Migrantinnen in den Medien

Darstellungen in der Presse und ihre Rezeption

Wie entwerfen Medien Bilder von Geschlecht und Ethnizität? Diese Frage konnte die Kommunikationswissenschaft bisher nur ungenügend beantworten. Männliche Migranten werden als bedrohlich für die Gesellschaft inszeniert, doch über die Medienbilder von Migrantinnen gibt es wenig Wissen. Auf breiter empirischer Basis wird hier erstmalig die Repräsentation von Migrantinnen in deutschen Tageszeitungen analysiert. Dabei werden stereotype, aber auch widerständige Bilder sichtbar. Eine kritische Analyse der dominanten Berichterstattungsmuster zeigt, wie Mediendiskurse Migrantinnen zu Opfern machen oder ausschließen können. Dagegen liefern besonders Lokalpresse und Boulevardzeitungen (auch) vielfältige Entwürfe unter Einschluss lebensweltlicher Bezüge. Eingeleitet wird die Studie durch eine ausführliche Diskussion des Forschungsstands zu »Migrantinnen und Medien«.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seite 1
  2. Editorial

    Seiten 2 - 4
  3. Inhalt

    Seiten 5 - 6
  4. Tabellenverzeichnis

    Seiten 7 - 8
  5. Abbildungsverzeichnis

    Seiten 9 - 10
  6. 1.1. Doing gender - doing ethnicity: Geschlecht und Ethnizität im Mediendiskurs

    Seiten 13 - 19
  7. 1.2. Migration und Medien: Ein wachsendes Forschungsfeld

    Seiten 19 - 28
  8. 1.3. Migrantinnen in den Medien

    Seiten 28 - 41
  9. 1.4. Aufbau der empirischen Studie

    Seiten 41 - 42
  10. 2.1. Forschungsdesign

    Seiten 43 - 48
  11. 2.2. Formale Dimensionen der Darstellung

    Seiten 48 - 56
  12. 2.3. Inhaltliche Dimensionen der Darstellung

    Seiten 56 - 81
  13. 2.4. Typologie der medialen Darstellung

    Seiten 81 - 101
  14. 2.5. Mediale Konstruktion von Geschlecht und Ethnizität

    Seiten 101 - 104
  15. 2.6. Zwischenfazit: Stereotype und Varianz

    Seiten 104 - 106
  16. 3.1. Forschungsdesign

    Seiten 107 - 110
  17. 3.2. Zusammensetzung der Fokusgruppen

    Seiten 110 - 111
  18. 3.3. Identität als Migrantin?

    Seiten 111 - 125
  19. 3.4. Medienbilder: Irgendwelche Olgas, denen der Ausweis abgenommen wurde

    Seiten 125 - 135
  20. 3.5. Anforderungen an die Berichterstattung: Zeigen, dass es auch miteinander geht

