Die traumatisierte Nation?

»Pearl Harbor« und »9/11« als kulturelle Erinnerungen

Die mediale Verarbeitung des 11. Septembers 2001 – so die zentrale These dieses Buchs – ist in den USA maßgeblich durch die Erinnerung an Pearl Harbor geprägt: Beide Anschläge waren auch Angriffe auf die nationale Identität.

Vor dem Hintergrund kulturwissenschaftlicher Diskussionen um kulturelle, nationale oder kollektive Traumata diskutiert die amerikanistische Studie von Marcel Hartwig Ästhetik und Erzählmodi von insgesamt elf Hollywoodproduktionen zu beiden Ereignissen. Damit leistet sie einen ebenso instruktiven wie innovativen Beitrag zur Untersuchung des jüngeren Nationenbildungsprozesses in den USA.

29,80 € *

2011-08-08, 256 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1742-9

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Marcel Hartwig

Marcel Hartwig, Universität Siegen, Deutschland

... mit Marcel Hartwig

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil bisher noch keine mir bekannte akademische Schrift der jüngeren Populärkultur Chancen eingeräumt hat, an den Erinnerungsprozessen des kulturellen Gedächtnisses teilzuhaben – mein Buch holt dieses Versäumnis nach. Im Kontext der amerikanischen Geschichte und Populärkultur beleuchtet es die Ursprünge vorgefertigter Feindbilder ebenso kritisch wie Traditionen in der Verarbeitung nationaler Traumata.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Diese Studie verändert den kulturwissenschaftlichen Blick auf den »11. September«, der das Ereignis bisher eher als Zäsur denn als Kontinuität begreift. Hier wird die »Pearl Harbor«-Erinnerung als sinnstiftendes Bezugssystem zu »9/11« diskutiert. Außerdem arbeitet dieses Buch die Wissensproduktion von »Feind« und »nationaler Identität« auf und stellt sie in einem Zusammenhang mit der Risikorhetorik in öffentlichen Diskursen über beide historische Ereignisse.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Studie ergänzt ein aktuelles Untersuchungsfeld, das an der Historisierung und Aufwertung der Populärkultur für die Literatur- und Kulturwissenschaften arbeitet. Dabei entsteht ein neuer Blick auf die Austauschbeziehungen zwischen Politik-, Kultur- und Literaturwissenschaften. Außerdem jähren sich 2011 der »11. September« zum zehnten und »Pearl Harbor« zum 70. Mal. Die Arbeit zeigt, warum beide Ereignisse in der nationalen Erinnerungsarbeit in einem engen Zusammenhang stehen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Am liebsten mit den Lesern des Buches. Aber auch in einer Runde mit Filmproduzenten, Literatur- und Kulturwissenschaftlern und Entscheidungsträgern der deutschen Sicherheitspolitik.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch denkt über die kulturell etablierten Beziehungen zwischen den amerikanischen Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg und im »Globalen Krieg gegen den Terror« nach und untersucht den Stellenwert von amerikanischen Ursprungslegenden und national etablierten Symbolen in gegenwärtigen Diskursen über den »11. September«.

»Ein bemerkenswerter Forschungsbeitrag zur filmischen Populärkultur und zur nationalen Identität der USA.«
Pascal Fischer, MEDIENwissenschaft, 2 (2012)
Besprochen in:

Wissenschaft und Frieden (W&F), 1 (2012)
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.11.2012, Detlef Junker
Autor_in(nen)
Marcel Hartwig
Buchtitel
Die traumatisierte Nation? »Pearl Harbor« und »9/11« als kulturelle Erinnerungen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
256
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-1742-9
DOI
Warengruppe
1510
BIC-Code
JFC JFD APFA DSB
BISAC-Code
SOC022000 PER004030 LIT004020
THEMA-Code
JBCC JBCT ATF DSB
Erscheinungsdatum
2011-08-08
Auflage
1
Themen
Film, Amerika, Erinnerungskultur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft, Filmwissenschaft, Philosophie, Kulturwissenschaft
Schlagworte
Film, Erinnerung, USA, Kultur, Medien, Erinnerungskultur, Amerika, Amerikanistik, Kulturwissenschaft

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