die Fragen die hier entwickelt werden von zentraler Bedeutung.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Reflexion einer im Rahmen eines BLK Modellversuchs entwickelten ›hypermedialen Ethnographie‹ dient hier als kleiner Beobachtungspunkt, als Oligoptikon im Sinne Latours. Von ihm aus werden die Fragen entwickelt, die für die Formation einer zeitgenössisch verstandenen pädagogischen Anthropologie zentral sind. Hier wird exemplarisch gezeigt, wie Ethnographie und Anthropologie im Bereich des Pädagogischen heute zeitgenössisch gewendet werden können.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die hier gestellte Frage, ›wie lässt sich zeitgenössisch pädagogisch/anthropologische Forschung konzipieren‹, lehnt sich an die Debatte um eine ›contemporary anthropology‹ an, in der Paul Rabinow federführend ist. Sie greift ebenfalls auf die Debatten um die Actor Network Theory zurück und orientiert sich in ihrer Suche nach möglichen Wegen an Bruno Latours ethnographischer Philosophie.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit all jenen, die sich für sozialwissenschaftliche und pädagogisch/didaktische Zugänge interessieren, die der ›Wirklichkeitsproblematik‹ Rechnung tragen, d.h., die nicht von einem einfachen Verhältnis ausgehen, zwischen einer mit sich selbst identischen, evidenten Wirklichkeit und deren nachträglicher Darstellung. Dieses Interesse findet sich nicht nur unter Sozialanthropologen oder den Freunden Bruno Latours, sondern auch unter jenen, die sich täglich mit der Frage befassen, wie Wissen vermittelt werden kann.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Ein Versuch im Bereich Pädagogik/Didaktik ›ethnographisch zu philosophieren‹.

Autor_in(nen)
Claudia Lemke
Buchtitel
Ethnographie nach der »Krise der Repräsentation« Versuche in Anlehnung an Paul Rabinow und Bruno Latour. Skizzen einer Pädagogischen Anthropologie des Zeitgenössischen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
300
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1727-6
DOI
Warengruppe
1571
BIC-Code
JNA JHBC
BISAC-Code
EDU040000 SOC019000 SOC026000
THEMA-Code
JNA JHBC
Erscheinungsdatum
2011-03-30
Auflage
1
Themen
Mensch, Bildung
Adressaten
Anthropologie, Erziehungswissenschaft, Soziologie, Wissenschaftsforschung
Schlagworte
Ethnographie, Pädagogische Anthropologie, Krise der Repräsentation, Bruno Latour, Paul Rabinow, Sozialforschung, Ethnographische Philosophie, Bildung, Mensch, Bildungstheorie, Qualitative Sozialforschung, Bildungssoziologie, Kulturanthropologie, Pädagogik

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