Wie wir dieselben bleiben

Doing continuity als biopsychosoziale Praxis

Trotz allem Wandel: Personale Kontinuität spielt eine entscheidende – im aktuellen Diskurs allerdings vernachlässigte – Rolle. Forschungsbefunde aus Gehirn- und Biografieforschung, Psychologie, Erziehungs- und Sozialwissenschaften relativieren nicht nur die postmoderne Metaerzählung des Fragmentarischen. Sie zeigen auch, dass Kontinuität individuell immer wieder neu hergestellt werden muss.

Barbara Keddi gibt einen Überblick zum vielfältigen Repertoire biografischer, biologischer, psychischer und soziokultureller Praktiken des »doing continuity« – konzeptualisiert als komplexe biopsychosoziale Praxis.

32,80 € *

2011-04-26, 318 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1736-8

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Barbara Keddi

Barbara Keddi, Deutsches Jugendinstitut München und Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschland

... mit Barbara Keddi

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Es thematisiert einen Aspekt, der immer mehr aus dem Blick gerät, dass nämlich personale Kontinuität und Handlungsfähigkeit – gerade in Zeiten gesellschaftlichen Wandels – eng miteinander korrespondieren. Allerdings ist die Gewissheit der eigenen Kontinuität nicht einfach vorhanden, auch wenn es so scheint, sondern muss individuell immer wieder von Neuem hergestellt werden: ›doing continuity‹.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

›Doing continuity‹ konstituiert sich nicht nur in individuellen, psychischen und sozialen Routinen und Ritualen, sondern gleichzeitig in neuronalen Mikroprozessen und Praktiken. Auch auf neuronaler Ebene wird Kontinuität in immer wieder ähnlicher, aber nie identischer Weise hergestellt. Der aufgeregte, medial verstärkte und durch soziologische Verlegenheit geschürte Deutungsanspruch der Gehirnforschung wird entmystifiziert und auf paradigmatische Augenhöhe mit anderen Bezugswissenschaften gebracht.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Mit dem Fokus auf dem Wie wird an subjektorientierte, konstruktivistische und praxeologische Konzepte angeknüpft. Daraus ergibt sich eine Spannung zum Theoriediskurs der Entstrukturierung und Entgrenzung. Gleichzeitig wird der interdisziplinäre Anspruch subjektorientierter Forschung konkretisiert und in Anlehnung an post- und transdisziplinäre Ansätze ein nicht-hierarchisches, multiperspektivisches Konstrukt von ›doing continuity‹ entworfen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Eine Diskussion mit Eric Kandel, Oliver Sacks, Semir Zeki, Anthony Giddens und Jean-Claude Kaufmann würde mich sehr reizen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Der Versuch, die biopsychosoziale Herstellung personaler Kontinuität zu rekonstruieren.

»Das Buch bietet einen wichtigen, in letzter Zeit vernachlässigten, Einblick in die Bedeutung von Beständigkeit und Kontinuität für Subjektivität.
Die Darstellungen leisten einen wichtigen Beitrag für die Bildungs-, Entwicklungs- und Sozialisationsforschung und sind damit für einschlägige Wissenschaftler unbedingt zu empfehlen.«
Anke Wischmann, www.socialnet.de, 22.07.2011
Autor_in(nen)
Barbara Keddi
Buchtitel
Wie wir dieselben bleiben Doing continuity als biopsychosoziale Praxis
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
318
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1736-8
DOI
10.14361/transcript.9783839417362
Warengruppe
1533
BIC-Code
JMH JNA JFC
BISAC-Code
PSY031000 EDU040000 SOC022000
THEMA-Code
JMH JNA JBCC
Erscheinungsdatum
2011-04-26
Auflage
1
Themen
Sozialität, Bildung
Adressaten
Erziehungswissenschaften, Soziologie, Neurowissenschaften, Psychologie, Kulturwissenschaften und die interessierte pädagogische Fachpraxis
Schlagworte
Kontinuität, Identität, Interdisziplinarität, Subjekt, Praxistheorie, Sozialität, Bildung, Sozialpsychologie, Bildungstheorie, Kultursoziologie, Psychologie

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