Setting the Record Queer

Rethinking Oscar Wilde's »The Picture of Dorian Gray« and Virginia Woolf's »Mrs. Dalloway«

»To define is to limit«, Lord Henry states, and Mrs. Dalloway »would not say of anyone [...] that they were this or that«. Why then are the respective novels mostly read – and in recent adaptations rewritten – in denial of their genuinely ambiguous designs?

Bringing the two literary classics together for the first time, their shared concerns regarding textual and sexual identities are revealed. Challenging an established critical record commonly related to Oscar Wilde's and Virginia Woolf's own mythologised biographies, this study underscores the value of constantly rethinking labels by liberating the texts from the limiting grip of categorical readings.

33,80 € *

2011-06-09, 274 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1745-0

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Dirk Schulz

Dirk Schulz, Universität zu Köln, Deutschland

... mit Dirk Schulz

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil es in »Setting the Record Queer« um ›Lesen und Tod‹ geht. Das Buch stellt nicht nur erstmalig heraus, wie eng verwandt Oscar Wildes und Virginia Woolfs Literaturverständnis ist, sondern auch, wie ihre Romane sprachliche Bedingungen und persönliches Überleben in unmittelbare Beziehung setzen. Überlesen wird in der bisherigen Rezeption ihre vehemente Kritik an naturalisierten Kategorien, die Identität zum Gefängnis oder Kriegsschauplatz machen. Dabei sollte Identität ein Spielplatz sein.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Bislang werden Oscar Wilde und Virginia Woolf sowie ihre Werke in der Rezeption auffallend separiert und hauptsächlich jeweils biographisch, kategorisch und repräsentativ verstanden. »Setting the Record Queer« stellt ihre Gemeinsamkeiten genau in der Abkehr von solchen etablierten Lesarten heraus. Das Buch zeigt die erstaunliche Ähnlichkeit ihrer Romane in einem queeren Subversionsbestreben, das bereits poststrukturalistische Überlegungen im Sinne von Roland Barthes und Judith Butler vorwegnimmt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Zahlreiche Studien, Neueditionen und Adaptionen bezeugen die ungebrochene Popularität und Wirkkraft beider Autor/-innen und ihrer Werke. Doch wird durch das Beharren auf ›Labels‹ das queere Potenzial ihrer Romane zumeist über- bzw. einer heteronormativen Logik zugeschrieben. Diese Tendenz lässt sich generell in queer-Debatten wiederfinden, die mittlerweile synonym zu gay/lesbian studies verstanden, und so der Möglichkeit einer umfassenderen Infragestellung von Identitätskategorien beraubt werden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ich behaupte ja, dass die Welt dieses Buch braucht: also nicht nur mit Wilde und Woolf und mit Barthes und Butler, sondern gerne auch mit Hinz und Kunz und mit Gott und der Welt.

5. Ihr Buch in einem Satz:

In der Unruhe liegt die Kraft, in der Paradoxie der Grundsatz und im Zweifel die Wahrheit des Lebens.

Reviewed in:

Anglistik: International Journal of English Studies, 23.2/9 (2012), Sylvia Mieszkowski
Autor_in(nen)
Dirk Schulz
Buchtitel
Setting the Record Queer Rethinking Oscar Wilde's »The Picture of Dorian Gray« and Virginia Woolf's »Mrs. Dalloway«
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
274
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1745-0
DOI
10.14361/transcript.9783839417454
Warengruppe
1564
BIC-Code
DSB JFSK JFSJ
BISAC-Code
LIT004120 SOC012000 SOC032000
THEMA-Code
DSB JBSJ JBSF
Erscheinungsdatum
2011-06-09
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Literatur
Adressaten
Literary Studies, Queer Theory, Critical Theory, Gender Studies, Cultural Studies, Philosophy, Semiotics
Schlagworte
Literature, Queer, Culture, Novel, Wilde, Woolf, Gender, British Studies, Queer Theory, Gender Studies, Literary Studies

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