Der erinnerte Ort

Geschichte durch Architektur. Zur baulichen und gestalterischen Repräsentation der nationalsozialistischen Konzentrationslager

Die KZ-Gedenkstätten Buchenwald und Neuengamme konstruieren jeweils mit Hilfe von Erinnerungszeichen wie Informationstafeln, Mahnmalen, erhaltenen Gebäuden ebenso wie Kennzeichnungen nicht mehr vorhandener Bauten eine Erinnerung an ein Konzentrationslager.

Dieses Buch untersucht aus einer architekturtheoretischen Perspektive das »Gedächtnis« der Orte. Alexandra Klei fragt nach den Inhalten und Grenzen der Gedenkstätten-Präsentation und zeigt dabei eine Diskrepanz zwischen dem historischen Standort und seiner heutigen Gestalt auf, die nicht nur die unterschiedlichen Funktionen als Lager und Gedenkstätte betrifft, sondern einen direkten Einfluss auf die Vorstellung von der Geschichte des Ortes hat.

39,80 € *

2011-10-10, 620 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1733-7

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Alexandra Klei

Alexandra Klei, Deutschland

... mit Alexandra Klei

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Jedes Buch wird gebraucht, so wie die Welt vielleicht auch auf ein einzelnes Buch verzichten könnte. Wie wohl ein Großteil wissenschaftlicher Literatur richtet sich meine Arbeit zuerst an ein sehr spezifisches Publikum. Aber auch darüber hinaus kann jeder, der sich mit der Frage auseinandersetzt, wie die deutsche Gesellschaft sich an die nationalsozialistischen Konzentrationslager erinnert und in Zukunft erinnern wird, in dem Buch Anregungen finden.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Arbeit geht ins Detail. An den Beispielen der KZ-Gedenkstätten in Buchenwald und Neuengamme entstehen im Text die Wege wieder, die wir durch die heutigen Gelände nehmen. Die Wegeführungen, die erhaltenen und neuen Gebäude, Rekonstruktionen, Denkmale und Kennzeichnungen, aber auch die Auslassungen bilden eine materielle Matrix, die unser Geschichtsbild wesentlich prägt. Dieses Bild und seine gebauten Voraussetzungen untersucht das Buch.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Forschung zu den nationalsozialistischen Konzentrationslagern ist inzwischen sehr umfangreich. Auch die Geschichte der KZ-Gedenkstätten wurde vielfältig erforscht. Die Frage, welche Aussagen das vermittelt, was wir an gebauter Erinnerungslandschaft an den historischen Orten schaffen, fand bislang weniger Aufmerksamkeit. Hier entwickelt das Buch einen kritischen Blick auf den Ist-Zustand, der Voraussetzung ist für eine Diskussion des zukünftigen gesellschaftlichen Erinnerns.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ich verstehe das Buch insgesamt als ein Diskussionsangebot. Insofern gibt es nicht die eine Person, die ich mir als Diskussionspartner vorstelle. Wer sich mit den aufgeworfenen Fragen produktiv auseinandersetzen will, ist willkommen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch ist umfangreich, strengt an, wirft Fragen auf und bietet zwei bis drei Erkenntnisse.

»[Das Buch] beinhaltet präzise Aussagen zum Präsentationssystem von zwei Gedenkstätten, die bei der Konzeption ähnlicher Vorhaben hilfreich sein dürften. Für Buchenwald liefert Klei auf der Basis vieler neu für die Forschung erschlossener Quellen [...] die erste Chronologie der Gedenkstättengestaltung.«
Anke Binnewerg, H-Soz-u-Kult, 18.01.2012
Besprochen in:

Fraunhofer IRB, 2 (2012)
Autor_in(nen)
Alexandra Klei
Buchtitel
Der erinnerte Ort Geschichte durch Architektur. Zur baulichen und gestalterischen Repräsentation der nationalsozialistischen Konzentrationslager
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
620
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1733-7
DOI
Warengruppe
1510
BIC-Code
JFC AM HBTB
BISAC-Code
SOC022000 ARC010000 HIS054000
THEMA-Code
JBCC AM NHTB
Erscheinungsdatum
2011-10-10
Auflage
1
Themen
Raum, Architektur, Erinnerungskultur
Adressaten
Architektur, Kulturwissenschaft, Zeitgeschichte, Museologie
Schlagworte
Architektur, Erinnerung, Gedächtnis, Präsentation Von Geschichte, Gedenkstätten, Konzentrationslager, Erinnerungskultur, Raum, Kulturgeschichte

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