Die andere Natur des Menschen

Philosophische Menschenbilder jenseits der Naturwissenschaft

Es gilt, dem hegemonialen Anspruch der Naturwissenschaften und ihrem Naturbegriff ein anderes Denken entgegenzustellen. Dieses Buch zeigt einen philosophischen Zugang zur Natur des Menschen. Am Beispiel konkreter Phänomene – wie dem der Verdauung, der Anatomie, dem Leben, der Gene oder der Psyche – und anhand systematischer Argumentation auf der Grundlage der Wissenschaftskritik von J.F. Lyotard und M. Foucault entwickelt Anke Haarmann eine Philosophie des »fröhlichen Produktivismus«. Die essayistischen Reflexionen begreifen sich als kritischer und zugleich konstruktiver Beitrag zu einer Pluralisierung vorherrschender biologistischer Wissenstypen und Menschenbilder.

18,80 € *

2011-03-30, 146 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1761-0

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Anke Haarmann

Anke Haarmann, Hochschule für Angewandte Wissenschaften HAW Hamburg, Deutschland

... mit Anke Haarmann

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil die Welt produktive Kritik und neue Ideen braucht. Es gibt einen Berg von Büchern, die uns glauben machen, die Wahrheit des Menschen stecke in seinen Genen. Hier ist eins, das sagt, die Wahrheit steckt in unseren Köpfen. Wir können und wir sollten der Natur des Menschen etwas phantasievoller begegnen als dies heute meistens geschieht.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Mein Buch greift zentrale Erkenntnisse der Science Studies auf. In der aktuellen Wissenschaftstheorie wird der naturwissenschaftliche Fortschrittsglaube hinterfragt und durch die Kontextualität allen Wissens ersetzt. Das Wissenschaftsethos, das dabei ins Spiel der Wahrheit kommt, bedarf jedoch weiterer Klärungen bezüglich des Produktivismus und Pluralismus im Denken und Forschen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Erkenntnistheoretische Pluralität und historisches Bewusstsein in den Wissenschaften sind sowohl für die Forschungsdebatten als auch für die gesellschaftlichen Debatten relevant. In der Alltagsmedizin, dem Körperverständnis oder bei Geschlechterrollen, überall stellt sich die zentrale Frage: Eine Wahrheit der menschlichen Natur annehmen und hinnehmen oder besser Möglichkeitsräume durch ein anderes Denken eröffnen?

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die glauben, dass die Naturwissenschaften die einzige Quelle der Wahrheit seien, und die über die Macht verfügen, ihre deterministischen Wahrheiten an eine dogmatische Politik zu verkaufen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Philosophische Geschichten über ein anderes Denken der Menschennatur.

Besprochen in:
Grenzgebiete der Wissenschaft, 61/1 (2012), A. Resch
Widerspruch, 57 (2013), Franco Zotta
Autor_in(nen)
Anke Haarmann
Buchtitel
Die andere Natur des Menschen Philosophische Menschenbilder jenseits der Naturwissenschaft
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
146
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1761-0
DOI
Warengruppe
1521
BIC-Code
HP HPJ PDA
BISAC-Code
PHI000000 PHI013000 PHI004000 SCI075000
THEMA-Code
QD QDTJ PDA
Erscheinungsdatum
2011-03-30
Auflage
1
Themen
Wissenschaft, Mensch, Natur
Adressaten
Philosophie, Science Studies, Kulturwissenschaften
Schlagworte
Philosophie, Epistemologie, Philosophischer Naturbegriff, Wissenschaftskritik, Situated Knowledge, Lyotard, Foucault, Mensch, Natur, Wissenschaft, Philosophische Anthropologie, Naturphilosophie, Wissenschaftsphilosophie

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