    Seiten 136 - 137
  21. 3.6. Relevanz der Medienbilder

    Seiten 137 - 140
  22. 3.7. Zwischenfazit: Kritische Distanz und Sprachlosigkeit

    Seiten 140 - 142
  23. 4. Fazit und gesellschaftspolitische Konsequenzen

    Seiten 143 - 150
  24. Literaturverzeichnis

    Seiten 151 - 160
  25. Quellenverzeichnis

    Seiten 161 - 166
  26. I. Thesaurus

    Seite 167
  27. II. Kodierbuch

    Seiten 168 - 172
  28. III. Leitfaden für die Gruppendiskussionen

    Seiten 173 - 174
  29. IV. Fragebogen zur Mediennutzung

    Seiten 175 - 176
  30. Backmatter

    Seiten 177 - 178
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19,80 € *

2011-04-29, 178 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1730-6

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Margreth Lünenborg

Margreth Lünenborg, Freie Universität Berlin, Deutschland

Katharina Fritsche

Katharina Fritsche, Freie Universität Berlin, Deutschland

Annika Bach

Annika Bach, Freie Universität Berlin, Deutschland

... mit Margreth Lünenborg, Katharina Fritsche und Annika Bach

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Einwanderungsgesellschaft und Mediengesellschaft – zwei Schlüsselbegriffe der öffentlichen Debatten in Deutschland – werden verknüpft. Wie werden Migrantinnen medial repräsentiert? In welchen Zusammenhängen tauchen sie auf und wie wird über sie berichtet? Welche Bedeutung haben diese Medienbilder für unsere Gesellschaft? Diese politisch relevanten Fragen beantwortet der vorliegende Band erstmals auf breiter empirischer Basis und mit prägnanten Fallbeispielen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Nachrichten werden mit einem expliziten Blick auf Frauen mit Migrationshintergrund analysiert. Diese erscheinen als Opfer, als Prominente oder (seltener) als alltägliche Nachbarin. In der Lokalberichterstattung sowie in der Boulevardpresse werden Bilder sichtbar, die auch Identifikationspotentiale in sich bergen. Je stärker die Berichterstattung im Feld der Politik verortet ist, desto intensiver wird auf stereotype Images zurückgegriffen. Dies artikulieren auch die jungen Frauen in den Gruppendiskussionen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Buch beleuchtet Leistungen und Fehlleistungen von Medien im Migrationsdiskurs. Basierend auf systematischen und umfassenden Daten aus Zeitungsanalysen werden Befunde zu Ethnizität, Geschlecht und Medien analytisch verknüpft. Die Verbindung von Medieninhalts- und Rezeptionsanalyse ermöglicht Einsichten in die Repräsentation von Migrantinnen und deren Aneignung durch Migrantinnen und die deutsche Mehrheitsgesellschaft.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Verantwortlichen in der Medienproduktion: Journalist/-innen und Chefredakteur/-innen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch untersucht die Berichterstattung über Migrantinnen in der deutschen Presse und zeigt darüber hinaus die gesellschaftliche Bedeutung dieser medial entworfenen Images auf.

»Insgesamt erarbeiten die Autorinnen eine grundlegende, umfassende und durchdachte Erhebung und Analyse der Medienbilder von Migrantinnen in Printmedien.
Die vorliegende Publikation bietet zahlreiche wichtige Anknüpfungspunkte und Impulse für die an Intersektionalität orientierte kritische Medien- und Kommunikationswissenschaft als auch der medienkritischen Politikwissenschaft.«
Maria Sulimma, Femina Politica, 2 (2012)
»Diese lesenswerte und facettenreiche Studie bietet insgesamt einen sehr guten und systematischen Überblick über die Darstellungsmuster von Migrantinnen in der Presse. Für die universitäre Lehre dürfte dieser kompakte Band unverzichtbar werden.«
Christine Horz, www.globalmediajournal.de, 05.01.2012
»Für Medienwissenschaftlerinnen und Medienwissenschaftler können die Ergebnisse und Erkenntnisse insbesondere für die Etablierung einer kritischen Medienforschung fruchtbar sein. Und für die interessierte Leserin hält die Lektüre dieses Buches viele erhellende und aufrüttelnde Momente vor.«
Stefanie Kaygusuz-Schurmann, www.social-net.de, 16.11.2011
»Eine stichfeste Diagnose der Wirkung von Medien auf Stereotype von Migrantinnen.
Dieses Buch sollte zur Pflichtlektüre werden.«
Nina Breher, www.aviva-berlin.de, 31.08.2011
Besprochen in:

www.dw-world.de, 14.05.2011, Klaudia Prevezanos
IDA-NRW, 2 (2011)
Publizistik, 3 (2011)
terra cognita, 20 (2012)
http://kritisch-lesen.de, 3 (2013), Hannah Schultes
www.lesenblog.de, 06.01.2014
Buchtitel
Migrantinnen in den Medien Darstellungen in der Presse und ihre Rezeption
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
178
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-1730-6
DOI
Warengruppe
1510
BIC-Code
JFC JFSJ JFFN
BISAC-Code
SOC022000 SOC032000 SOC007000
THEMA-Code
JBCC JBSF JBFH
Erscheinungsdatum
2011-04-29
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Migration, Medien
Adressaten
Kommunikationswissenschaft, Medienwissenschaft, Gender Studies, Politikwissenschaft, Soziologie
Schlagworte
Medien, Migration, Gender, Ethnizität, Tageszeitung, Boulevard, Politik, Stereotyp, Cultural Studies, Gender Studies, Medienästhetik, Kulturwissenschaft

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